2.IV.5 Datenbank zur Minderheitenproblematik: "Ethnodoc"

Arbeitsfeld:
2.IV Ethnischer Pluralismus und nationale Identitätspolitik im europäischen Kontext



Minderheitenfragen und die damit verbundene Konfliktkonstellationen und Präventionsmaßnahmen sind als Problemfeld wie auch als stimulierender Faktor für die europäischen Integrationsbemühungen der betreffenden und hier bearbeiteten Länder politisch wie auch gesellschaftlich-wirtschaftlich von großer Bedeutung. Eine inhaltlich relevante Datenbank wie „Ethnodoc“ kann als modernes Informationsmedium wesentlich dazu beitragen, die Integrationsbemühungen sowohl von westlicher wie östlicher Seite wirkungsvoll zu unterstützen. Ziel des Projekts ist die Ausarbeitung einer systematisierten und thematisch breit gestreuten Wissensbasis zur Minderheitenproblematik Südosteuropas. Mit der Sammlung von "facts and figures" zu den mehr als 160 in einer Minderheitenposition befindlichen ethnisch, sprachlich oder religiös definierten Gruppen lässt sich die jeweilige (Konflikt-)Lage einzelner Minderheiten verdeutlichen. Die erste Phase des Projekts vom Juli 2001 bis März 2003 hat dazu ausgereicht, die überaus umfangreichen Wissensbestände zu sammeln, zu ordnen, zu kategorisieren und in Teildatenbanken bzw. Textsammlungen einzubringen. Die zweite Phase (2003-2005) soll dazu dienen, die noch elektronisch unbearbeiteten Texte (insbesondere Quellensammlung und Statistik) zu digitalisieren, Verzeichnisse der Dateien und Datensätze anzulegen, alle Dateien und Datensätze in ein Gesamtsystem zu integrieren, dieses mit entsprechenden Links und Querverbindungen auszustatten und schließlich zu diesem Zweck vorhandene Vernetzungsmöglichkeiten innerhalb und außerhalb von forost gewinnbringend, auch durch Fremdübernahme von Texten und Dateien zu nutzen. Das auf diesem Wege entstandene Produkt soll als virtuelle Fachbibliothek der Minderheitenforschung über den Osteuropa-Server der Staatsbibliothek München öffentlich zugänglich gemacht werden. Es geht daher in dieser Phase darum, die Feinarbeit der Digitalisierung und elektronischen Vernetzung so weit voranzutreiben, dass auch eine Kommerzialisierung des Produkts „Ethnodoc“ als erwerbbare Datenbank in Form einer CD-ROM möglich wird. Die projektierte, in ihrer Art einzigartige Datenbank (mit Literatur- und Textdokumentation, lexikalischem, statistischem und kartographischem Teil) macht das Forschungsprojekt zu einem unentbehrlichen Instrument der Informationsbeschaffung für Wissenschaft, Politik und Wirtschaft. Darüber hinaus kann das Projekt sich auch zum virtuellen Forum und neuem Zentrum der Minderhei-tenforschung entwickeln. Untersuchte Länder: Albanien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Griechenland, Italien, Jugoslawien bis 1991, Bundes-republik Jugoslawien 1991-2002, Kosovo, Kroatien, Österreich, Makedonien, Moldau, Montenegro, Rumänien, Serbien, Serbien-Montenegro, Slowakei, Slowenien, (Karpaten-) Ukraine, Ungarn







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Status:
laufend


Projektleitung:
Dr. Gerhard Seewann


Wissenschaftler:
M.A. Boris Neusius

Gründungsdatum:
03.2001

Ende:
05.2008