FORPROTECT

BAYERISCHER FORSCHUNGSVERBUND INFEKTIONSPROTEKTION DURCH NEUE DIAGNOSTIKVERFAHREN UND THERAPIEANSäTZE

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Entwicklung eines diagnostischen Verfahrens zur Evaluation der Rolle von anti-pUL(128-131A) Antikörpern in der HCMV Infektion

Antikörper spielen eine wichtige Rolle bei der Neutralisation der HCMV-Infektion. Bislang gibt es jedoch keine eindeutigen Befunde, ob das Fehlen Antigen-spezifischer neutralisierende Antikörper mit dem Auftreten von HCMV Erkrankungen oder intrauterinen Infektionen korreliert. Seren HCMV-positiver Menschen variieren in ihrer Fähigkeit, die Infektion von verschiedenen Zelltypen zu neutralisieren. Manche Seren können die Infektion von Fibroblasten und Endothel- oder Epithelzellen gleichermaßen neutralisieren, andere Seren zeigen eine viel größere Neutralisationskapazität gegenüber Endothel- oder Epithelzellinfektionen als gegenüber Fibroblasteninfektionen. Ursache hierfür ist vermutlich, dass die Infektion von Fibroblasten über die Hüllglycoproteine gB, gM-gN und gH-gL vermittelt wird, während für die Infektion von Endothel- oder Epithelzellen zusätzlich ein gH-gL-pUL(128-131A) Komplex essentiell ist. Humane Antikörper gegen den gH/gL-pUL(128-131A) Komplex haben eine sehr starke Neutralisationskapazität. Ob diese Zelltyp-spezifisch neutralisierenden Antikörper eine Bedeutung bei intrauterinen Infektionen oder im Verlauf einer HCMV Erkrankung spielen, ist bislang nicht untersucht worden. Unser Ziel ist die Entwicklung eines Testsystems, das den Aspekt der Zelltyp-spezifischen Antikörper aufgreift, und prüft ob diese mit einem geringeren Risiko von HCMV Erkrankungen korrelieren.

Neutralisationskapazität eines Serums gegenüber Fibroblasteninfektionen

Neutralisationskapazität eines Serums gegenüber Endothelzellinfektionen

Projektpartner:

Informationen

Gründungsdatum

08.2009

Ende

10.2012

Gefördert durch

Bayerische Forschungsstiftung