PANDORA

PANDORA

Steckbrief

  • Programm: BMBF, Forschung für die zivile Sicherheit
  • Laufzeit: 03/2017–02/2020
  • Fördersumme: 2,4 Mio., davon 387.000 Euro für Bayern
  • Koordinatorin: Prof. Dr. Ursula Birsl, Universität Marburg
  • Internet: www.pandora-projekt.de 

Propaganda, Mobilisierung und Radikalisierung in der virtuellen und realen Welt

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Das Projekt "PANDORA" wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Soziale Medien entwickeln sich zunehmend zu einem Ort, an dem gesellschaftliche und politische Konflikte mit äußerster Aggressivität ausgetragen werden. Akteure mit extremistischem Hintergrund nutzen sie nicht nur als Propaganda-Plattform, sondern rufen dort auch ganz offen zu Gewalt auf. Die Auswirkungen dieser Propaganda auf die reale Welt erforscht das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt PANDORA.

PANDORA untersucht die extremistischen Vorstellungen und Symboliken im Internet – vorallem in den sozialen Medien – und wie diese zu Radikalisierungen beitragen. Gleichzeitig analysieren die Forscher, ob und inwieweit sich Diskurse und Propaganda des extrem rechten und des islamistischen Spektrums ähneln. In Fallstudien sowohl in der rechtsextremen als auch in der salafistisch-dschihadistischen Szene untersuchen sie die Effekte, die Internetpropaganda auf Radikalisierung und Gewaltanwendungen in der realen Welt hat. Dabei kartographieren sie aktuelle Gewaltereignisse und die zugehörigen Diskussionen in den sozialen Medien und ordnen sie dem jeweiligen extremistischen Milieu zu. So können sie den Zusammenhang zwischen der Internetpropaganda und den Ereignissen in der realen Welt dokumentieren.

Das Ergebnis wird ein Monitoring-Modell zur Analyse extremistischer Diskurse, Radikalisierungsverläufe und Gewaltdynamiken sein, das sowohl die Polizei als auch Betreiber von Aufnahmeeinrichtungen für Asylbewerberinnen und Asylbewerber nutzen können. Aus den Ergebnissen entwickelt das Konsortium außerdem Tools und Strategien zur gesellschaftlichen Prävention und Früherkennung von Radikalisierungsprozessen wie auch zur politischen Bildung.

Kommentar zum Beitrag der BayFOR:

„Das BayFOR-Team stand uns von Anfang an sehr kompetent und engagiert zur Seite. So wurden wir
etwa sehr umfassend zur Auswahl der passenden Fördermittel-Ausschreibungen beraten. Auch im weiteren Verlauf der Antragstellung hat das Team uns mit wertvoller Expertise und Knowhow im Bereich der Antragsformulierung unterstützt, so dass wir unseren Projektantrag zum Erfolg führen konnten.”

Laura Henke
Munich Innovation Labs
Tel.: +49 (0)421 220 82 10
E-Mail: lh@no-spam-pleasemunich-innovation.com

PANDORA auf der BayFOR-Website

Im Jahresrückblick der BayFOR 2017/2018

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