7. Verkehr (inklusive Luftfahrt)

  1. Einleitung
  2. Was wird gefördert?
  3. Wer wird gefördert?
  4. Wie wird gefördert?
  5. Wo werde ich beraten?
  6. Wo finde ich bayerische Ansprechpartner?
  7. Wo bekomme ich weitere Informationen?

1. Einleitung

Erhöhte Mobilität in Europa verlangt ein ständiges Erweitern und Erforschen von neuen intelligenten und effizienten Transportsystemen und -lösungen. Gleichzeitig müssen negative Auswirkungen bekämpft und globale Herausforderungen wie Umweltverschmutzung, Energieverbrauch, Sicherheit und Gesundheit bewältigt werden.

Übergeordnetes Ziel des Themas „Verkehr“ ist die Entwicklung von integrierten, sichereren, umweltfreundlicheren und intelligenteren gesamteuropäischen Verkehrssystemen. Im Mittelpunkt stehen der Nutzen aller Bürger und der Gesellschaft, die Schonung der Umwelt und der natürlichen Ressourcen sowie die Sicherung, Stärkung und der weitere Ausbau der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Luftfahrt- und Transportindustrie (Großindustrie und KMU) auf dem Weltmarkt.

Ziele:

Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit der EU-Industrie durch Minimierung rohstoffintensiver Verkehrssysteme.

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2. Was wird gefördert?

Die Förderung von Forschungsprojekten in diesem Bereich untergliedert sich in folgende vier Teilbereiche:

  • Luftfahrt, Luftfahrtechnik und Lufttransport
  • Nachhaltiger Land- und Seeverkehr
  • Horizontale Aktivitäten für die Umsetzung des Förderprogramms
  • Anwendungen für GALILEO (Satellitennavigation)

Allgemeine Charakteristika:

  • Erhöhung der Effizienz der verschiedenen Verkehrssysteme und ihrer Wechselwirkung
  • Sicherstellung des Personen- und Warentransports unter besonderer Berücksichtigung von Sicherheit, Umwelt, Ökonomie und der Gesundheit z.B. durch Minimierung der Emission von Treibhausgasen

Themenbereiche:

Luftfahrt- und Luftverkehrsforschung

  • Umweltfreundlicher Luftverkehr: Entwicklung umweltfreundlicher, CO2-sparsamer Flugzeuge, ökologischer Flugzeugbau einschließlich Instandhaltung und Wartung („Life Cycle“) und umweltfreundliches Management bzw. umweltfreundlicher Betrieb von Flughäfen
  • Steigerung der Zeiteffizienz: Systeme für verbesserten Durchsatz und zeiteffizientes Flugmanagement
  • Kundenzufriedenheit und Sicherheit: passagierfreundliche Flugzeugkabinen und passagierfreundliches Flugmanagement
  • Steigerung der Kosteneffizienz im Flugzeugbau: Reduktion der operationellen Kosten der Flugzeugentwicklung und Konfiguration neuer Komponenten und Systeme etc.
  • Schutz von Luftfahrzeugen und Fluggästen: Flugzeugsicherheit (z.B. vor terroristischen Aktivitäten) und operationelle Sicherheit
  • Luftverkehr der Zukunft: Entwicklung neuer Technologien für Antrieb, Innenraumdesign etc.

Die Projekte reichen hierbei von der Grundlagenforschung (Level 1) über Technologieentwicklung (Level 2) bis hin zur flugfähigen Demonstration bzw. Validierung von Systemen einschließlich groß angelegter „Public-Private Partnerships“ (Level 3).

Nachhaltiger Land- und Schiffsverkehr (Schiene, Straße, Wasser)

  • Umweltfreundlicher Land- und Schiffverkehr: umweltfreundliche Produkte und Technologien sowie umweltfreundliche industrielle Prozesse der Fertigung und Wiederverwertung
  • Förderung und Verstärkung der Verkehrsverlagerung und Staubekämpfung in den Verkehrskorridoren: Logistik und intermodaler Transport, Interoperabilität und Sicherheit des Verkehrs- und Güterflusses
  • Gewährleistung einer nachhaltigen, innerstädtischen Mobilität für alle Bürger einschließlich benachteiligter Gruppen: neue Transport- und Mobilitätskonzepte, Qualitätssteigerung im öffentlichen Transport
  • Erhöhung der technischen Sicherheit und verbesserte Gefahrenabwehr: sichere und gesicherte, zukunftsfähige Transportsysteme
  • Stärkung der allgemeinen Wettbewerbsfähigkeit der Transport- und Logistikbranche.

Unterstützung des europäischen globalen Satellitennavigationssystems (GALILEO und EGNOS)

  • Ausschöpfung des gesamten Potenzials: Entwicklung von Anwendungen für die breite Masse, von Anwendungen für Business-Kunden, von wissenschaftlichen Anwendungen sowie von robusten, sicheren Anwendungen, daneben Verwendbarkeit für Timing und Synchronisation sowie für Such- und Rettungsfunktionen/-aktionen
  • Bereitstellung der Instrumente und Schaffung der geeigneten Rahmenbedingungen: Zertifizierung und Standardisierung
  • Anpassung der Empfangsgeräte an die Anforderungen und Modernisierung der wichtigsten Technologien: Bereitstellung von Customised Terminals und lokalen Komponenten
  • Förderung des Infrastrukturaufbaus: Eruierung und Evaluierung des Benutzerfeedbacks

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3. Wer wird gefördert? - Beteiligungsregeln

Teilnahmeberechtigte Rechtspersonen

  • Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW; ehemals „Fachhochschulen“)
  • Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen
  • Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU)
  • Unternehmen mit Innovationsbestreben (aus Industrie, Gewerbe, etc.)
  • Öffentliche Einrichtungen wie Behörden
  • Beratungseinrichtungen etc.

Teilnahmeberechtigte Staaten

  • EU-27
  • Assoziierte Staaten (Island, Israel, Kroatien, Liechtenstein, Mazedonien, Norwegen, Schweiz, Türkei)
  • Partnerländer der Internationalen Zusammenarbeit (ICPC-Staaten)
  • Drittstaaten (USA, Kanada etc.) erhalten in der Regel keine Förderung!

Zusammensetzung des Konsortiums

  • Mind. drei unabhängige Rechtspersonen aus drei verschiedenen EU-Mitgliedstaaten (Drittstaaten zählen nicht als Mindestpartner)
  • Evtl. Ausnahmen und Besonderheiten sind in den jeweiligen Arbeitsprogrammen festgelegt

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4. Wie wird gefördert? - Finanzierungsmodelle

Für die Gesamtlaufzeit des 7. FRP steht für dieses Thema insgesamt
4,16 Mrd. € zur Verfügung.

Je nach Projekttyp, Teilnehmer und Aktivität sind folgende Quoten zu unterscheiden (gilt nicht für KMU-spezifische Projekte!):

Forschung & Technologieentwicklung:
75% für Universitäten/ HAWs, Forschungseinrichtungen & KMU
50% für alle anderen Rechtspersonen

Demonstrationsaktivitäten:
50% für alle Rechtspersonen

Koordination, Auditkosten und sonstige Aktivitäten:
100% für alle Rechtspersonen

Coordination/ Support Actions:
100% für alle Rechtspersonen

Förderwürdige Kosten:
Personal, Reisen, Material, Infrastruktur, sonstige Kosten, externe Dienstleistungen, Gemeinkosten etc.

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5. Wo werde ich beraten?

DLR PT-LF
Nationale Kontaktstelle „Transport“ (einschl. Luftfahrt)
Königswinterer Straße 522-524
53227 Bonn

Peter Bentzinger (Programmkoordination - Luftfahrt und Luftverkehr)
DLR, PT-LF
Tel.: +49 0228 447-672
Fax: +49 0228 447-710
E-Mail:
Internet: http://www.dlr.de/pt-lf

David Doerr (Programmkoordination - Land- und Schiffsverkehr)
TÜV Rheinland Consulting GmbH
Am Grauen Stein
51105 Köln
Tel.: +49 221 806-4156
Fax : +49 221 806-3496
E-Mail:
Internet: http://www.tuvpt.de/

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6. Wo finde ich bayerische Ansprechpartner?

Bayerische Forschungsallianz GmbH
Prinzregentenstraße 52
D-80538 München

Dr. rer. nat. Panteleïmon Panagiotou
Fachreferatsleiter Bereich Naturwissenschaften, IKT und Luftfahrt
Telefon: +49 89 9901888-130
E-Mail:
Internet: http://www.bayfor.de

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7. Wo bekomme ich weitere Informationen?

Deutsches Portal zum Thema „Transport“:
http://www.forschungsrahmenprogramm.de/transport.htm

CORDIS:
http://cordis.europa.eu/fp7/dc/index.cfm?fuseaction=UserSite.
CooperationCallsPage&id_activity=7

KoWi - Koordinierungsstelle EG der Wissenschaftsorganisationen:
http://www.kowi.de

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