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21.04.2009

Science beyond Fiction: Eine Reise durch die Welt der Robotik und Supercomputer von morgen

Mehr Forschungsgelder, ein stärkerer Fokus auf Förderung der Nachwuchswissenschaftler sowie intensivere internationale Kooperationen stellte die EU-Kommission zum 20. Jubiläum der FET-Forschungsförderung vom 21.-23. April in Prag vor.

Future and Emerging Technologies (FET) – „Kronjuwel“ der IKT -Forschung
Per Videobotschaft stellte die Kommissarin für Informationsgesellschaft und Medien, Viviane Reding, den 700 Kongressteilnehmern die neue FET-Strategie der Europäischen Kommission vor, welche eine Erhöhung der FET-Ausgaben von 70 % bis zum Jahr 2013 beinhaltet. Die jährlichen Ausgaben für die Grundlagenforschung im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) würden damit von 100 Mio. € für den Zeitraum 2009-2010 auf 170 Mio. € im Jahr 2013 ansteigen. Freilich erscheint diese Summe im Vergleich zu dem Budget der USA (3 Mrd. USD pro Jahr) wie ein Tropfen auf dem heißen Stein; doch immerhin ist die Verdoppelung des Budgets innerhalb von fünf Jahren ein erster wesentlicher Schritt für Europa, um dem Wettbewerb in den Informationstechnologien stand zu halten und damit neue Problemlösungen für die Bürger Europas in den Bereichen Gesundheit, Klimawandel, demografischer Wandel und nachhaltige Entwicklung sowie Sicherheit zu geben, so Viviane Reding.

Auch der tschechische Wissenschaftsminister, Ondrej Liska, der als Repräsentant für die tschechische Ratspräsidentschaft mit seinem Grußwort an das Publikum auf die zukünftigen Herausforderungen einer Informationsgesellschaft aufmerksam machte, bekräftigte die Stärkung des FET-Programms innerhalb des 7.Forschungsrahmenprogramms. Der wohl jüngste europäische Minister für Wissenschaft, Liska, befürwortete ebenfalls eine stärkere Einbindung von Nachwuchswissenschaftlern sowie verstärkte interdisziplinäre Kooperationen mit Drittländern wie den USA, Russland und Asien.

Ein weiteres Steckenpferd der EU-Kommission sind die geplanten „Flaggschiffprojekte“. Bis zum Jahre 2013 sollen mindestens zwei Initiativen gestartet werden, die die ehrgeizigen Ziele verfolgen, internationale Forschungskooperationen zu stärken und durch interdisziplinäre Forschung wissenschaftliche Grenzen zu durchbrechen. Ein Favorit hierfür ist das Blue Brain Projekt, in welchem auf Basis von Computersimulationen das menschliche Gehirn nachgebildet werden soll. Die Zukunftsvisionen des Projektleiters, Henry Markram, zielen auf eine vollständige computerbasierte Nachbildung menschlicher Gehirne innerhalb von 10 Jahren ab, die dann der Medizin für personifizierte Behandlungsmethoden zur Verfügung stehen.

Der dreitägige Kongress bot ferner einen Überblick sowohl über die europäische als auch über die weltweite FET-Forschung; international renommierte Wissenschaftler präsentierten ihre Forschungsergebnisse und standen dem Auditorium in parallel sessions sowie im Rahmen von Forschungscafés Rede und Antwort.
Die ganze Bandbreite der Thematik konnte dennoch nicht abgedeckt werden; trotz der Fülle des Programms blieben viele Fragen offen: Welche Rolle spielen beispielsweise KMUs im Kontext von FET? Wie sieht die weitere Internationalisierung von FET aus? Welche konkreten Auswirkungen auf die Gesellschaft werden die Entwicklungen bzw. Ergebnisse aus FET-Projekten haben? Zu wenig Zeit dafür blieb in dieser Runde; ein Grund mehr für eine Teilnahme an der nächsten FET-Konferenz.

Wissenschaft zum Anfassen
Die begleitende Fachausstellung mit 29 FET-finanzierten Projekten aus fünf unterschiedlichen Bereichen entführte die Besucher in die IT-Welt von morgen. Die oftmals viel zu komplexen Forschungsprojekte der Informatiker, Ingenieure und Physiker wurden dem Laien durch interaktive computerbasierte Exponate näher gebracht.
So war beispielsweise der liebenswürdige Roboter „Nao“ der absolute Hingucker der gesamten Ausstellung. Er zeigte den Besuchern seine eigene kleine Roboterwelt in der er, Schritt-für-Schritt, seine Umgebung erkundete und dies auch laut mitteilte.
Weitere Exponate wie visuell gesteuerte Computer, Computersimulationen die das Gehirn nachbilden und freundliche Roboter, die im Alltag eine Stütze sein sollen, zählten ebenso zu den neuesten Entwicklungen im FET-Bereich.


Hintergrundinformationen
Seit 1989 fördert das FET-Programm, im Rahmen der Aktivitäten der Informations- und Kommunikationstechnologien der europäischen Forschungsrahmenprogramme, interdisziplinäre Projekte, die sich durch längerfristige Forschungstätigkeit sowie durch „high risk“-Forschung auszeichnen. Der Natur der Wissenschaft, frei von bürokratischen Hürden und ohne bestimmte Produktorientiertheit zu forschen, wird damit Rechnung getragen.





Für weitere Informationen zu künftigen Ausschreibungen im IKT- bzw. FET-Bereich kontaktieren Sie bitte Dr. Pan. Panagiotou
Wissenschaftlicher Referent in der BayFOR für die Bereiche NanoMatPro, IKT, Luftfahrt
Telefon: +49 (0) 89 9901888-16
E-Mail:


Pressekontakt in der BayFOR:

Ninetta Palmer, M.A.
Telefon: +49 (0) 89 9901888-14
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Internet: http://www.bayfor.de


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