
6. Evaluation zellbasierter Therapien am muskuloskelettalen System (Focus Knie) mittels dynamischer Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT)
Arbeitsfeld:
Teilprojekt 2: Zellapplikation / Zelltracking
Hintergrund und Signifikanz
In der regenerativen Orthopädie und Unfallchirurgie gewinnen
zellbasierte Rekonstruktionsverfahren zunehmend an Bedeutung. Zur
Beurteilung dieser Verfahren ist eine nicht-invasive diagnostische
Methode essentiell, die neben der Abbildung der statischen
Morphologie auch eine Aussage über die dynamische
biomechanische Funktion des Regeneratgewebes erlaubt. Die MRT
bietet neben einem hervorragenden Bildkontrast bei der Darstellung
der Morphologie auch die Möglichkeit zur Abbildung des
Kniegelenks in vivo im Zeitverlauf und somit Informationen
über die mechanische Funktionalität des Knies und der
transplantierten Zellkonstrukte.
Zielsetzung und Methodik
Zur Validierung neuer zellbasierte Therapie¬ansätze
mittels MRT wird zunächst in Kooperation mit den
Verbundpartnern eine statische MR-Darstellung der jeweiligen
Regeneratgewebe zur Ligament- und Knorpelheilung entwickelt. Zur
morphologischen Charakterisierung im zeitlichen Verlauf werden
MR-Parameterkarten (T1, T2, T2*, ADC) implementiert und optimiert.
So sollen z.B. bei der Knorpelheilung die Zellkonstrukte im
zeitlichen Verlauf und in Relation zum umgebenden gesunden
Gelenkknorpel dargestellt werden. Im nächsten Schritt werden
diese Ergebnisse zur Entwicklung einer dynamischen in
vivo-Abbildung der Bewegung des Kniegelenks genutzt und eine
Charakterisierung der mechanischen Stabilität der
Zelltransplantate nach Transplantation sowie der Rollgleitbewegung
nach Kreuzbandersatz realisiert. Dazu werden an das Knie angepasste
MR-Arrayspulen, schnelle parallele MR-Methoden und
Bewegungsschienen zur reproduzierbaren Kniebewegung im Scanner
entwickelt, um damit über mehrere Bewegungszyklen die
benötigte räumliche und zeitliche Auflösung zur
Darstellung des Kniegelenks des Patienten bzw. des narkotisierten
Versuchstieres (Minipig) zu erreichen. Eine leicht zugängliche
Visualisierung des Bewegungsablaufes wird durch die Erstellung
entsprechender Filmsequenzen aus den MR-Daten erreicht. Die
gewonnenen Daten können anschließend mit den Daten aus
der biomechanischen Testung und z.B. der Fluoreszenzbildgebung
korreliert werden.
Ausblick
Mit den so im zeitlichen Verlauf verfügbaren morphologischen
und mechanischen Informationen können neue zellbasierte
Therapieverfahren der Verbundpartner validiert und objektiv mit
bereits etablierten Therapien verglichen werden.
zurück
Status:
laufend
