Projektziele und Arbeitsfelder

Projektziele:

  • Bereitstellung von digitalen Karten des Naturpotenzials für alle Waldflächen in den Bayerischen Alpen und im nördlichen Tirol (Waldtypenkarte)

    Die verfügbaren Geodaten zu Lage, Klima, Geologie und Boden werden für das Projektgebiet in einem Geographischen Informationssystem (GIS) zusammengeführt und bilden das Rückgrat für alle weiteren Auswertungen. Die Flächeninformation wird über Datenbanken mit repräsentativen standorts- und vegetationskundlichen Geländeaufnahmen verknüpft. Die statistischen Zusammenhänge der im GIS gespeicherten Flächeninformationen mit den im Wald erhobenen Punktinformationen werden analysiert. Die daraus ermittelten wichtigsten Kombinationen von Umweltfaktoren werden für das gesamte Projektgebiet modelliert und als Waldtypen zusammengefasst. In jeder Teilregion wird die Richtigkeit der Modelle durch repräsentative Eichrouten überprüft. Ergebnis ist eine flächendeckende Waldtypenkarte im Maßstab 1:25.000
  • Erstellung eines Handbuchs zur standortspezifischen Bewirtschaftung, Pflege und Sanierung von Gebirgswäldern

    Auf Grundlage der naturwissenschaftlichen Informationen werden für alle Waldtypen Baumarteneignung, Nutzungspotenziale, geeignete Methoden der Waldpflege und zielführende Sanierungsstrategien in einem benutzerfreundlichen Handbuch zusammengestellt. Es werden Richtlinien zur Anwendung der Waldtypenkarten in Verbindung mit Gefahrenhinweiskarten erarbeitet (Schutzwald- und Naturgefahrenmanagement). Diese Daten werden praxis- und nutzergerecht aufbereitet und als Werkzeug zur Verfügung gestellt. Neben dem Handbuch der Waldtypen werden gemäß den Nutzerwünschen auch thematische Spezialkarten z. B. zur Befahrbarkeit, Empfindlichkeit gegen Biomasseentzug etc. erstellt. 
  • Etablierung eines Geographischen Informationssystems (GIS), das Anpassungen an geänderte klimatische Bedingungen ermöglicht

    Um die Auswirkungen des Klimawandels besser abzuschätzen, werden neben aktuellen Klimadaten regionalisierte Prognosemodelle getestet. Für repräsentative Ausschnitte des Projektgebietes werden die Modellierungen mit unterschiedlichen Klimaszenarien durchgerechnet und als Waldtypenkarten dargestellt. Damit wird versucht, die Auswirkungen der Klimaänderung auf die Entwicklung der Baumarten ausreichend genau vorherzusagen. Unter diesen Annahmen werden anschließend Empfehlungen für vorsorgende Maßnahmen in gegenüber der Klimaänderung empfindlichen Waldtypen entwickelt.
  • schnittstellengerechte Übergabe der GIS-Produkte an Forstverwaltungen

Arbeitsfelder:

  • Aufbau eines GIS mit hochauflösenden geologischen Karten, digitalen Höhenmodellen und Klimakarten
  • Definition der Ansprüche der Nutzer an das Informationssystem
  • Ableitung der ökologisch relevanten Geoparameter im gesamten Bearbeitungsgebiet
  • Modellierung der Waldtypen im Maßstab 1:25.000 im gesamten Bearbeitungsgebiet inkl. Überprüfung und Nacheichung
  • Modellierung von Spezialkarten
  • Alternative Modellierung unter Klimawandel-Szenario
  • Entwicklung eines Handbuchs zur waldtypenspezifischen Bewirtschaftung, Pflege und Sanierung von Gebirgswäldern
  • Einführung des Systems in die Praxis, Information und Schulung von Multiplikatoren


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