
Europäisches Technologie- und Innovationsinstitut (ETI)
- Einleitung
- Was wird gefördert?
- Wer wird gefördert?
- Wie wird gefördert?
- Wo werde ich beraten?
- Wo finde ich bayerische Ansprechpartner?
- Wo bekomme ich weitere Informationen?
1. Einleitung
Europas Flagschiff für Spitzenqualität in Forschung, Lehre und Innovation
Innovation ist der Schlüssel zu Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und somit gesellschaftlichem Wohlstand. Das ETI (Europäisches Technologie- und Innovationsinstitut) macht die Innovation zur Basis des Wissensdreiecks aus Forschung, Bildung und Technologietransfer, indem es ein weltweit erstklassiges Modell für Forschung und Lehre durch Partnerschaften zwischen Universitäten und der Wirtschaft darstellt.
Das ETI wird als europäisches Pendant zum berühmten amerikanischen Massachusetts Institute of Technology (MIT) angesehen.
Die Struktur des ETI basiert auf einem neuartigen, innovativen Verwaltungsmodell:
Ein Verwaltungsrat mit hochrangigen Vertretern aus Forschung, Lehre und Wirtschaft, setzt die gesamtstrategischen Prioritäten fest. Er stellt die Wissens- und Innovationsgemeinschaften auf und koordiniert und evaluiert deren Tätigkeit.
Die Wissens- und Innovationsgemeinschaften („Knowledge and Innovation Communities“ – KICs) bilden den operativen Bereich des ETI – Systems und genießen größtmögliche Autonomie und Flexibilität.
KICs sind auf der Basis der wissenschaftlichen Exzellenz gegründete Joint Ventures aus Universitäten, Forschungsorganisationen, staatlichen oder privaten Unternehmen und anderen Akteuren im Innovationssektor.
Die KICs vereinen und integrieren erstklassige menschliche und physische Ressourcen und erreichen dadurch die kritische Masse und Spitzenqualität, die zur Entwicklung, Verbreitung und kommerziellen Verwertung neuer Wissensprodukte vonnöten ist. Sie sollen in Gebieten überall in Europa tätig sein und werden vom Verwaltungsrat ausgesucht.
Das EIT wird unterstützt durch eine schlanke Verwaltung, die unabhängig und unbürokratisch für hohe Effizienz sorgen soll.
Mögliche interdisziplinäre Aufgabenbereiche der KICs:
- Klimawandel
- Erneuerbare Energien
- Informationsgesellschaft
- Medizinische Forschung und Technologie
- Nanotechnologien
2. Was wird gefördert? – Struktur und Inhalte der KICs
Innovative Lehrprogramme und –konzepte mit dem Ziel für eine breite, interdisziplinäre Ausbildung zu sorgen, die wissenschaftliche und unternehmerische Fähigkeiten sowie Risiko- und Innovationsmanagement integriert. Die Hochschulabgänger sollen besser ausgebildet und auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes besser vorbereitet werden.
Umkehr des „brain-drain“ zum „brain-gain“ – das ETI wird ein starker Magnet für die besten Talente der Welt sein und so der Abwanderung von Wissenschaftlern ins außereuropäische Ausland entgegenwirken.
Flagschiff im Entwicklungsprozess des Europäischen Forschungsraum (ERA), um einen Beitrag zur Überwindung der Zersplitterung der Innovationsleistungen in Europa zu leisten, welcher die Folge der uneinheitlichen Forschungs- und Bildungssysteme in der EU ist.
Referenzmodell für Spitzenqualität in Verwaltung und Arbeitsmethoden sowie Beziehungen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft.
Best-practice in der Umsetzung innovativer Ideen in marktreife Produkte zur Steigerung der wirtschaftlichen Verwertung der europäischen Forschungsarbeit.
Motor für Wirtschaftswachstum und Arbeitsmarkt in der gesamten Europäischen Union mittels Einführung neuer Produkte und Dienstleistungen und der Erschließung neuer Märkte.
3. Wer wird gefördert? – Beteiligungsregeln
Der Verwaltungsrat wird die KICs in offenen, transparenten Wettbewerbsverfahren auswählen. Die KICs werden für etwa sieben bis 15 Jahre gegründet und vom EIT finanziert.
An einer Teilnahme interessierte Universitäten, Forschungseinrichtungen oder Unternehmen sollten die Beschlüsse des zukünftigen Verwaltungsrats unter folgender offizieller Internetseite aufmerksam verfolgen:
http://ec.europa.eu/eit/faq_en.htm#eit_q7
Roadmap 2008- 2011:
März 2008
Öffentliche Konsultation zu den Auswahlkriterien der Mitglieder des Verwaltungsrats
April 2008
2. Phase der öffentlichen Konsultation zur Wahl des Verwaltungsrates
Ende Juni 2008
Ernennung der Verwaltungsratsmitglieder
Entscheidung der Kommission über den Standort des ETI – Verwaltungssitzes
Herbst 2008
Erste Sitzung des Verwaltungsrates
Ende 2009
Auswahl und operativer Start der ersten zwei bis drei KICs
Juni 2011
Einreichung der Erstfassung einer „Strategic Innovation Agenda“ (SIA) in die Kommission durch den ETI-Verwaltungsrat
Ende 2011
Vorlage der Erstfassung der „Strategic Innovation Agenda“ (SIA) durch die Kommission an Rat und Europäisches Parlament
4. Wie wird gefördert? – Finanzierungsmodelle
Rat und Parlament verabschiedeten im November 2007 eine Beteiligung von 308.7 Millionen Euro für den Zeitraum 2008-2013 als Anschubfinanzierung (Einrichtung, Administration, Koordinierung und Integration des ETI und der KICs).
Daneben soll ein substanzieller Beitrag aus dem privatwirtschaftlichen Sektor eingeworben sowie Rückflüsse aus eigenen Aktivitäten generiert werden.
5. Wo werde ich beraten?
EU-Büro des BMBF
PT-DLR
Heinrich-Konen-Str. 1 (Postanschrift)
D-53227 Bonn
Frau Hannah Wilhelm
Telefon: +49 228 3821-651
Telefax: +49 228 3821-649
E-Mail:
Internet: http://www.eubuero.de
6. Wo finde ich bayerische Ansprechpartner?
Bayerische Forschungsallianz GmbH
Nußbaumstraße 12
D-80336 München
Telefon: +49 89 9901888-0
Telefax: +49 89 9901888-29
E-Mail:
Internet: http://www.bayfor.org
7. Wo bekomme ich weitere Informationen?
Allgemeine Informationen zum Thema „ETI“ auf den Seiten der Europäischen Kommission:
http://ec.europa.eu/eit/
ETI – Häufig gestellte Fragen:
http://ec.europa.eu/eit/faq_en.htm#eit_q7
Offizielle Dokumente zum ETI:
http://ec.europa.eu/eit/odocs_en.htm
EU-Büro des BMBF: Öffentliche Konsultation zu potenziellen Aufgaben, Zielen, Zusatznutzen und Struktur eines EIT
http://www.rp6.de/inhalte/era/eit/Download/dat_/fil_1903

