Experten für nachhaltige Energie aus vier Ländern treffen sich in Bayern zu einem „Horizon Europe“-Workshop

24.02.2026
Gruppenbild der Workshopteilnehmer

Vom 9. bis 10. Februar 2026 veranstaltete die Wissenschaftliche Koordinierungsstelle Bayern-Israel (WKS Bayern-Israel) am Hauptsitz der Bayerischen Forschungsallianz in München einen multinationalen Workshop zum Thema nachhaltige Energienutzung und -versorgung. Die Veranstaltung wurde von der WKS in Kooperation mit der Vertretung des Freistaates Bayern im Vereinigten Königreich, Innovate UK, welches zu UK Research and Innovation gehört, und ISERD – Israel-Europe R&D Directorate – organisiert. 
 

Rund 20 Forscher, Vertreter der Industrie und Partner aus Bayern, dem Vereinigten Königreich, Israel und der Ukraine kamen zusammen, um Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Rahmen von „Horizon Europe“ zu erkunden. Ziel des Workshops war es, internationale Partnerschaften zu stärken, die Fähigkeiten der Teilnehmer zur Antragstellung zu verbessern und innovative bayerische Energieprojekte vorzustellen, die für zukünftige Forschungsinitiativen relevant sind.

Am ersten Tag lag der Schwerpunkt auf der Erstellung wettbewerbsfähiger „Horizon Europe“-Anträge. Experten der Bayerischen Forschungsallianz gaben Einblicke in das Projektmanagement und wichtige politische Rahmenbedingungen der EU, während Innovate UK Best Practices für eine erfolgreiche Antragstellung vorstellte. Durch interaktive Schreibworkshops und Networking-Aktivitäten hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, Projektkonzepte zu verfeinern und Konsortien rund um Ideen im Bereich der nachhaltigen Energie zu bilden.

Am zweiten Tag ging es von der Theorie zur Praxis über, mit Besichtigungen mehrerer wegweisender Projekte im Bereich der nachhaltigen Energie in Bayern. Das Programm begann mit einem Vortrag von BayWa r.e., einem weltweit führenden Entwickler und Betreiber von Projekten im Bereich erneuerbare Energien, der seine Erfahrungen in den Bereichen Wind-, Solar- und Batteriespeichersysteme weitergab. 

Anschließend besuchten die Teilnehmer den Münchner Demonstrationsstandort des EU-finanzierten ASCEND Project, das darauf abzielt, Positive Clean Energy Districts (PCEDs) als skalierbares Modell für nachhaltige Stadtentwicklung in ganz Europa zu etablieren. Der Workshop endete mit einem Besuch beim incampus in Ingolstadt und Gesprächen mit Experten der Technischen Hochschule Ingolstadt. Ein besonderes Highlight war das incampus Energy Center, eine hochmoderne Energieverwaltungszentrale, die erneuerbare Energiequellen, Heiz- und Kühlsysteme sowie Abwärme aus einem Rechenzentrum in ein virtuelles Kraftwerk integriert.

Der Workshop hat bereits greifbare Ergebnisse hervorgebracht. Die während der zweitägigen Veranstaltung geknüpften Kontakte haben zu mehreren neuen internationalen Kooperationsvorhaben in Form gemeinsam ausgearbeiteter Anträge für das Europäische Forschungsrahmenprogramm “Horizon Europe” geführt. Diese Ergebnisse unterstreichen den Wert der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit bei der Bewältigung der energiepolitischen Herausforderungen Europas und der Förderung des Übergangs zu einer nachhaltigeren Zukunft.

(Aktualisierung: 22.4.2026)

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