
Ethnische Identität und der Erwerb von kulturellen und sozialen Kapitalien
Zielsetzung:
Ethnische
Trennlinien und damit ethnische Identitäten sind von erheblicher Bedeutung für
die Spannungsfreiheit von (Einwanderungs-) Gesellschaften. Dieses Projekt
erfasst die ethnische Identität multidimensional und die individuelle Relevanz
der einzelnen Dimensionen. Damit ist eine realitätsnahe Beschreibung der hier
lebenden Migranten möglich. In einem zweiten Schritt wird untersucht mit
welchen anderen Bereichen der Integration die identifikative Assimilation
zusammenhängt. Dahinter steht die Frage, ob die neuen Einwanderer den Weg der
Hugenotten und Ruhrpolen gehen und mit der Aufnahmegesellschaft verschmelzen
oder ob sie eine eigene – möglicherweise vom Herkunftsland verschiedene
- Identität über die Generationengrenzen behalten.
Methode:
Zunächst werden
die Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) analysiert. Die
Ergebnisse dienen als Grundlage für eine eigene
repräsentative Erhebung unter türkischstämmigen Migranten und (Spät-)
Aussiedlern. Aufgrund ihrer wechselvollen Geschichte sind Letztere besonders
gut geeignet, um die unterschiedlichen Einflüsse von Kultur und Abstammung auf
die ethnische Identität zu untersuchen.
Anwendungsbezug:
Diese Arbeit liefert einen
praktischen Beitrag zu der theoretischen Diskussion was ethnische Identitäten
sind und wovon sie beeinflusst werden. Insofern handelt es sich um
Grundlagenforschung, die z.B. die Kontroverse um den Integrationsverlauf der
zweiten und dritten Zuwanderergeneration befruchten kann. Mit dem Wissen über
den Zusammenhang einzelner integrationsrelevanter Variablen lassen sich
Integrationsprozesse aber nicht nur besser verstehen, sondern auch
zielgerichtet steuern.
Projektpartner:
Abteilung Forschung im Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)
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