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BAYERISCHER FORSCHUNGSVERBUND ABFALLFORSCHUNG UND RESTSTOFFVERWERTUNG

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Ressourcenschonende Instandsetzung alter Bauten – Integration von objektorientierter Modellierung in den Planungsprozess (F230)

Arbeitsfeld:

(7) Stoffflussmanagement Bauwerke

Ziel des Forschungsvorhabens ist es, für die Instandsetzung, Ertüchtigung und den Umbau von alten Bauwerken die neuen Methoden des Laßeraufmaßes und der objektorientierten Modellierung in den Planungsablauf zu integrieren und nutzbar zu machen. Das Projekt hat seinen Ausgangspunkt in den Ingenieurtechnischen Aspekten der praktischen Instand-setzungsplanung. Aus der Kenntnis der alten Konstruktionsweisen, häufig vorkommender Schadensbilder, typischer Detailausbildungen und der Relevanz der vielfältigen Information für die Lastabtragung und Instandsetzung werden Anforderungsprofile für den Aufbau eines virtuellen Bauwerkmodells (Produktmodells) abgeleitet. Basis des Produktmodells ist das dreidimensionale Laseraufmaß, das alle bestehenden Bauteilverformungen erfasst (verformungsgerechtes Aufmaß). Der Schwerpunkt der Forschungsabreit liegt in der Entwicklung von Strategien, um das durch Laserscanning und Computerbearbeitung erstellte rohe Objektmodell mit Informationen aus den jeweiligen Planungsphasen zu füllen. Erst dadurch entsteht ein virtuelles Bauwerksmodell (Produktmodell), mit dessen Hilfe sich erforderliche Sanierungsmaßnahmen und nötige Eingriffe ganzheitlicher planen als bisher möglich. Dadurch kann der Ressourceneinsatz ermittelt, gesteuert und damit auch verringert werden. Die Daten des Modells sind in der Form von Plänen und Tabellen jederzeit abfragbar. Bis heute werden in der Altbausanierung unterschiedlichste Aufmaßsysteme verwendet (z.B. Handaufmaß, Tachymeteraufmaß etc.). Häufig werden von jedem Planer eigene Planungsunterlagen erstellt. Die Verwendung eines Produktmodells als zentraler Informationsträger bietet die Möglichkeit den Informationsfluss durchgängig zu gestalten. Das Produktmodell kann zur Bilanzierung von Material und Baustoffströmen verwendet werden. Durch den Einsatz des vom Forschungsprojekt F219 (internet-basierte Simulation des Ressourcenbedarfs von Bauwerken) entwickelten Softwaretools zur internetbasierten Simulation des Ressourcenbedarfs von Bauwerken ist es möglich, Ökobilanzen des virtuellen Bauwerks zu erstellen. Das Vorhaben ist eng verzahnt mit dem Projekt „Vom Laseraufmaß zum Stoffflussmanagement“ von Prof. Wunderlich (Lehrstuhl für Geodäsie) und Prof. Rank (Lehrstuhl für Bauinformatik), welches sich schwerpunktmäßig mit der Generierung von Bauteilen aus den Ergebnissen des Laseraufmaßes beschäftigt.

Informationen

Gründungsdatum

01.1991

Ende

12.2008

Gefördert durch

Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz

Gefördert durch

Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst