Bayern - Alberta

Anders als die langjährige Zusammenarbeit zwischen Bayern und Québec, die in einem festen institutionellen Kooperationsrahmen abläuft, liegt der wissenschaftlich-technische Dialog mit Alberta erst in den Anfängen.

Dennoch sind im Bereich Öl und Gas im weitesten Sinn sowohl gemeinsame Forschungsinteressen als auch komplementäre Ansätze bereits erkennbar.

Dies wurde anlässlich der von Staatssekretär Hans Spitzner initiierten Delegationsreise nach Alberta (12.-16. Juni 2007) besonders deutlich. Neben Vertretern aus Politik und Wirtschaft nahmen sieben Wissenschaftler aus bayerischen Universitäten und Forschungszentren an der Reise teil. In Gesprächen mit Wissenschaftlern aus Alberta konnten bilaterale Forschungskooperationen in die Wege geleitet werden, die sich gegebenenfalls zu multilateralen Verbundprojekten entwickeln sollen – mit dem Ziel, gemeinsam am 7. Forschungsrahmenprogramm der EU teilzunehmen.

Im Auftrag der Bayerischen Staatskanzlei unterstützt die wissenschaftliche Koordinierungsstelle Bayern-Québec/ Alberta/ International der Bayerischen Forschungsallianz GmbH den Aufbau gemeinsamer Forschungsprojekte. Dazu ist im Januar 2008 ein neues Mobilitätsprogramm für Wissenschaftler eingerichtet worden, das schnelle und gezielte Vernetzungsaktivitäten ermöglicht. Die Regierung in Alberta denkt zur Zeit über Reziprozität nach.

Prof. Dr. Randy Goebel, Informatik, zu Besuch in München

Der Vulkanausbruch in Island vor zwei Wochen war Anlaß eines längeren Aufenthaltes von Professor Dr. Randy Goebel in München. Randy Goebel ist Professor für Informatik an der University of Alberta und kommissarischer Vize-Präsident der Agentur Technology Futures innerhalb des neuen Innovationssystems, das die Regierung von Alberta unter dem Namen Alberta Innovates geschaffen hat. Goebels Forschungsarbeiten im Bereich Künstliche Intelligenz haben ihn bereits mehrfach nach Bayern gebracht. Seit Jahren pflegt er eine intensive Kooperation mit Prof. Dr. Franz Guenthner, Professor für Computerlinguistik am Centrum für Informations- und Sprachverarbeitung an der LMU (http://www.cis.uni-muenchen.de/). Als Hauptwissenschaftler im Alberta Ingenuity Centre for Machine Learning AICML war Goebel zusammen mit Prof. Dr. Klaus Diepold, TUM und Exzellenzcluster CoTeSys (http://www.cotesys.org/), einer der Protagonisten, die 2009 eine spezifische Kooperation beider Institutionen ins Leben gerufen haben.

Neues Innovationssystem in Alberta!

www.albertainnovates.ca


Kooperationsabkommen zwischen CoTeSys und AICML

Der bayerische Exzellenz-Cluster CoTeSys - Cognition for Technical Systems – hat im Bereich Maschinelle Intelligenz ein Kooperationsabkommen mit dem Alberta Ingenuity Centre for Machine Learning (AICML) an der University of Alberta in Edmonton, Kanada unterzeichnet. Dieses Abkommen verdeutlicht eine entstehende Kooperation in Forschung und Lehre zwischen den zwei Einrichtungen und soll den weiteren Ausbau gemeinsamer Forschungsvorhaben unterstützen.  Diese Unterzeichnung geht u.a. auf das mehrjährige Engagement von Herrn Prof. Klaus Diepold zurück.
http://www.cotesys.de

Kooperationsabkommen mit Alberta

Am 22. Juni 2009 unterzeichneten der bayerische Minister für Wissenschaft, Forschung und die Kunst, Dr. Wolfgang Heubisch, und sein Amtskollege der kanadischen Provinz Alberta, Doug Horner, ein Memorandum of Understanding. Dieser Schritt schließt an den Besuch von Premier Ed Stelmach Ende November 2008 in München an und stellt in den Bereichen Lehre, Forschung und Innovation erste institutionelle Kooperationsweichen. 


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