Was ist ein Forschungsverbund

Ein Forschungsverbund ist ein Netzwerk von Wissenschaftlern verschiedenster Fachrichtungen, die gemeinsam an einer komplexen Fragestellung arbeiten.

Bayerische Forschungsverbünde sind in Projekten organisiert, bestehen meist 3 oder 6 Jahre und schließen mehrere Standorte (in Bayern) ein. Ein Forschungsverbund wird aus aktuellem Anlass gegründet, beispielsweise die BSE-Krise, durch Beratungsbedarf in Wirtschaft, Gesellschaft oder Politik (zum Beispiel Klimawandel oder zunehmende Alterung der deutschen Gesellschaft) oder als direkte Investition in die Zukunft zur Sicherung des Forschungs- und Wirtschaftsstandorts Bayern.

Mit im Boot sind deshalb auch Partner aus der Wirtschaft, die mitarbeiten, nicht nur finanzieren. Das Private-Public-Partnership sichert die zügige Umsetzung der wissenschaftlichen Ergebnisse. Öffentliche Fördermittelgeber sind die Bayerische Forschungsstiftung und die bayerischen Ministerien, insbesondere das Bayerische Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst.

1993 haben sich die Bayerischen Forschungsverbünde in der Arbeitsgemeinschaft der Forschungsverbünde, abayfor, zusammengeschlossen, die als Dachorganisation die Interessen der Forschungsverbünde vertrat. Im Zuge der Gründung der BayFOR und deren Aufnahme in die Bayerische Forschungs- und Innovationsagentur haben die Forschungsverbünde ihre eigenständige Dachorganisation aufgegeben und sind nun Partner der Bayerischen Forschungsallianz. Diese hat sich die Aufgabe gemacht, die Bayerischen Forschungsverbünde weiterhin intern zu vernetzen und für die Öffentlichkeit sichtbar zu machen.

Um die langjährige Erfahrung in der Netzwerkorganisation und im Netzwerkmanagement auch anderen Verbünden zur Verfügung zu stellen, haben die Bayerischen Forschungsverbünde Anfang 2011 die Initiative für den „Arbeitskreis Verbundforschung“ ergriffen, der nun auch für europäische und nationale Forschungsverbünde unter bayerischer Koordination offen steht. Die Ziele dieses Arbeitskreises sind:

  • Vernetzung der in Bayern vorhandenen Kompetenzen in der Verbundforschung, um bayerische Wissenschaftler im Wettbewerb um nationale und europäische Fördermittel zu stärken
  • Generierung neuer Forschungsideen an den Schnittstellen der Disziplinen


Dieser Arbeitskreis fungiert ohne Rechtsform und zeichnet sich durch eine flache Hierarchie aus. Die Professoren Torsten M. Kühlmann von der Universität Bayreuth und Michael Schmidt von der FAU Erlangen-Nürnberg sind die derzeitigen Repräsentanten dieses Arbeitskreises.
 

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