ForDigitHealth

GESUNDER UMGANG MIT DIGITALEN TECHNOLOGIEN UND MEDIEN

For Digital Health

Ansteckungspotenziale von digitalem Stress

Arbeitsfeld:

Cluster C: Entwicklung von Methoden und Tools zum Aufbau spezifischer Ressourcen und Kompetenzen zur Bewältigung von Stress in Zeiten ubiquitärer digitaler Technologien und Medien

 

Ansteckungspotenziale von digitalem Stress und Einfluss auf die Nutzung digitaler Technologien

Projektleitung: Prof. Dr. Tim Weitzel (Professur für Wirtschaftsinformatik/Otto-Friedrich-Universität Bamberg)

Kurzbeschreibung des Vorhabens:

Ziel des Projekts ist es, zu verstehen, ob digitaler Stress ansteckend ist, wie er übertragen wird und was
dies für mögliche wirksame Interventionen bedeutet. Die Leitfrage des Projektes lautet also: Ist digitaler
Stress ansteckend und wie lässt sich dies vermeiden bzw. unter (welchen) Umständen sogar
nutzen?
Digitaler Stress im beruflichen Kontext führt bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu Burnout und ruft bei Unternehmen Schaden in Millionenhöhe hervor. Die bisherige Forschung hat ausschließlich technologische Charakteristika (z. B. komplexe Bedienung) als Auslöser untersucht. Indikationen aus praktischen Berichten
und eigene Vorarbeiten zeigen darüber hinaus, dass sich Stress durch Kommunikation oder sogar
durch die Wahrnehmung von Gesten und Emotionen auch zwischen Menschen überträgt. In diesem
Projekt wird untersucht, inwiefern dies für den Kontext digitaler Stress zutrifft. Hierfür ist ein Multi-
Methoden Projekt geplant. In einer ersten Studie (AP1; Haupt-Methode: Szenario-Analyse und Card-
Sorting) wird geprüft, welche Emotionen im Kontext von digitalem Stress übertragen werden. In einer
zweiten Studie (AP2; Haupt-Methode: Quantitative Erhebung mit dyadischen Daten) wird ein hierzu
entwickeltes Forschungsmodell (basierend auf der EASI-Theorie) zu intersubjektiver Stressübertragung
konfirmatorisch überprüft. Auf dieser Grundlage werden dann mögliche Interventionen abgeleitet und
evaluiert sowie die gewonnenen Ergebnisse auch auf andere Kontexte übertragen (AP3). Dieses Vorgehen
soll insgesamt sicherstellen, dass die Ergebnisse robust sind, nützliche Inputs für andere Projekte
geben und die Forschung zu digitalem Stress signifikant erweitern.

Projektpartner:

Informationen

Gründungsdatum

06.2019

Ende

05.2023

Gefördert durch

Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst