BAYBIOTECH

RESSOURCENSCHONENDE BIOTECHNOLOGIE IN BAYERN

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TP 1 Koordinierung

Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz finanziert seit 1. Juli 2015 den Projektverbund "Ressourcenschonende Biotechnologie in Bayern – BayBiotech“. Mit Hilfe von sechs anwendungsbezogenen Projekten und einem Koordinationsprojekt sollten Maßnahmen zur Ressourcenschonung entwickelt und vorangetrieben werden. Damit sollte ein wesentlicher Beitrag zur bayerischen Bioökonomiestrategie geleistet sowie ein wichtiger und zukunftsweisender ökologischer Mehrwert geschaffen werden.

Nutzen und Zusammenarbeit im Projektverbund

Umweltschutz und Ressourcenschonung sind nicht nur eine Frage der globalen und generationsübergreifenden Gerechtigkeit, sondern auch eine aktuelle ökologische Notwendigkeit. Insofern kommt der Initiative des Staatsministeriums grundsätzliche Bedeutung zu. Es ist zurzeit weniger eine Konzentration auf bestimmte Forschungsgebiete gefragt, sondern eine Koordinierung von Forschung, die dem eben dargestellten strategischen Zukunftsziel dient. Grundsätzliche Weichenstellungen werden sich bald in ganz verschiedenen Industriebereichen positiv auswirken. Genau das ist die Grundidee des Projektverbunds BayBiotech. Insbesondere wurde dem Gedanken der Etablierung einer generellen strategischen Plattform für die industrielle Biotechnologie Rechnung getragen, indem neben der thematischen Breite auch von Beginn an ein koordinierendes Projekt vorgesehen wurde. So wurden die einzelnen Projekte zwar individuell finanziert, eine Abstimmung und Vernetzung untereinander wurde jedoch durch das Koordinationsprojekt besonders gefördert. Bei der Projektauswahl wurde noch anfangs eine große thematische Breite berücksichtigt.  Während der Antragsphase, die noch völlig offen gestaltet wurde, wurden dann Schwerpunktthemen definiert, die im Rahmen des Verbunds unterstützt werden sollten. Dadurch konnten die einzelnen Projekte miteinander verknüpft werden.

Der erste Themenschwerpunkt hatt "Ressourcenschonung" im engeren Sinn zum Ziel. In drei Fachprojekten wurden Fragestellungen bearbeitet, die verschiedenste Industriesektoren wie die Chemische Industrie und die Energiespeicher Industrie betreffen. Die in den Projekten gewonnenen Erkenntnisse können in verschiedene Anwendung eingebracht werden. Langfristig könnten sich bei der Herstellung unterschiedlicher Produkte ökonomische und ökologische Vorteile gegenüber klassischen chemischen Herstellungsverfahren ergeben.

Riesige Mengen erdölbasierter Kunststoffkomponenten, die in vielen Gegenständen des Alltags enthalten sind, werden immer mehr eine Belastung für unsere Ökosysteme. Sie leichter recyclebar zu machen oder ihnen verbesserte Abbaubarkeit in Boden und Wasser zu verleihen ist ein wichtiges Ziel für den Umweltschutz. Der zweite Schwerpunkt des Projektverbunds beschäftigt sich daher speziell mit der biotechnologischen Produktion biologisch abbaubarer „Biokunststoffe“ aus Biomassereststoffen. Dabei ist es ein wichtiges Ziel, solche Biokunstoffe als Alternative für erdölbasierte Kunststoffe zu entwickeln. Es sollte  berücksichtigt werden, dass Biokunststoffe auch in Kombination mit anderen, klassischen Polymeren als Verbundwerkstoff (compound) einsetzbar sind und auch in dieser Form einen Beitrag für den Umweltschutz und die Nachhaltigkeit leisten.

Einzelne Ziele des Koordinationsprojekts waren die administrative Steuerung, effiziente Ausgestaltung und Außendarstellung des Projektverbunds. Besonders der Nutzen einer effizienten Forschung im Verbund gegenüber einer Förderung von Einzelprojekten wurde sichtbar gemacht und unterstützt. Doppelarbeiten wurden vermieden. Unterschiedliche wissenschaftliche Kompetenzen wurden vernetzt und interdisziplinär neue Ideen und Lösungsansätze generiert, was die Effektivität der Verbundforschung steigerte. Die nachfolgende Abbildung veranschaulicht die Aufgaben und Ziele des Koordinationsvorhabens.

Projektpartner:

Informationen

Gründungsdatum

07.2015

Ende

06.2018

Gefördert durch

Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz