Bayerische Forschungsallianz

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FORZEBRA

FORSCHUNGSVERBUND FüR ZELLBASIERTE REGENERATION DES MUSKULOSKELETTALEN SYSTEMS IM ALTER

Erforschung neuer Therapiemöglichkeiten für degenerative Erkrankungen im Alter

Alterung bedeutet die Ansammlung von Schäden in der Erbinformation des Organismus, wodurch der komplexe Prozess der ständigen Geweberegeneration im Zellverband gestört ist. Diese Degeneration führt letztendlich zur gestörten Funktion der einzelnen Organe und des Organismus. Typische degenerative Erkrankungen im Skelett- und Bewegungsapparat sind Osteoporose und osteoporosebedingte Brüche, sowie Arthrose, Bandscheibenverschleiß und Degeneration von Sehnen. Für diese Krankheiten entstehen in Deutschland im Jahr direkte Kosten von mehr als 36 Mrd. €, was etwa 16 % der gesamten Krankheitskosten der Bundesrepublik Deutschland entspricht. Aufgrund der steigenden Lebenserwartung rechnen alle Experten mit einer deutlichen Zunahme der genannten degenerativen Erkrankungen und der daraus resultierenden Kosten.

Es gibt zwar viele Fortschritte in der Behandlung degenerativer Erkrankungen, wie z.B. künstliche Gelenke oder die medikamentöse Therapie bei Osteoporose. Alle bisher angewandten Therapieverfahren beheben jedoch nicht den Schaden im Gewebe, sondern begrenzen ihn lediglich. Im Forschungsverbund ForZebRA wird die Expertise von neun universitären Partnern und zwölf industriellen Partnern gebündelt, um degenerative Erkrankungen wie Osteoporose, Arthrose und Degeneration von Sehnen beim alten Menschen im Detail zu untersuchen und innovative Therapiemöglichkeiten, wie z.B. eine Applikation von Stammzellen, zu entwickeln.

ForZebRA gliedert sich thematisch in drei Teilprojekte: Zellbiologie/Genomik, Zellapplikation/Zelltracking und Bioevaluation/Genetisch modifizierte Großtiermodelle. Dadurch wird ermöglicht, dass die Vorgänge der Degeneration und Regeneration bzw. die Verlaufskontrolle neuer Therapieverfahren von der Genexpression über die Zellen bis hin zum Großtiermodell untersucht werden können. Im Verlauf des für drei Jahre bewilligten Forschungsverbundes sollen aus diesen drei Teilprojekten Plattformen entstehen, die eine umfangreiche Testung und Evaluation neuer Therapiekonzepte für degenerative Erkrankungen wie Osteoporose, Arthrose und Degeneration von Sehnen beim alten Menschen ermöglichen. Das Ziel dieser Therapiekonzepte ist es, das geschädigte Gewebe durch Regeneration tatsächlich zu heilen, bzw. zu verhindern, dass es überhaupt zu Degeneration von gesundem Gewebe kommt, um somit die Lebensqualität von Menschen im Alter zu erhalten.

Durch die Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft entsteht mit ForZebRA ein Forschungsverbund mit herausragendem wissenschaftlichem und wirtschaftlichem Potential, der von der Bayerischen Forschungsstiftung für drei Jahre mit rund 1,77 Mio € gefördert wird und insgesamt über ein Volumen von rund 3,54 Mio € verfügt.

Kontakt
ForZebRA-Geschäftsstelle
Dr. rer. nat. Sabine Ott
Chirurgische Klinik und Poliklinik - Innenstadt, Klinikum der Universität München
Nußbaumstr. 20
80336 München
Tel. 089-5160-7557, Fax 089-5160-5482
E-Mail:

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Launching date:
09.2008

End:
01.2012