Projektziele und Arbeitsfelder

Das Ziel von Chemlab II ist es, ein EU-zertifiziertes Ausbildungsprogramm für Chemielaboranten in den teilnehmenden Ländern Deutschland, Griechenland, Polen und Türkei zu etablieren. Dadurch möchte Chemlab II dem drohenden Fachkräftemangel entgegenwirken und gleichzeitig die Chancen von Auszubildenden auf dem Arbeitsmarkt verbessern. Folgende Schritte sind geplant:

  • Die Einführung eines international einheitlichen Abschlusses, um dem grenzüberschreitenden Austausch von Auszubildenden zu ermöglichen. Auf diese Weise erschließen sich den Auszubildenden Vorteile wie interkulturelle Kompetenzen oder das Erlernen von anderen Sprachen. Ebenso unterstützt Chemlab II in diesem Zusammenhang europäische Partnerschaften zur Entwicklung innovativer Lehr- und Lernmittel.
  • Der Zugang für Auszubildende zum europäischen Bildungsraum. Damit gewährleistet Chemlab II, dass gut ausgebildete Chemielaboranten auf dem europäischen Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen, um den Bedarf der chemischen Industrie zu decken. Zudem bietet Chemlab II dadurch eine vereinheitlichte Alternative zu in Europa unterschiedlichen Ausbildungssystemen im Bereich des Chemielaboranten und tritt der hohen Jugendarbeitslosigkeit entgegen.
  • Die Erweiterung des Projektes um Universitäten, Unternehmen und Bewerber aus zusätzlichen EU-Partnerländern, die sich an dem dualen Ausbildungssystem beteiligen möchten. Hier hat das Vorgängerprojekt Chemlab I gute Vorarbeit geleistet: Zum Projektstart gibt es in allen vier Ländern Unternehmen, die Auszubildende nach diesem System einstellen. Die Tschechische Republik interessiert sich bereits für das Projekt und für Georgien bereitet Chemlab II gerade die Teilnahme vor.
  • Die Vernetzung von Firmen, Schulen, Universitäten, Zertifizierern und bildungspolitischen Einrichtungen, um Erfahrungen auszutauschen, neue Interessenten zu finden, und somit das europäische Ausbildungssystem zu verbessern. Auch weitere europäische Länder sollen in Chemlab II eingebunden werden, damit sie das vorhandene Netzwerk stärken und ausbauen.
  • Die Etablierung des Kreditpunktesystems ECVET-System (European Credit system for Vocational Education and Training), das sich zurzeit länderübergreifend noch in der Erprobungsphase befindet. Es ermöglicht – ähnlich wie das universitäre ECTS-System (European Credit Transfer System) – das Sammeln von Punkten für standardisierte Module und ist in anderen Fachbereichen bereits erfolgreich im Einsatz. Ausschlaggebend beim ECVET-System sind Kenntnisse, Fertigkeiten und Kompetenzen, die mit Leistungspunkten belegt werden. Damit sind ein internationaler Vergleich der Lehre und ein gerechter länderübergreifender Austausch von Auszubildenden gewährleistet.
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EU Projekte- Chemlab II