
6. Umwelt
- Einleitung
- Was wird gefördert?
- Wer wird gefördert?
- Wie wird gefördert?
- Wo werde ich beraten?
- Wo finde ich bayerische Ansprechpartner?
- Wo bekomme ich weitere Informationen?
1. Einleitung
Die Umwelt sowie die natürlichen Ressourcen sind enormen Belastungen ausgesetzt, wodurch die Lebensqualität heutiger wie künftiger Generationen stark beeinträchtigt wird. Angesichts der Größenordnung und Reichweite über nationale Grenzen hinweg, verlangen Umweltprobleme ein koordiniertes Vorgehen auf gesamteuropäischer bzw. globaler Ebene.
2. Was wird gefördert?
Im Umweltbereich werden folgende vier zentrale Forschungsfelder verfolgt, zu denen jeweils Unteraktivitäten mit speziellen Arbeitsgebieten gehören:
Klimawandel, Umweltverschmutzung und Risiken
- Belastungen für Umwelt und Klima, z.B. Funktionsweise des Klimas und abrupte Veränderungen; natürliche und anthropogene Emissionen; Kohlenstoffkreislauf und Treibhausgase, zukünftiges Klima; natürlicher Klimawandel und sozioökonomische Auswirkungen; Antwortstrategien mit Anpassung, Vermeidung und Politikanleitung
- Umwelt und Gesundheit, z.B. gesundheitliche Auswirkungen infolge von Umweltstress; integrierte Ansätze einer Risikobewertung für Umwelt und Gesundheit; Entwicklung von Methoden und Entscheidungshilfen für Risikoanalyse und Politikentwicklung
- Naturgefahren, z.B. Risikomanagement, Auslösefaktoren und Vorhersage; Vulnerabilitätsbewertung und soziale Auswirkungen, Risikobewertung und Management; Mehrfachrisikobewertung und Vermeidungsstrategien
Nachhaltiges Ressourcenmanagement
- Schutz und nachhaltiges Management natürlicher wie anthropogener Ressourcen sowie Biodiversität, z.B. integriertes Ressourcenmanagement; Wasserressourcen; Bodenforschung und Desertifikation; Biodiversität; Stadtentwicklung; integrierte Waldforschung
- Management mariner Lebenswelten, z.B. marine Ressourcen
Umwelttechnologien
- Umwelttechnologien für ein nachhaltiges Management sowie den Erhalt der natürlichen und vom Menschen geschaffenen Umwelt, z.B. Wasser; Boden; Abfall; Reinigungstechnologien; gebaute Umwelt; marine Umwelt
- Schutz, Erhalt und Sanierung des Kulturerbes, einschließlich des menschlichen Lebensraums, z.B. Bewertung und Konservierung des Kulturerbes; Netzwerksarbeit, Wissenstransfer und Ergebnisoptimierung im Kulturerbe; Umwelttechnologien für Archäologie und Landschaften; Integration von Kulturerbe in städtische und ländliche Räume
- Technologiebewertung, -erprobung und –prüfung, z.B. Risikobewertung für Chemikalien sowie alternative Testverfahren
Erdbeobachtung und Instrumente für die Bewertung nachhaltiger Entwicklung
- Systeme der Erd- und Meersbeobachtung sowie Methoden des Monitorings für Umwelt und nachhaltige Entwicklung, z.B. Integration europäischer Aktivitäten in GEO; Querschnittsforschung innerhalb von GEO; Erdbeobachtung in Schwellenländern; Entwicklung von Kompetenzen im Bereich Erdbeobachtung in den neuen EU-Ländern sowie Entwicklungsländern
- Prognosemethoden und Instrumente zur Erfassung der Nachhaltigkeit, z.B. Werkzeuge zur Bewertung von Auswirkungen: Indikatoren nachhaltiger Entwicklung; Wechselwirkungen zwischen sozialen, ökonomischen und ökologischen Systemen
3. Wer wird gefördert? – Beteiligungsregeln
Teilnahmeberechtigte Rechtspersonen
- Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW; ehemals „Fachhochschulen“)
- Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen
- Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU)
- Unternehmen mit Innovationsbestreben (aus Industrie, Gewerbe, etc.)
- Öffentliche Einrichtungen wie Behörden
- Beratungseinrichtungen etc.
Teilnahmeberechtigte Staaten
- EU-27
- Assoziierte Staaten (Island, Israel, Kroatien, Liechtenstein, Mazedonien, Norwegen, Schweiz, Türkei)
- Partnerländer der Internationalen Zusammenarbeit (ICPC-Staaten)
- Drittstaaten (USA, Kanada etc.) => erhalten in der Regel keine Förderung!
Zusammensetzung des Konsortiums
- Mind. drei unabhängige Rechtspersonen aus drei verschiedenen EU-Mitgliedstaaten (Drittstaaten zählen nicht als Mindestpartner)
- Evtl. Ausnahmen und Besonderheiten sind in den jeweiligen Arbeitsprogrammen festgelegt
4. Wie wird gefördert? – Finanzierungsmodelle
Die gesamten Forschungstätigkeiten sollen mit einem integrierten Ansatz verfolgt werden, wofür die Europäische Union zwischen 2007 und 2013 insgesamt rund 1,9 Mio. € bereitstellt.
Je nach Projekttyp, Teilnehmer und Aktivität sind folgende Quoten zu unterscheiden (gilt nicht für KMU-spezifische Projekte!):
Forschung & Technologieentwicklung:
75% für Universitäten/ HAWs, Forschungseinrichtungen & KMU
50% für alle anderen Rechtspersonen
Demonstrationsaktivitäten:
50% für alle Rechtspersonen
Koordination, Auditkosten und sonstige Aktivitäten:
100% für alle Rechtspersonen
Coordination/ Support Actions:
100% für alle Rechtspersonen
Förderwürdige Kosten:
Personal, Reisen, Material, Infrastruktur, sonstige Kosten, externe Dienstleistungen, Gemeinkosten etc.
5. Wo werde ich beraten?
Forschungszentrum Jülich GmbH
Nationale Kontaktstelle Umwelt und Klimawandel
NKS-Netzwerk Umwelt, Netzwerk-Koordination
Wallstr. 17-22
10179 Berlin
Dr. Elisabeth Osinski (Netzwerk-Koordination)
Tel.: +49 30 20199-542
E-Mail:
Internet: http://www.fz-juelich.de/ptj/nks-netzwerkumwelt
6. Wo finde ich bayerische Ansprechpartner?
Bayerische Forschungsallianz GmbH
Nußbaumstraße 12
D-80336 München
Dr. rer. nat. Thomas Ammerl
Wissenschaftlicher Referent Bereich Energie und Umwelt
Telefon: +49 89 9901888-17
E-Mail:
Internet: http://www.bayfor.org
7. Wo bekomme ich weitere Informationen?
Deutsches Portal zum Thema Umwelt:
http://www.forschungsrahmenprogramm.de/umwelt.htm
CORDIS:
http://cordis.europa.eu/fp7/environment/home_en.html
KoWi - Koordinierungsstelle EG der Wissenschaftsorganisationen:
http://www.kowi.de
Themenbereiche
- 1. Gesundheit
- 2. Lebensmittel, Landwirtschaft, Fischerei und Biotechnologie
- 3. Informations- und Kommunikations- technologien (IKT)
- 4. Nanowissenschaften, Nanotechnologie, Werkstoffe und neue Produktionstechnologien (NMP)
- 5. Energie
- 6. Umwelt
- 7. Verkehr (inklusive Luftfahrt)
- 8. Sozial-, Wirtschafts- und Geisteswissenschaften
- 9. Weltraum
- 10. Sicherheitsforschung
