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25.09.2012

Bayerische Forschungsallianz auf den Münchner Wissenschaftstagen 2012

Pressefotos Wissenschaftstage 2012

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Bewässerungsfeldbau auf dem Versuchsgut San Michele; Sardinien (AGRIS)

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Von Umweltschutz bis Energieinnovationen: Die Bayerische Forschungsallianz präsentiert aktuelle Projekte, die Nachhaltigkeit durch Forschung schaffen. Am 20. Oktober, 12 bis 18 Uhr, und vom 21. bis 23. Oktober, 10 bis 18 Uhr, Marktstände der Wissenschaft in der Alten Kongresshalle auf der Theresienhöhe.

München – Auf den 12. Münchner Wissenschaftstagen, die sich dieses Jahr mit „Nachhaltigkeit“ beschäftigen, stellt die Bayerische Forschungsallianz (BayFOR) europäische Forschungsprojekte und Bayerische Forschungsverbünde mit Themen vor, die von Klimawandel und Umweltschutz über organische Photovoltaik und Energieeffizienz bis hin zur Grünen Gentechnik reichen. Am Beispiel der EU-Projekte zeigt die BayFOR, welche Fördermöglichkeiten es für Forschungsprojekte auf europäischer Ebene gibt, die einen Fokus auf nachhaltige Entwicklung legen.

Aufgrund des Klimawandels erwartet das EU-Forschungsprojekt CLIMB (Climate Induced Changes on the Hydrology of Mediterranean Basins - www.bayfor.org/climb) im Mittelmeerraum für die Mitte des 21. Jahrhunderts bei insgesamt reduziertem Niederschlag eine sehr wahrscheinliche Temperaturzunahme von 1,9 bis 2,8 Grad Celsius. Um den Folgen der Klimaänderung entgegenzutreten, schaffen die Wissenschaftler um Koordinator Prof. Dr. Ralf Ludwig von der Ludwig-Maximilians-Universität beispielsweise Maßnahmen für den nachhaltigen Umgang mit Wasser in der Bevölkerung, Industrie, Landwirtschaft und im Tourismus. So möchten sie auch Konflikte um die notwendige Lebensressource in den Mittelmeerländern vermeiden. Das ebenfalls von der EU geförderte Projekt LARGECELLS (Large-area Organic and Hybrid Solar Cells - www.bayfor.org/largecells-projekt) unter der Leitung von Prof. Dr. Mukundan Thelakkat von der Universität Bayreuth hat sich zum Ziel gesetzt, organische Photovoltaikzellen mit einer besseren Energieausbeute als bislang möglich zu entwickeln. Diese haben unter anderem den Vorteil, dass sie günstiger in der Herstellung sind als konventionelle Photovoltaikzellen und flexibel einsetzbar. So sind sie beispielsweise geeignet für Textilien und andere unebene Flächen sowie für Leichtbau-Industriedächer. Sie könnten die Lösung für eine dezentrale Energieversorgung sein, auch in Ländern der sogenannten Dritten Welt, die sich teure Alternativen nicht leisten können. Das europäische Wissenstransfer-Projekt WE-EEN (Wizard of the Environment: the Enterprise Europe Network - www.bayfor.org/we-een_projekt) wird KMU aus der Abfallwirtschaftsbranche den Weg zu aktuellen Informationen und günstigen Beratungsmöglichkeiten über umweltfreundliche Management-Strategien erleichtern. Darüber hinaus will WE-EEN aufzeigen, wie KMU mithilfe einer guten Ökobilanz und einer verbesserten Energie- und Ressourceneffizienz nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, sondern auch ihre Kosten deutlich reduzieren und somit ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern können.
 
EU-Förderung für zukunftsweisende Forschungsprojekte
Anhand der drei EU-Forschungsprojekte CLIMB, LARGECELLS und WE-EEN zeigt die BayFOR auf den Münchner Wissenschaftstagen, wie Wissenschaftler und forschende Unternehmen an europäische Fördermittel gelangen können. Die Europäische Union unterstützt von 2007 bis 2013 mit dem 7. Forschungsrahmenprogramm (FP7) Forschungs- und Entwicklungsprojekte mit insgesamt 53,3 Milliarden Euro. Dabei ist es der EU-Kommission besonders wichtig, dass diese Projekte Lösungen für gesellschaftsrelevante Probleme zur Verfügung stellen. „Themen von Forschungsprojekten, die die Nachhaltigkeit im Blick haben, haben sehr gute Chancen gefördert zu werden. Auch im zukünftigen Rahmenprogramm für Forschung und Innovation ‚Horizon 2020‘ wird das verstärkt von Interesse sein. Das zeigt sich durch die zunehmende Bedeutung der ‚Grand Challenges‘ in den Ausschreibungen, also der großen Herausforderungen, vor denen unsere Gesellschaft steht“, betont Martin Reichel, Geschäftsführer der BayFOR. Die BayFOR unterstützt bayerische Wissenschaftler bei der Partnersuche für internationale Forschungsvorhaben, der Antragstellung und der Projektabwicklung.

Bayerische Forschung für die Nachhaltigkeit
Neben den drei EU-Projekten sind auch zwei Bayerische Forschungsverbünde auf den diesjährigen Münchner Wissenschaftstagen vertreten. FORPLANTA (www.forplanta.de) untersucht anhand der Modellpflanze Ackerschmalwand die Anpassungsfähigkeit von Pflanzen an multiple Stresssituationen wie Trockenheit, Hitze und Krankheiten, die durch die Auswirkungen des Klimawandels noch verstärkt werden. Mit modernen Verfahren der molekularen Genomforschung untersuchen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler neue Mechanismen, wie sich Pflanzen gegen derartigen kombiniert auftretenden Stress schützen. Gleichzeitig analysieren je ein geistes- und ein sozialwissenschaftliches Projekt die gesellschaftliche Bewertung der Grünen Gentechnik. FORGLAS (www.bayfor.org/forglas) entwickelt neue glasbasierte Multifunktionswerkstoffe. Glas hat ein besonderes Potenzial, Sonnenlicht als Energiequelle direkt zu nutzen. Deshalb hat sich der Bayerische Forschungsverbund zum Ziel gesetzt, Glas für energieeffiziente Gebäudetechnologien einzusetzen. In Zukunft sollen Gebäude Energie erzeugen, anstatt sie nur zu verbrauchen. Die neuen Stoffe sollen außerdem nicht nur in Neubauten zum Einsatz kommen, sondern auch dabei helfen, ältere Gebäude von Energieschleudern in Energiesparer zu verwandeln.

Zur Bayerischen Forschungsallianz GmbH (BayFOR)
Die Bayerische Forschungsallianz GmbH berät und unterstützt bayerische Akteure aus Wissenschaft und Wirtschaft umfassend bei der Einwerbung von europäischen Forschungsgeldern mit dem Ziel, den Wissenschafts- und Innovationsstandort Bayern im Forschungsraum Europa fortzuentwickeln. Der Schwerpunkt liegt dabei auf dem 7. Forschungsrahmenprogramm der EU und dem künftigen Rahmenprogramm für Forschung und Innovation „Horizon 2020“. Als Partner im Enterprise Europe Network (EEN) bietet die BayFOR zudem gezielte Beratung und Unterstützung für bayerische Unternehmen – insbesondere KMU – an, die sich für eine Teilnahme an EU-Forschungsprojekten interessieren. Des Weiteren koordiniert die BayFOR die gemeinsamen Aktivitäten der Bayerischen Forschungsverbünde und unterstützt ihre Vernetzung auf europäischer Ebene. Die BayFOR beheimatet außerdem die Wissenschaftliche Koordinierungsstelle Bayern-Québec/Alberta/International der Bayerischen Staatsregierung, die den Aufbau gemeinsamer Forschungsprojekte mit Wissenschaftlern aus diesen Regionen gezielt unterstützt. Die BayFOR ist eine Partner-Organisation im bayerischen Haus der Forschung (www.hausderforschung.bayern.de). Weitere Informationen finden Sie unter: www.bayfor.org

(Belegexemplar bei Verwendung erbeten: Bayerische Forschungsallianz, Prinzregentenstr. 52, 80538 München)
 
Kontakt bei der BayFOR:
M.A. Christine Huber
Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: +49 (0)89-9901-888-113
E-Mail:


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