ForDigitHealth

GESUNDER UMGANG MIT DIGITALEN TECHNOLOGIEN UND MEDIEN

For Digital Health

Digitaler Stress in den Medien

Arbeitsfeld:

Cluster A: Analyse des individuellen wie kollektiven Umgangs mit digitalen Technologien und Medien vor dem Hintergrund situations- und personenspezifischer Diversität

 

Digitaler Stress in den Medien: Eine inhaltsanalytische Untersuchung von massenmedialer Berichterstattung und themenspezifischer Foren-Kommunikation

Projektleitung: Prof. Dr. Susanne Kinnebrock (Professur für Kommunikationswissenschaft mit Schwerpunkt Öffentliche Kommunikation/Universität Augsburg)

Kurzbeschreibung des Vorhabens:

Das Projekt hat das Ziel, systematisch zu erfassen, wie digitaler Stress als gesellschaftliches Phänomen in Medien diskutiert wird. Bislang wurde digitaler Stress als Medienthema nicht untersucht, deshalb wird das Projekt Antworten auf folgende Fragen erarbeiten: Wo (d. h. in welchen Medien) wird digitaler Stress wie (Betroffene, Umfelder, Ursachen, Symptome und Folgen) thematisiert? Und welche konkrete Folgeerkrankungen, aber auch denkbare Präventions- oder Interventionsmaßnahmen werden debattiert?
Methodisch wird das Forschungsvorhaben in drei aufeinander folgenden empirischen Teilstudien umgesetzt: Eine Vorstudie soll sondieren, was die zentralen Diskursarenen sind und unter welchen Bezeichnungen digitaler Stress medial behandelt wird. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen sollen mit einer standardisierten Inhaltsanalyse der Medienberichterstattung die prävalenten Kontexte des Themas digitaler Stress (Arbeitswelt, Privatleben), die konkrete Stressbeschreibung (Symptome, Ursachen/Stressoren, Ursachenverortung), die dargestellten Betroffenen (Geschlecht, Alter, kultureller und sozioökonomischer Hintergrund, Funktionsrollen, Attribuierungen/Stereotypisierungen), die erwähnten DTM (inkl. Bewertung) sowie die thematisierten Folgen von digitalem Stress erhoben werden. Ergänzt wird die Berichterstattungsanalyse mit einer qualitativen Inhaltsanalyse von Diskussionen über digitalen Stress in einschlägigen Online-Foren, die individuenzentrierte und stärker erfahrungsbasierte Debattenbeiträge ans Licht befördert und individuelle Coping-Strategien zugänglich machen soll. Projektergebnis ist eine Analyse, wie digitaler Stress der bundesdeutschen Bevölkerung in Sozialen wie Massenmedien aufgezeigt wird. Diese mediale Konzeption von digitalem Stress dürfte Rückwirkungen auf die in anderen Verbundprojekten zu erforschenden Wahrnehmungen von digitalem Stress haben und trägt als Alltagstheorie zu den Querschnittsthemen „Theorien und Konzepte zu digitalem Stress“ und „Diversity“ bei.

Informationen

Gründungsdatum

06.2019

Ende

05.2023

Gefördert durch

Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst