HaptiVisT

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Steckbrief

  • Programm: BMBF Erfahrbares Lernen
  • Laufzeit: 06/2016-05/2019
  • Fördersumme: 1,2 Mio. Euro, davon 949.000 Euro für Bayern
  • Koordinator: szenaris GmbH, Bremen
  • Projektkennzeichen: 16SV7560
  • Internet: www.re-mic.de

Chirurgische Eingriffe spielerisch üben

Logo des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

Das Projekt HaptiVisT wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Um komplexe Operationen fehlerfrei durchzuführen, müssen Chirurgen eine umfangreiche theoretische und praktische Aus- und Fortbildung durchlaufen. Das BMBF-geförderte Projekt HaptiVisT entwickelt ein haptisch-visuelles Trainingssystem, mithilfe dessen sie Eingriffe mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden spielerisch üben können.

Traditionell findet die chirurgische Ausbildung im Operationssaal statt. Die Auszubildenden beobachten zunächst erfahrene Chirurgen und führen später unter deren Anleitung Eingriffe selbst durch. Diese Art der Ausbildung ist sehr aufwendig und kann das Risiko für den Patienten erhöhen. Zudem ist es nicht möglich, einzelne Schritte zu wiederholen oder selektiv zu üben. Durch die Etablierung digitaler Medien in der klinischen Versorgung sowie die Entwicklung neuartiger Ein- und Ausgabegeräte für die Mensch-Maschine-Interaktion bietet sich heutzutage jedoch eine Vielzahl neuer Möglichkeiten. HaptiVisT nutzt reale  Patientendaten  aus CT oder MRT, kombiniert einen Haptik-Arm mit einer brillenlosen 3D-Darstellung am Monitor und bietet so ein extrem realistisches Übungsfeld.

Im Gegensatz zu ähnlichen Systemen ist HaptiVisT wie ein Spiel aufgebaut. Es beinhaltet ein Level-Konzept, das sich nicht nur auf unterschiedlich komplexe Operationstechniken bezieht, sondern auch den Grad der haptischen und visuellen Schwierigkeitsstufe widerspiegelt. Der Vergleich mit einem optimalen Operationsergebnis eines Spezialisten in Form von Scores erlaubt ein individuelles Lernfeedback und -angebot. Das Level- und Score-Konzept motiviert, durch Übungen und Wiederholungen die Ausbildungsziele zu erreichen. Auf diese Weise bleibt die stetige Fortbildung des ärztlichen Personals zudem nicht auf wenige spezialisierte Zentren beschränkt, sondern lässt sich auch auf kleinere Kliniken im ländlichen Raum ausdehnen. Im Rahmen von HaptiVisT wird an der OTH Regensburg das Konzept für die minimal-invasive Handchirurgie, am Fraunhofer IIS Erlangen für die Cochlea-Implantation prototypisch umgesetzt.

Assoziierter Partner

Haption Gmbh, Aachen

BayFOR@Work

  • Antragsunterstützung
  • Beratung zur Abgrenzung zu EU-Fördermöglichkeiten

HaptiVisT auf der BayFOR-Website

Im Jahresrückblick der BayFOR 2016

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