
Aktuelles
Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung mit der ÉNA Québec, 12.11.2010
Austauschprogramm École Nationale d'Aérotechnique du Québec (ÉNA) – Hochschule Augsburg Professor Dr.-Ing. André Baeten, Luft- und Raumfahrtexperte an der Hochschule Augsburg, schildert der BayFOR News seine Erfahrungen mit dem Austauschprogramm seiner Hochschule mit der ÉNA. Janika Scheglmann, eine von ihm betreute Studentin, hat vor kurzem ein Auslandssemester in Québec verbracht und dort ihre Bachelor-Arbeit geschrieben.
BN: Herr Professor Baeten, Sie kooperieren seit 2010 mit Kollegen der ÉNA. Wie kam dieser Kontakt zustande?
Der Kontakt ist über das Unternehmen CG International entstanden, das bei seiner Suche nach interessanten Kooperationspartnern auf die Hochschule Augsburg aufmerksam geworden ist. Beim ersten Treffen in Augsburg waren neben CG International auch Vertreter der ÉNA vor Ort, so dass direkt über konkrete Projekte diskutiert werden konnte. Bei einem Gegenbesuch in Montréal im August 2010 wurden die entscheidenden Weichen für das Kooperationsabkommen gestellt und konkrete Themen für Austauschprojekte festgelegt.
BN: Warum halten Sie die ÉNA für einen besonders geeigneten Partner?
Die ÉNA bildet hochqualifizierte Luft-und Raumfahrttechniker aus und verfügt über eine einmalige technische Ausstattung für Studierende, die am Flugzeug lernen wollen. Sie ist in dieser Beziehung den europäischen Luftfahrtschulen technisch weit überlegen. Wir möchten unsere Studenten praxisnah ausbilden, insofern haben wir mit der ÉNA die Chance gesehen, den Einstieg unserer Absolventen in die Industrie mit einem internationalen Projekt am realen Flugzeug zu erleichtern.
BN: Die erste Studentin, die am neuen Austauschprogramm teilgenommen hat, ist zurück in Bayern. Welche Bilanz ziehen Sie aus diesem Experiment?
Wir können eine äußerst positive Bilanz ziehen: Das Thema aus der Faserverbund-Technologie war sehr anspruchsvoll, aber durch die sehr gute Betreuung an der ÉNA und dem engen Kontakt zwischen beiden Institutionen gelang es Janika Scheglmann, ihre Bachelorarbeit in der regulären Zeit und mit Bestnote abzuschließen. Sie möchte gerne an die ÉNA zurückkehren.
BN: Soll dieser Austausch fortgesetzt werden?
Ja, der Austausch ist langfristig angedacht. Es stehen genügend Themen offen, die im Rahmen einer Projekt- oder Abschlussarbeit an der ÉNA durchgeführt werden können. Wir hoffen, jährlich 1-2 Studierende für dieses Austauschprojekt gewinnen zu können. Weitere Interessenten haben mich bereits auf die Formalitäten angesprochen.
BN: Herr Professor Baeten, wir danken für das Gespräch.
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