Bayern - Québec

Überblick

Die heutige Zusammenarbeit zwischen Bayern und Québec beruht auf einer langjährigen Tradition der Partnerschaft, die auf den Anfang der 1980er Jahre zurückgeht und 1989 institutionalisiert wurde. Diese Zusammenarbeit erstreckt sich auf weite Gebiete aus Politik und Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft, Forschung und Technologie, Bildung und Erziehung, Kultur und Gesellschaft. Im Zusammenspiel erzielen sie wichtige Synergieeffekte.

In gemeinsamen Arbeitsgruppensitzungen, die alle zwei Jahre abwechselnd in Bayern und Québec stattfinden, werden inhaltliche Prioritäten für den anschließenden Zweijahreszeitraum festgesetzt. Die 10. Arbeitsgruppensitzung fand 2008 in München statt. Halbzeittreffen ermöglichen eine regelmäßige Koordinierung und Begleitung der Projekte. Die nächste Halbzeitsitzung wird im Herbst 2009 in Québec tagen. Beide Seiten verfügen über staatliche Fördermittel zur Unterstützung gemeinsamer Initiativen nach dem Prinzip der Reziprozität.

Programme & Themen

Im Bereich der Wissenschaft, Forschung und Technologie ist das Mobilitätsprogramm besonders hervorzuheben. Dieses ermöglicht Aktivitäten zur Vernetzung von Wissenschaftlern aus Bayern und Québec und gewährleistet somit eine Anschubfinanzierung für entstehende Forschungsvorhaben.

Die in der Bayerischen Forschungsallianz GmbH angesiedelte Stelle einer wissenschaftlichen Referentin für internationale Forschungskooperationen Bayerns, insbesondere mit Québec/ Kanada, betreut diese Projekte im Auftrag der Bayerischen Staatskanzlei und in Zusammenarbeit mit der Vertretung des Freistaats Bayern in Québec. Mobilitätsprogramme für Studenten und Doktoranden werden im Bayerisch-Französischen Hochschulzentrum (BFHZ) verwaltet.

Im wissenschaftlich-technischen Bereich fördern die beiden Regierungen derzeit 18 bilaterale Forschungsprojekte mit folgenden thematischen Schwerpunkten:

In den strategischen Bereichen Luftfahrt, Klimawandel und Neurowissenschaften werden Schwerpunkte gebildet. Insbesondere die Rehabilitation von älter werdenden Patienten mit neurologischen Störungen rückt im Bereich der Neurowissenschaften, im Jahr 2008, in den Mittelpunkt. Hierbei werden Wissenschaftler aus Bayern und Québec, die auf diesem Gebiet über eine weltweit anerkannte Expertise verfügen, gezielt vernetzt. 


Newsletter der Vertretung der Regierung von Québec

http://www.gouv.qc.ca/portail/quebec/international/allemagne/


Besuch von Diane Wilhelmy, Staatssekretärin a. D. in München

In der Zeit von 23.-27. November 2009 hielt sich Diane Wilhelmy, Staatssekretärin a. D., in München auf. Mme Wilhelmy war bis 2004 in der Regierung von Québec tätig, hatte in ihrer Karriere mehrfach leitende Positionen an der Schnittstelle von Verwaltung und Universität inne, insbesondere an der Ecole Nationale d’Administration Publique von Québec. Als sous-ministre aux relations internationales (2002-2004)  hat sich Madame Wilhelmy für die Kooperation zwischen Bayern und Québec sehr engagiert. Zur Zeit wirkt sie an einer gesundheitspolitischen Initiative im Großraum Montréal. Diese Initiative (http://www.quartiersantemontreal.com) unterstützt den Bau des neuen Montrealer Innerstadt-Klinikums CHUM (http://www.chumtl.qc.ca), eines einmaligen, umfassenden Großprojektes in Milliardenhöhe, und sorgt für seine wirtschaftliche, kommerzielle und kulturelle Eingliederung in das Montrealer Stadtleben.
Diane Wilhelmy war Gast des bayerischen Forschungskooperationsprogramms mit Québec. Im Rahmen ihres Aufenthaltes in München hielt Mme Wilhelmy einen Vortrag zum Thema „9/11 and I: A Special Day for the Administration of Québec in New York“.


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