2.I.6 Europametaphorik

Arbeitsfeld:
2.I Wirtschaftliche, rechtliche und sprachliche Faktoren und Bedingungen der europäischen Integration



Texte über Europa sind in Ost und West häufig unterschiedlich angelegt: Umschreibungen und Beschreibungen für Europa sind oft durch eine ost- bzw. westspezifische Metaphorik gekennzeichnet. Diese soll im Rahmen des Projektes für den russischen, jugoslawischen und kroatischen Raum untersucht werden, wobei einerseits ein innerslavischer Vergleich, andererseits ein Vergleich Ost / West angestrebt ist. Bei der Entwicklung spezifischer Europametaphern oder anderer Tropen zu Europa kommt es nicht selten zum Aufruf von Mythen. Durch diesen mythischen Rekurs werden u.a. Europabilder oder bestimmte Formen der Eigenwahrnehmung in Kontrast zu Europa generiert, die mitunter eine starke Suggestivkraft aufweisen, ideologisch aufgeladen sind. Im Rahmen des Projekts wird untersucht, welche Denotationen und Konnotationen der Europametaphorik eigen sind und wie sie sich konkret herleiten, wobei dem Mythos, so die Annahme, eine zentrale Bedeutung zukommt. Im Zentrum der Untersuchung für den russischen, bzw. ehemals sowjetischen Raum steht die seit den 80er Jahren bis heute geführte kulturologische Russland-Debatte, die vordergründig über den Essay stattfindet. Andere Gattungen, wie Reisebericht und Erzählliteratur sollen ergänzend einbezogen werden. Es soll gezeigt werden, welche Kontinuitäten (Mythen, Topoi, Themen, historische Schlüsselereignisse etc.) diese Debatte prägen, und in welcher Art und Weise historische- und religionsphilosophische Diskurse in der Diskussion um Russlands Platz in Europa reaktiviert werden.







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Status:
laufend


Projektleitung:
Prof. Dr. Walter Koschmal


Wissenschaftler:
M.A. Franziska Havemann

Gründungsdatum:
03.2001

Ende:
05.2008