Fluch und Segen der Finanz- und Rohstoffmärkte Fehlallokationen und gesteigerte gesellschaftliche Unsicherheit durch die Eigendynamik hochkomplexer Märkte: Verantwortliche Strukturen und Strategien zur Resilienz-Steigerung

Universität Augsburg, Institut für Materials Resource Management (MRM)


Hypothesen des Teilprojekts:

  • Märkte - insbesondere die Finanz- und Rohstoffmärkte -  beeinflussen fast alle Aspekte unserer Gesellschaft und zeigen dabei eine erstaunliche Resilienz, die oft auf Kosten anderer Strukturen geht. Lässt sich dieses Verhältnis umdrehen?
  •  Die Strukturen und Wirkungsweisen von Märkten und deren Interaktionen mit der Gesellschaft müssen besser verstanden werden, um sie im Einklang mit gesellschaftlichen Zielen steuern zu können und nicht umgekehrt von ihnen gesteuert zu werden.
  • Märkte und Spekulation sind nicht von sich aus gut oder böse, sondern ein Produkt der Gesellschaft, das von Politik und Gesellschaft gesteuert werden muss (und kann), um einen positiven Beitrag zur Gestaltung des Wandels zu leisten.
  • Mit Hilfe der Finanzwissenschaften lassen sich viele der dafür relevanten Strukturen, Mechanismen und Interaktionen methodisch klären. So können Zusammenhänge entdeckt und quantifiziert werden. Die Ergebnisse können den Akteuren aus Wirtschaft und Politik vermittelt und in Handlungsorientierung umgesetzt werden.
  • Durch die quantitative und strukturierte Allokation knapper Güter kön-nen Märkte bei richtiger Steuerung ein Wegbereiter der Gestaltung des Wandels weltweit vernetzter Gesellschaften werden und so wesentlich zur Steigerung ihrer Resilienz beitrage

Fragestellungen:

  • Welche Forderungen stellt die Gesellschaft an Märkte?
  • Welches Ziel sollen Märkte verfolgen?
  • Wie funktionieren Märkte?
  •  Wie gut erfüllen sie (wessen) Ziele?
  • Wie interagieren sie mit der Gesellschaft?
  • Welche Rolle spielt Spekulation?
  • Ermitteln Märkte einen „gerechten“ Preis?
  • Gibt es allgemeine gesellschaftliche Entwicklungstrends, die durch Märkte gefördert bzw. gehemmt werden?
  • Liefern Börsenmärkte oder direkter Handel günstigere Preise?
  • Was beeinflusst den Preis und dessen Entwicklung, insbesondere bei Finanzprodukten und Rohstoffen?
  • (Wie) beeinflussen Termingeschäfte („Futures“) den „eigentlichen“ Preis von Rohstoffen?
  • Wie könnte die Gesellschaft Märkte gestalten, statt von ihnen gestaltet zu werden?

Erwartete Ergebnisse:

  • Ein Anforderungskatalog für Märkte, deren gesellschaftliche Aufgabe und den Grad der Erfüllung dieser Auf¬gaben
  • Detaillierte Markt-Factsheets für einzelne Märkte, insbesondere Finanz- und Rohstoffmärkte
  •  Maßnahmenvorschläge, wie die gesellschaftliche Steuerung von Märkten gezielt verbessert werden kann
  • Ein ganzheitliches, gleichermaßen qualitatives und quantitatives Schema zur Bewertung von Märkten und ihrer gesellschaftlichen Rolle
  • Konkrete Tipps für Entscheidungsträger, wie sie mit unterschiedlichen Märkten umgehen sollen
  • Antworten, wie Märkte zum Wegbereiter des positiven gesellschaftlichen Wandels werden können, statt durch ihre Eigendynamik die Freiheitsgrade der Gesellschaft zu reduzieren








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Gründungsdatum:
06.2013

Ende:
12.2017