EU fördert Forschung und Innovation im Bereich Batterien mit 3,2 Mrd. Euro

11.12.2019
Batterie

Staatliche Beihilfen: Kommission genehmigt öffentliche Förderung von 3,2 Mrd. EUR für paneuropäisches Forschungs- und Innovationsvorhaben von sieben Mitgliedstaaten zu allen Segmenten der Batterie-Wertschöpfungskette.

Die Erfindung der Batterie ist revolutionär. Unser mobiles und digitales Leben wäre ohne sie nicht denkbar. Doch bringen Lithium-Ionen-Batterien auch erhebliche Probleme mit sich. Der Abbau der benötigten Rohstoffe Lithium und Cobalt zerstört die Umwelt, verletzt sehr oft die Menschenrechte oder geschieht sogar manchmal unter Einsatz von Kinderarbeit. Zudem sind diese Rohstoffe nicht überall verfügbar und auch nicht überall leicht zu fördern. Europa ist hier abhängig von anderen Nationen - vor allem auch bei der Entwicklung bzw. von Produktionsstandorten. Das will die EU durch die Erforschung und Entwicklung einer neuen Generation von Batterien ändern: Die Batterie der Zukunft soll giftfreier, umweltfreundlicher und leistungsstärker sein. Mit dieser neuen Generation von Batterien soll Europa zu einem neuen, führenden Batteriestandort werden. Deshalb fördert die Europäische Kommission nun Forschung und Innovation im Bereich Batterien mit 3,2 Mrd. Euro.

Die Projektteilnehmer Belgien, Deutschland, Finnland, Frankreich, Italien, Polen und Schweden und ihre Partner werden ihre Arbeit auf vier Bereiche konzentrieren:

(1) Rohstoffe und moderne Werkstoffe: Im Rahmen des Vorhabens sollen nachhaltige innovative Verfahren für die Gewinnung, Anreicherung, Raffination und Reinigung von Erzen entwickelt werden, um hochreine Rohstoffe zu erhalten.

(2) Zellen und Module: Das Vorhaben soll die Entwicklung innovativer Batteriezellen und -module ermöglichen, die die Sicherheits- und Leistungsanforderungen der Automobilindustrie und anderer Anwendungsbereiche (z. B. stationäre Energiespeicher und Elektrowerkzeuge) erfüllen.

(3) Batteriesysteme: Ferner sollen innovative Batteriesysteme einschließlich Batteriemanagementsysteme sowie innovative Testmethoden entwickelt werden.

(4) Umnutzung, Recycling und Raffination: Im Rahmen des Vorhabens sollen sichere und innovative Verfahren für die Sammlung, Zerlegung, Umnutzung, Wiederverwertung und Raffination des Recyclingmaterials entwickelt werden.

Weitere Informationen der Europäischen Kommission dazu finden Sie hier.

Die BayFOR berät auch intensiv zu EU-Förderung von Batterie-Forschungsprojekten.

Die BayFOR ist Mitglied in der „Advanced Materials Battery Partnership“ (AMBP). Die AMBP ist eine Initiative der EU-Kommission, um interregionale Kooperationen zu ermöglichen – d.h. die AMBP will Forscher im Bereich Batterie zusammenbringen, um Forschungsprojekte zu dem Thema durchzuführen. Deshalb hat die BayFOR in der Bayerischen Vertretung in Brüssel folgende Veranstaltung organisiert:

26.06.2019: Brokerage Event für interregionale Projektzusammenarbeit im Themenbereich Lithium-Ionen-Akkumulatoren in Brüssel.

Haben Sie Interesse am Forschungsthema „Batterie“? Die BayFOR unterstützt Sie gerne.

Aktuell sind zum Thema Batterien vier EU-Förderausschreibungen offen, zu denen Sie Anträge einreichen können:

Mit Deadline am 21. April 2020

Am 19. Februar 2020 veranstalten wir zu den oben genannten Batterieausschreibungen einen ganztägigen Workshop in München. Weitere Informationen dazu finden Sie hier.

Für weitere Fragen und Unterstüzung stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Kontakt BayFOR
Dr. Panteleimon Panagiotou
Fachbereichsleiter Informations-/Kommunikationstechnologien |
Natur- & Ingenieurwissenschaften
Tel.: +49 (0)89 9901888-130
E-Mail: panagiotou@no-spam-pleasebayfor.org 

 

 

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