Pressemitteilungen

19.04.2011

Gemeinsame Initiative für Umweltforschung in Bayern

Neue Trainingsworkshops 2011 vermitteln Expertenwissen zu Fördermöglichkeiten von Land, Bund und EU

München - In Zusammenarbeit mit zwölf namhaften Partnern startet die Bayerische Forschungsallianz (BayFOR) im April 2011 eine neue Reihe von Trainingsworkshops für das erfolgreiche Einwerben von Fördergeldern für Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Umweltbereich. Das Programmangebot erstreckt sich über das ganze Jahr und umfasst insgesamt 17 Workshops, die sowohl in Nord- als auch Südbayern stattfinden. Interessierte Teilnehmer aus Wissenschaft, Industrie und Behörden in Bayern erfahren aus erster Hand die inhaltlichen und formalen Kriterien einer Antragsverfassung in den jeweiligen Programmen. Mit diesem praxisnahen, fachspezifischen Wissensvorsprung erhöhen sie ihre Förderchancen erheblich. Die Workshops dienen zudem als Vernetzungsplattform: Oft können Teilnehmer durch den intensiven Austausch mit Akteuren aus unterschiedlichen Fachbereichen ungeahnte Möglichkeiten der interdisziplinären Zusammenarbeit in umweltrelevanten Forschungsprojekten erschließen. Die Website www.bayfor.org/umweltworkshops2011 zeigt eine Übersicht der Veranstaltungen inklusive der unterschiedlichen Anmeldeverfahren.

Expertenwissen aus erster Hand
Zu den bayerischen Institutionen, die sich an dieser Initiative beteiligen, zählen das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit, die vier Partner-Organisationen im  Haus der Forschung (BayFOR, Bayern Innovativ, ITZB und Bayerische Forschungsstiftung), die Industrie- und Handelskammern aus München und Nürnberg sowie der UmweltCluster und die VDI/VDE/IT. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und die Förderberatung "Forschung und Innovation" des Bundes informieren über nationale Förderinstrumente. Weitere teilnehmende Partner sind die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) und das Enterprise Europe Network (EEN) als europaweites Beratungs-Netzwerk für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). 

BayFOR-Workshops: Wichtige Änderungen im 7. Forschungsrahmen-programm für 2012 im Fokus
In ihren Workshops thematisiert die BayFOR die Neuausrichtung des Arbeitsprogramms „Umwelt“ im Rahmen des 7. Forschungsrahmenprogrammes (7. FRP) für das Jahr 2012. Die EU erhöht kontinuierlich das Budget für den Umweltbereich, sodass mehr Projekte gefördert werden können. Eine wesentliche Neuerung: Die Europäische Kommission setzt nun auch für den Umweltbereich des Programms „Zusammenarbeit“ immer mehr ein zweistufiges, effizienteres Antragsverfahren ein. Erst nach der positiven Begutachtung einer kurzen Projektskizze ist das Einreichen eines Vollantrags möglich.

Die BayFOR geht detailliert auf die neuesten Voraussetzungen ein, die ein Projekt für eine mögliche EU-Förderung erfüllen muss. Dazu zählen fünf Schlüsselthemen: Umgang mit dem Klimawandel, nachhaltige Bewirtschaftung und Nutzung von Festland und Ozeanen, effizientere Ressourcennutzung, Schutz der Bevölkerung vor Umweltrisiken sowie die Verbreitung des Umweltbewusstseins in Politik, Industrie und Gesellschaft. Ziel der europäischen Forschungsprojekte müssen konkrete, anwendbare Lösungen sein, die den Bürgerinnen und Bürgern der EU einen klar erkennbaren Nutzen bringen – in Form von neuen Produkten und Dienstleistungen oder von Verbesserungen der Lebensbedingungen.

In ihren Veranstaltungen stellt die BayFOR zwei neue EU-Förderinstrumente aus den 7. FRP-Programmen „Menschen“ und „Kapazitäten“ vor, die sie ab sofort bedient: „Industry-Academia Partnerships and Pathways“ (IAPP, Programm „Menschen“) und „Forschung zugunsten von KMU“ (Programm „Kapazitäten“). Ziele sind die Optimierung der projektbezogenen Kooperation von unternehmerischer und akademischer Forschung sowie die Stärkung der Innovationskraft von KMU. Beide Instrumente verfolgen den „Bottom Up“-Ansatz: Akteure können eigene Projektthemen vorschlagen und sind nicht gezwungen, ihr Projekt an vorgegebene Themen anzupassen.

Weitere Informationen zu der Veranstaltungsreihe
Weitere Informationen zu der Veranstaltungsreihe, den beteiligten Institutionen und ihren Programmen sind im Internet verfügbar: www.bayfor.org/umweltworkshops2011. Wenn nicht anders vermerkt, ist die Teilnahme kostenlos. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, ist eine verbindliche Anmeldung erforderlich. 

Über das 7. Forschungsrahmenprogramm der EU (7. FRP)
Mit dem 7. FRP hat die Europäische Kommission das weltweit größte Investitionsprogramm für Forschung und Entwicklung geschaffen: Sie stellt von 2007 bis 2013 über 53 Mrd. Euro an Fördermitteln zur Verfügung, davon ca. 2 Milliarden EUR für den Bereich „Umwelt“. Einen Schwerpunkt bildet hierbei das Fördern der Umweltforschung und Umwelttechnologien mit Förderfeldern wie Klimawandel, Umweltverschmutzung, nachhaltiges Ressourcenmanagement sowie Werkzeuge für die Erdbeobachtung. Neben Hochschulen und Forschungseinrichtungen sollen sich KMU verstärkt an den europäischen Forschungsprojekten beteiligen.

Über die Bayerische Forschungsallianz GmbH (BayFOR)
Die Bayerische Forschungsallianz (BayFOR) ist eine gemeinnützige GmbH. Sie berät und unterstützt Wissenschaftler aus bayerischen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften im Wettbewerb um regionale, nationale und europäische Forschungsgelder, insbesondere im Hinblick auf das 7. Forschungsrahmenprogramm der EU. Neben dem Kernbereich der EU-Forschungsförderung ist die BayFOR in zwei weiteren Bereichen aktiv: Sie koordiniert die gemeinsamen Aktivitäten der Bayerischen Forschungsverbünde und fördert deren Vernetzung auf europäischer Ebene. Die BayFOR beheimatet außerdem die Wissenschaftliche Koordinierungsstelle Bayern-Québec/Alberta/ International der Bayerischen Staatsregierung, die den Aufbau gemeinsamer Forschungsprojekte mit Wissenschaftlern aus diesen Regionen gezielt unterstützt. Die BayFOR ist eine Partner-Organisation im bayerischen Haus der Forschung (www.hausderforschung.de). Weitere Informationen finden Sie unter: www.bayfor.org.

Kontakt bei der BayFOR:
Emmanuelle Rouard
Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel: +49 (0)89-9901-888-111
Email:  

Dr. Thomas Ammerl
Leiter Fachreferat Umwelt + Energie
Tel: +49 (0)89-9901888–120
Email:



 


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