Pressemitteilungen

02.06.2008

IT-Lösungen für hochflexible Geschäftsprozesse

Am 02. Juni 2008 startete offiziell der neue Bayerische Forschungsverbund „Dienstorientierte IT-Systeme für hochflexible Geschäftsprozesse.“, kurz ForFLEX. Mit rund 1,1 Mio. Euro finanziert das Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst den neu gegründeten Verbund für drei Jahre. Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachrichtungen entwickeln hierbei neue Softwaretechnologien, um die Geschäftsprozesse in Unternehmen flexibler und damit wirtschaftlicher zu gestalten.

Unterstützung für ihre Forschung erhalten die Wirtschaftsinformatiker und Systementwickler aus den Universitäten Bamberg, Regensburg und Erlangen- Nürnberg ebenfalls von ihren Wirtschaftspartnern. Darunter befinden sich Unternehmen wie die Dresdner Bank AG und die Accenture GmbH, welche die von den Wissenschaftlern entwickelten Basistechnologien und Gestaltungsmethodiken testen und evaluieren werden, gemäß dem Grundsatz der Forschungsverbünde, eine anwendungsorientierte Grundlagenforschung zu betreiben. Sprecher des Verbundes ist Professor Dr. Elmar J. Sinz, Inhaber des Lehrstuhls für Wirtschaftsinformatik, insbesondere Systementwicklung und Datenbankanwendung, an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg.

Unflexible Standardsoftware
Die Anforderungen an Unternehmen sind sehr hoch: Ihre Geschäftsprozesse müssen ständig leistungsfähiger und gleichzeitig wirtschaftlicher werden. Auf der anderen Seite steigen die Flexibilitätsanforderungen an betriebliche Prozesse. Während bei standardisierten Geschäftsprozessen durch den Einsatz moderner betrieblicher Standardsoftware hohe Automatisierungsgrade erreicht werden können, besteht ein Defizit hinsichtlich der Unterstützung hochflexibler Geschäftsprozesse. Hochflexible Geschäftsprozesse sind kontextsensitiv, sie lassen sich nicht vollständig oder nur ad hoc planen. Das Spektrum hochflexibler Geschäftsprozesse ist groß; es reicht von der Projektierung komplexer industrieller Produktionsanlagen bis zur Kooperation in medizinischen Versorgungszentren. Hier stößt betriebliche Standardsoftware mit „fest verdrahteten“ Verhaltensvarianten an ihre Grenzen.

Flexible neue IT-Lösungen
Hochflexible Geschäftsprozesse benötigen ein dynamisch erweiterbares Verhaltensrepertoire der sie unterstützenden IT-Lösungen. Die Grenze zwischen der Gestaltung und der Ausführung von Prozessen verschwimmt. Prozesse erhalten zunehmend Projektcharakter.

Ziel der Wissenschaftler aus dem Forschungsverbund ForFLEX ist es, die Potenziale dienstorientierter IT-Systeme als Schlüsseltechnologie für die Flexibilisierung von Geschäftsprozessen zu untersuchen. Korrespondierend dazu sollen erreichbare Automatisierungsgrade und geeignete Automatisierungsformen für hochflexible Geschäftsprozesse erprobt werden. Eine bedeutende Rolle kommt der Kooperation mit kleinen und mittelständischen Unternehmen zu, deren Unternehmensstrukturen eine rasche Evaluierung und Umsetzung der Projektergebnisse erlauben.

Kontakt:
Prof. Dr. Elmar J. Sinz
Sprecher ForFLEX
Universität Bamberg, Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik,
insbes. Systementwicklung und Datenbankanwendung
Feldkirchenstr. 21
96045 Bamberg
Tel.: +49 951 863-2512
Fax: +49 951 863-2513
E-Mail:
Internet: http://www.seda.wiai.uni-bamberg.de

Pressekontakt:
Ninetta Palmer, M.A.
Bayerische Forschungsallianz
Telefon: +49 89 9901888-14
Telefax: +49 89 9901888-29
E-Mail:
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