
EU-Förderpolitik
Mit der Lissabon-Strategie aus dem Jahr 2000 erhielt die Europäische Forschungspolitik neue Impulse und Leitlinien für das 21. Jahrhundert. Denn Forschung und Innovation sind Triebfedern, mit welchen man das ehrgeizige Ziel des Europäischen Rats verfolgt: Europa zu dem wettbewerbsfähigsten, wachstumsfreudigsten und wissensbasiertesten Wirtschaftsraum der Welt zu machen.
Ein weiterer Grundstein aus dem Jahr 2000 ist die Schaffung eines „Europäischen Forschungsraums“ (ERA), der den Forschungs- und Wirtschaftsraum Europa konsolidieren soll. Hierbei will man den Weg für einen „Binnenmarkt der Forschung“ ebnen – einem Markt in welchem sich Wissenschaftler, Know-how und Technologien frei bewegen können und in welchem auch eine adäquate Europäische Forschungs- und Technologiepolitik implementiert werden kann.
Zur Erreichung dieses Ziels werden Instrumente eingesetzt, wie z.B. die Rahmenprogramme für Forschung, technologische Entwicklung und Demonstration, bei welchen nationale Forschungskapazitäten auf europäischer Ebene gebündelt und mit europäischen Finanzierungsmitteln unterstützt werden.
Als komplementäre Maßnahmen dürfen Fördermittel aus anderen Töpfen der EU nicht vernachlässigt werden, wie z.B. aus der Umweltpolitik (LIFE+), der Regionalpolitik (EFRE) oder aus der Kohäsionspolitik (Sozial- und Kohäsionsfonds). Denn nur durch konzertierte Aktionen mit den unterschiedlichen Politikbereichen, kann es Europa gelingen, den globalen Wettbewerb mit zu gestalten.
