FORCOVID

Bayerischer Forschungsverbund zur Eindämmung, Behandlung und Erforschung der Erkrankung mit dem neuartigen Coronavirus COVID-19 (FORCOVID)

Untersuchung von antiviralen Medikamenten gegen SARS CoV-2 in einem neuartigen Membranfusionsmodell

Arbeitsfeld:

Verbesserung der antiviralen Therapiemöglichkeiten

 

Projektleiter
PD Dr. Roman Wölfel
PD Dr Joachim Bugert
Dr. Rosina Ehmann
Prof. Dr. Dieter Langosch
Dr. Sebastian Jaksch

Das Projekt zielt darauf ab, antivirale Substanzen, die den Eintritt von SARS CoV-2 in Zielzellen hemmen, zu identifizieren und ihre Aktivität mit einem neuartigen Membranfusionsassay zu quantifizieren. Die zu untersuchenden viralen Eintrittsinhibitoren wirken entweder auf die Integrität der zellulären und/oder viralen Membran (Nukleosidanaloga mit langen lipophilen Seitenketten), blockieren zelluläre Proteine, die am Eintrittsprozess beteiligt sind (TMPRSS2-Inhibitoren), oder greifen in die Struktur des viralen Spike-Proteins ein (Peptide, die mit der Trimerisierung konkurrieren). Membranfusionsassays werden zur Quantifizierung der durch SARS CoV-2 induzierten in-vitro-Membranfusion verwendet, die durch die Interaktion des viralen Spike-Proteins und seines zellulären Rezeptors ACE2 ausgelöst wird. Ein neuartiger Assay, der auf Neutronenstreuung basiert, soll entwickelt werden, um die Kinetik der Membranfusion in Anwesenheit und Abwesenheit von eintrittshemmenden antiviralen Substanzen zu beobachten.
Das Projekt zielt auf eine Gruppe von antiviralen Wirkstoffen (Eintrittsinhibitoren) ab, die derzeit in der Forschung zu SARS CoV-2 noch wenig untersucht werden. Die Ergebnisse werden konkret auf den unmittelbaren Bedarf an Behandlungsoptionen für Covid-19-Patienten ausgerichtet sein.

Projektpartner:

Informationen

Gründungsdatum

10.2020

Ende

09.2021

Gefördert durch

Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst