Hintergrund der wissenschaftlichen Kooperation Bayern-Israel

Zwischen Bayern und Israel bestehen seit vielen Jahren enge und gute Beziehungen auf zahlreichen Ebenen. Seit 2009 unterhält der Freistaat zudem ein Kontaktbüro in Tel Aviv, 2011 eröffnete das israelische Außenministerium ein Generalkonsulat in München, das neben Bayern für den gesamten süddeutschen Raum zuständig ist.

Neben den wirtschaftlichen und kulturellen Verbindungen stellt vor allem die Kooperation im Bereich Forschung und Innovation einen zentralen Bestandteil der bilateralen Beziehungen dar. Die bayerische Staatsregierung strebt eine noch intensivere Zusammenarbeit sowie eine Stärkung der Kooperationen zwischen bayerischen und israelischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen an. Vor diesem Hintergrund erfolgte schließlich die Gründung der Wissenschaftlichen Koordinierungsstelle Bayern-Israel innerhalb der Bayerischen Forschungsallianz (BayFOR), die zum 1. März 2018 zunächst im Rahmen einer zweijährigen Pilotphase die Arbeit aufgenommen hat.

Bereits jetzt gibt es zahlreiche europäisch geförderte Projekte, in denen Akteure aus dem Freistaat und aus Israel wissenschaftlich zusammenarbeiten. Ein Beispiel hierfür ist das EU-Projekt INNOVIP, das die BayFOR in der Antragsphase intensiv unterstützt hatte und das sie nun während der Laufzeit im Bereich des administrativen Projektmanagements und in der Verbreitung der Projektergebnisse unterstützt. INNOVIP wird vom Forschungsinstitut für Wärmeschutz e.V. München koordiniert, das israelische Unternehmen Avery Dennison Israel Ltd. ist als Partner eingebunden. Das Potenzial für weitere gemeinsame Projekte ist jedoch noch weitaus höher.

Die Wissenschaftliche Koordinierungsstelle Bayern-Israel hat nun den Auftrag, dieses Potential weiter zu erschließen und auszubauen. Dementsprechend dient sie als Ansprechpartner für bayerisch-israelische Kooperationsvorhaben, berät zu Fragen hinsichtlich geeigneter Förderinstrumente und ermöglicht den persönlichen wissenschaftlichen Austausch durch die Gewährung von Mobilitätsbeihilfen für bayerische Akteure aus dem Bereich Forschung und Innovation. In Kooperation mit dem Büro in Tel Aviv initiierte die WKS Bayern-Israel im Oktober 2018 erstmals ein bayerisch-israelisches Symposium zu Fragen der Digitalisierung in den Bereichen Landwirtschaft, Lebenswissenschaften und Industrialisierung und begleitete hierzu eine Delegation bayerischer Wissenschaftler nach Israel. Ein zweites bayerisch-israelisches Symposium wird aller Voraussicht nach im Frühjahr 2019 stattfinden. Mittelfristig soll dieses Format institutionalisiert werden und sich zu einer dauerhaften Kooperationsplattform für bayerische und israelische Wissenschaftler entwickeln.

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