9. Weltraum

  1. Einleitung
  2. Was wird gefördert?
  3. Wer wird gefördert?
  4. Wie wird gefördert?
  5. Wo werde ich beraten?
  6. Wo finde ich bayerische Ansprechpartner?
  7. Wo bekomme ich weitere Informationen?

1. Einleitung

Das Förderprogramm „Weltraum“ im spezifischen Programm „Zusammenarbeit“ des 7. FRP strebt primär die Verwirklichung einer gesamteuropäischen Weltraumpolitik an und leistet zudem einen substanziellen Beitrag zu dem daraus abgeleiteten Europäischen Weltraumprogramm.

Die Europäische Kommission konzentriert ihre Bemühungen dabei vorwiegend auf die Entwicklung von Anwendungen, insbesondere für GALILEO und GMES*. Diese Aktivitäten werden flankiert und ergänzt durch einzelne Programme der Mitgliedstaaten und anderer maßgeblich beteiligter Partner einschließlich der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). Die ESA ist darüber hinaus auch in die Gestaltung und Umsetzung der Arbeitsprogramme im Themenbereich „Weltraum“ eingebunden.

* GMES: Global Monitoring for Environment and Security (Weltweite Umwelt- und Sicherheitsüberwachung)

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2. Was wird gefördert?

Raumfahrtthemen werden im 7. FRP vorwiegend, aber nicht ausschließlich im Thema „Weltraum“ gefördert. Auch in den Themenbereichen 3 „Informations- und Kommunikationstechnologien“, 6 „Umwelt“ und vor allem 7 „Verkehr“ (insbesondere GALILEO), finden sich hierzu relevante Topics und Ausschreibungen, darüber hinaus aber auch in anderen EU-Programmen wie dem „Wettbewerbs- und Innovationsprogramm“ (CIP; http://ec.europa.eu/cip/index_en.htm).

Den Schwerpunkt der Förderung im Bereich „Weltraum“ bildet die Erdbeobachtung mit GMES. Hinzu kommen insbesondere Maßnahmen in Abstimmung und Koordination mit der ESA oder anderen wissenschaftlichen Einrichtungen.


Themengebiete:

Weltraumbasierte Anwendungen im Dienste der Europäischen Gemeinschaft mit GMES als zentralem Element

  • (Prä-) Operationelle Validierung von GMES Diensten und Produkten: Integration und Harmonisierung von Beobachtungsdaten von Satelliten mit Daten von boden-, schiff- und flugzeuggestützten Instrumenten, beginnend mit den 3 Pilotdiensten „Fast Track Services“ (FTS: Projekte in Verbindung damit haben besondere Priorität bei der Förderung):
    1. Landbeobachtung (land monitoring)
    2. Überwachung der Ozeane (marine services)
    3. Krisenbewältigung (emergency response)
  • Integration von Satellitenkommunikations- und -navigationslösungen mit weltraumbasierten und erdgestützten Beobachtungssystemen z.B. zur Prävention und zum Management von Katastrophen
  • Förderung der koordinierten Bereitstellung von Beobachtungsdaten sowohl von weltraumbasierter Infrastruktur als auch von erdgestützten Beobachtungssystemen (Messungen am Boden, von Schiffen und aus der Luft)
  • Entwicklung von Erdbeobachtungssatelliten zur Überwachung von Umwelt und Sicherheit (in Ergänzung zu erdgestützten Systemen)

F&E Unterstützung für die Grundlagenforschung in den Weltraumwissenschaften:

Exploration, Raumtransport und Weltraumtechnologien durch Synergien mit Initiativen der ESA oder anderer europäischer oder nationaler Einrichtungen (flankierende Maßnahmen zu vergangenen, aktuellen oder geplanten Missionen der ESA oder anderen in Europa laufenden Programmen)

  • Unterstützung von Forschungsaktivitäten im Bereich der Weltraumwissenschaften und Exploration
  • Neue Konzepte in den Bereichen Raumtransport, Weltraumtechnologien und kritische Bauteile
  • Forschung zur Verringerung der Schadensanfälligkeit von Weltrauminfrastruktur und –diensten

Zusätzlich sollen hier auch speziell Themen für KMU-relevante Forschung oder zur verstärkten internationalen Kooperation angesprochen und ausgeschrieben werden.

Raumfahrtanwendungen im Themenbereich 7 „Verkehr“: Unterstützungsmaßnahmen für das Europäische Globale Satelliten-Navigationssystem (GALILEO) – EGNOS

  • Ausschöpfung des gesamten Potenzials: Anwendungen für den Massenmarkt, professionelle und wissenschaftliche Anwendungen, „Safety-of-life“-, Zeitgebungs- und Synchronisationsanwendungen, Anwendungen für die öffentliche Hand, neue und innovative Anwendungen und Dienste, Anwendungen für Such- und Rettungsleistungen, Regulated Applications
  • Bereitstellung der Instrumente und Schaffung der geeigneten Rahmenbedingungen: Zertifizierung und Standardisierung
  • Anpassung der Empfänger an die Anforderungen und Modernisierung wichtiger Technologien: anwendungsspezifische Nutzerterminals, lokale Elemente
  • Förderung des Infrastrukturaufbaus: Nutzerbedarf und Missions-Entwicklung, Entwicklung von Raum- und Bodensegmenten, internationale Kooperation und „Awareness“

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3. Wer wird gefördert? - Beteiligungsregeln

Teilnahmeberechtigte Rechtspersonen

  • Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW; ehemals „Fachhochschulen“)
  • Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen
  • Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU)
  • Unternehmen mit Innovationsbestreben (aus Industrie, Gewerbe, etc.)
  • Öffentliche Einrichtungen wie Behörden
  • Beratungseinrichtungen etc.

Teilnahmeberechtigte Staaten

  • EU-27
  • Assoziierte Staaten (Island, Israel, Kroatien, Liechtenstein, Mazedonien, Norwegen, Schweiz, Türkei)
  • Partnerländer der Internationalen Zusammenarbeit (ICPC-Staaten)
  • Drittstaaten (USA, Kanada etc.) erhalten in der Regel keine Förderung!

Zusammensetzung des Konsortiums

  • Mind. drei unabhängige Rechtspersonen aus drei verschiedenen EU-Mitgliedstaaten (Drittstaaten zählen nicht als Mindestpartner)
  • Evtl. Ausnahmen und Besonderheiten sind in den jeweiligen Arbeitsprogrammen festgelegt

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4. Wie wird gefördert? - Finanzierungsmodelle

Vom Gesamtvolumen des spezifischen Programms „Zusammenarbeit“ ist ein Budget von etwa 1,4 Mrd. € für den Themenbereich 9 „Weltraum“ vorgesehen.

ACHTUNG! Im Thema „Weltraum“ wird es während der Gesamtlaufzeit des 7. FRP nur alle zwei Jahre eine Ausschreibung geben. Darüber hinaus werden bestimmte Aktivitäten nicht Bestandteil eines Aufrufs sein wie z.B. die koordinierte Bereitstellung von raumgestützten Beobachtungsdaten für GMES oder die Entwicklung der GMES-Rauminfrastruktur.

Je nach Projekttyp, Teilnehmer und Aktivität sind folgende Quoten zu unterscheiden (gilt nicht für KMU-spezifische Projekte!):

Forschung & Technologieentwicklung:
75% für Universitäten/ HAWs, Forschungseinrichtungen & KMU
50% für alle anderen Rechtspersonen

Demonstrationsaktivitäten:
50% für alle Rechtspersonen

Koordination, Auditkosten und sonstige Aktivitäten:
100% für alle Rechtspersonen

Coordination/ Support Actions:
100% für alle Rechtspersonen

Förderwürdige Kosten:
Personal, Reisen, Material, Infrastruktur, sonstige Kosten, externe Dienstleistungen, Gemeinkosten etc.

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5. Wo werde ich beraten?

DLR, RD-ZE
Königswinterer Str. 522-524
D-53227 Bonn
Internet: http://www.dlr.de/rd/NKS-Raumfahrt/

Dr. Claudia Lindberg
Tel.: +49 228 447-380
Fax: +49 228 447-712
E-Mail:

Dr. Jessica Leygraaf
Tel.: +49 228 447-302
Fax: +49 228 447-712
E-Mail:

Dr. Adrian Klein
Tel.: +49 228 447-213
Fax: +49 228 447-712
E-Mail:

Marc Jochemich
Tel.: +49 228 447-512
Fax: +49 228 447-712
E-Mail:

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6. Wo finde ich bayerische Ansprechpartner?

Bayerische Forschungsallianz GmbH
Prinzregentenstraße 52
D-80538 München

Dr. rer. nat. Panteleïmon Panagiotou
Fachreferatsleiter Bereich Naturwissenschaften, IKT und Luftfahrt
Telefon: +49 89 9901888-130
E-Mail:
Internet: http://www.bayfor.org

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7. Wo bekomme ich weitere Informationen?

Deutsches Portal zum Thema „Weltraum“:
http://www.forschungsrahmenprogramm.de/weltraum.htm

CORDIS:
http://cordis.europa.eu/fp7/cooperation/space_en.html

Nationale Kontaktstelle:
http://www.dlr.de/rd/nks-raumfahrt

KoWi - Koordinierungsstelle EG der Wissenschaftsorganisationen:
http://www.kowi.de

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