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BAYERISCHER FORSCHUNGSVERBUND INTERAKTION HUMANER GEHIRNZELLEN

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Epigenetische Stabilität von induzierten pluripotenten Stammzellen (IPSZ) sowie deren Derivate

Arbeitsfeld:

Genetische und epigenetische Charakterisierung der Zellen

Epigenetische Veränderungen spielen bei einem so tiefgreifenden biologischen Prozess wie der Reprogrammierung von induzierten pluripotenten Stammzellen (IPSZ) eine entscheidende Rolle. Als epigenetische Veränderungen bezeichnet man molekulare Mechanismen, die zu einem häufigeren oder selteneren Ablesen von Genen führen, ohne dass die dort gespeicherte Erbinformation verändert wird. In diesem Teilprojekt werden Genmethylierungs-Veränderungen und die Rolle von kleinen nicht-kodierenden RNAs, sog. microRNAs (miRNAs) untersucht. Hierzu kommen moderne Next-Generation-Sequencing Techniken zur Anwendung, die einen Vergleich der epigenetischen Muster der Zellen zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Prozess der Reprogrammierung erlauben. Wichtige Fragestellungen für die Analyse zielen auf die epigenetische Stabilität von IPSZ und daraus generierten neuralen Vorläuferzellen, das Verhältnis von Pluripotenz- und Differenzierungsmarkern, das epigenetische Zellgedächtnis sowie das mögliche pathogene/cancerogene Potential der Zellen. Es sollen somit grundlegende Erkenntnisse zu den epigenetischen Vorgängen bei der Reprogrammierung gewonnen und darauf basierend Marker abgeleitet werden, die einen Aufschluss über eine erfolgreiche Reprogrammierung und Differenzierung geben. Dieses Teilprojekt stellt somit eine wichtige Qualitätskontrolle im Rahmen möglicher zukünftiger therapeutischer Anwendungen von IPSZ dar.

Projektpartner:

Informationen

Gründungsdatum

03.2019

Ende

12.2023

Gefördert durch

Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst