Menschen

Spezifisches Programm „Menschen“: Mobilität

  1. Einleitung
  2. Was wird gefördert?
  3. Wer wird gefördert?
  4. Wie wird gefördert?
  5. Wo werde ich beraten?
  6. Wo finde ich bayerische Ansprechpartner?
  7. Wo bekomme ich weitere Informationen?

1. Einleitung

„PEOPLE“ – Mobilität von Forschern (Marie-Curie-Maßnahmen)

Der Grundgedanke des spezifischen Programms „Menschen“ ist die Stärkung des europäischen „Humanpotenzials“ in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Technologie im Rahmen von Mobilitätsmaßnahmen. Durch gezielte Förderung sollen Forscherinnen und Forscher aus Europa und dem außereuropäischen Ausland darin bestärkt werden, für eine bestimmte Zeit in anderen EU-Ländern oder jenseits der Grenzen der EU zu arbeiten bzw. zu forschen und nach einem Auslandsaufenthalt wieder in den EU-Raum zurückzukehren. Dabei steht insbesondere der akademische Nachwuchs im Fokus, dem Perspektiven für eine eigene wissenschaftliche Laufbahn aufgezeigt und eröffnet werden sollen. Unterstützt werden diverse länderübergreifende Einzelaktivitäten, die verschiedene Karrierestufen von Forschenden berücksichtigen oder folgende Aspekte beinhalten:

  • Transnationale Mobilität der Forscher
  • Förderung ab der Graduierung
  • Kein Alterslimit
  • „Gender Mainstreaming” (mind. 40% Frauenanteil)
  • „Bottom-up-Ansatz“ (keine thematische Einschränkung)

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2. Was wird gefördert?

Schwerpunkte

Das Programm besteht aus insgesamt fünf Aktivitätsbereichen mit unterschiedlichen Schwerpunkten und Maßnahmen. Vier Bereiche unterstützen echte Ausbildungs- und Forschungsmaßnahmen, ein 5. hingegen eher allgemeine Aspekte der Forschungsausbildung und Mobilität mit Hilfe spezieller Maßnahmen.

  1. Forscher-Grundausbildung (Initial Training of Researchers → ITN)
  2. Lebenslange Ausbildung und Karriereentwicklung (Life-long Training and Career Development)
  3. Wege und Partnerschaften zwischen Industrie und Hochschulforschung (Industry-Academia Partnerships and Pathways → IAPP)
  4. Internationale Dimension (International Dimension)
  5. Spezifische Maßnahmen (Specific Actions)

1. Forscher-Grundausbildung (Initial Training of Researchers → ITN):

In diesem Programm werden Netzwerkaktivitäten mit kollaborativen, strukturierten Ausbildungs- und Trainingsmaßnahmen für Forscher zu Beginn ihrer Laufbahn gefördert.

Zielgruppe und Voraussetzungen für eine Förderung sind folgende:

  • Junge Nachwuchswissenschaftler mit max. fünf Jahren Forschungserfahrung, insbesondere Doktoranden oder junge Postdocs
  • Laufzeit des Projekts beträgt max. vier Jahre
  • In der Regel mind. drei Einrichtungen in drei verschiedenen Mitgliedsstaaten der EU oder Assoziierten Staaten (eine Art internationales Graduiertenkolleg)

Einzelne erfahrene Wissenschaftler und Forscher können so unter bestimmten Voraussetzungen als „visiting scientists“ in das Netzwerk mit integriert und so bis zu zwei Jahre unterstützt werden. Darüber hinaus werden auch die Etablierung von Lehrstühlen sowie die Organisation von speziellen Trainingsveranstaltungen wie z.B. „Summer Schools“ und Konferenzen gefördert.

2. Lebenslange Ausbildung und Karriereentwicklung (Life-long Training and Career Development):

Dieses Fördermodul unterstützt die Karriereentwicklung und Kompetenzerweiterung so genannte „experienced researchers“ in Europa (Mindestvoraussetzung: abgeschlossene Promotion oder vier Jahre Vollzeit-Forschungserfahrung nach Studienabschluss) in verschiedenen Stadien ihrer Laufbahn, die ein Forschungsprojekt in Europa durchführen wollen. Hierzu stehen drei Maßnahmen zur Verfügung:

  • „Intra-European Fellowships for Career Development“ (IEF): Forschungsaufenthalte an einer wissenschaftlichen Einrichtung im europäischen Ausland (ein bis zwei Jahre). Ausnahmeregelungen z.B. für frisch promovierte Akademiker oder für Wissenschaftler, die schon mehr als drei Jahre im nichteuropäischen Ausland tätig sind, sind unter bestimmten Maßgaben möglich.
  • „European Reintegration Grants“ (ERG): Unterstützung für Forscher bei der beruflichen Wiedereingliederung in Europa (inkl. Heimatland) im Anschluss an eine vorhergehende Förderung im Rahmen einer Marie-Curie-Maßnahme von mind. 18 Monaten Dauer (Zuschuss für zwei bis drei Jahre für Forschungs- und Gehaltskosten)
  • „Co-funding of Regional, National and International Programmes“ (COFUND): Unterstützung der genannten Zielgruppe auch durch indirekte Förderung bestehender Stipendienprogramme (dezentrale Vergabe von Fellowships v. a. für nationale Programme, die die transnationale Mobilität von Forschern fördern). Anträge dürfen nur entsprechende Institutionen stellen, Interessenten bewerben sich dann direkt bei diesen.

3. Wege und Partnerschaften zwischen Industrie und Hochschulforschung (Industry-Academia Partnerships and Pathways → IAPP):

Mit diesem Fördermodul wird ein verbesserter Austausch von qualifiziertem Fachpersonal, Technologie und Wissen zwischen akademischer Forschung und dem privatwirtschaftlich-industriellen Sektor angestrebt.

Dabei geht es insbesondere um die Schaffung oder Verbesserung langfristiger, strukturierter Kooperationen zwischen Einrichtungen aus beiden Sektoren - d. h. öffentliche und private Forschung und Entwicklung.

Im Zentrum steht dabei ein Projekt mit einer Laufzeit von in der Regel drei bis vier Jahren, an dem mind. ein akademischer Partner und ein industrieller Partner (insbes. KMU) aus zwei unterschiedlichen Mitglieds- oder Assoziierten Staaten beteiligt sein sollten.

Mit diesem Förderprogramm werden folgende Aktivitäten unterstützt:

  • Gegenseitiger Austausch von Forschungspersonal zwischen den Partnern
  • Temporäre Einstellung bzw. Aufnahme neuer externer Expertinnen und Experten (Forscher)
  • Gemeinsame Organisation von Workshops und Konferenzen (die auch für Forscher außerhalb der Partnerschaft zugänglich sein sollten)
  • Möglichkeit zur speziellen Unterstützung von KMUs bei projektbezogener Ausstattung

4. Internationale Dimension (International Dimension):

Forscher und Wissenschaftler aus Europa erhalten die Möglichkeit, ihre internationale Erfahrung im Rahmen der Durchführung eines Forschungsprojektes in einem Drittland zu erweitern, wobei die Rückkehr nach Europa vorausgesetzt wird.

Darüber hinaus wird die internationale Kooperation durch die Unterstützung hoch qualifizierter Forscher aus Drittländern gefördert, die zu Forschungszwecken nach Europa kommen.

Sowohl die Rückkehr in das Heimatland als auch die Rückkehr nach Europa (nach einem längeren Auslandsaufenthalt in einem Drittstaat zu Forschungszwecken) werden gefördert.

Spezielle Partnerschaften stärken die internationale Dimension der Forschungskooperation auf institutioneller Ebene. Diese Partnerschaften existieren zwischen mehreren europäischen Forschungseinrichtungen und einer oder mehreren Forschungsorganisationen in Ländern mit besonderen Forschungsabkommen mit der EU bzw. Partnerschaften im Rahmen der europäischen Nachbarschaftspolitik und mit Ländern im Rahmen internationaler Kooperationsabkommen (u. a. ICPC)*.

* ICPC-Staaten: International Cooperation Partner Countries (Partnerländer der Internationalen Zusammenarbeit)

5. Spezifische Maßnahmen (Specific Actions):

Dieses Programm fördert Unterstützungsmaßnahmen für einen gemeinsamen Europäischen Arbeitsmarkt für Forschende unter besonderer Berücksichtigung des Abbaus von Mobilitätshindernissen und der Verbesserung von Karriereperspektiven. Hinzu kommen Aktivitäten, die dem allgemeinen Gedanken des „public awareness raising“ dienen.

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3. Wer wird gefördert? - Beteiligungsregeln

Teilnahmeberechtigte Rechtspersonen

  • Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW; ehemals „Fachhochschulen“)
  • Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen
  • Kleine und mittlere Unternehmen (KMU)
  • Unternehmen mit Innovationsbestreben (aus Industrie, Gewerbe, etc.)
  • Öffentliche Einrichtungen wie Behörden
  • Beratungseinrichtungen etc.

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4. Wie wird gefördert? - Finanzierungsmodelle

Gefördert werden grundsätzlich sämtliche Personal- und Mobilitätskosten je nach Land („correction coefficients“). Im 7. FRP (2007–2013) ist etwa ein Budget von 4,750 Mrd. € für die Umsetzung des Programms „Menschen“ vorgesehen.

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5. Wo werde ich beraten?

Nationale Kontaktstelle „People“ (Marie-Curie-Maßnahmen)
Alexander von Humboldt-Stiftung
Jean-Paul-Str. 12
D-53173 Bonn

Herr Walter Denk
Telefon: +49 228 833-147
Telefax: +49 228 833-114
E-Mail: oder
Internet: http://www.humboldt-foundation.de/de/programme/mariecurie/menschen.htm

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6. Wo finde ich bayerische Ansprechpartner?

Bayerische Forschungsallianz GmbH
Prinzregentenstr. 52
D-80538 München

Dr. phil. Wolfgang Thiel
Fachreferatsleiter Bereich Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften und Sicherheitsforschung
Telefon: +49 89 9901888-160
Telefax: +49 89 9901888-29
E-Mail:
Internet: http://www.bayfor.org

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7. Wo bekomme ich weitere Informationen?

Die NKS präsentiert sich Ihnen unter folgender Homepage:
http://www.humboldt-foundation.de/de/programme/mariecurie/index.htm

Weitere wichtige Informationen erhalten Sie auch unter folgenden Links:

Deutsches Portal zum Thema „Menschen“:
http://www.forschungsrahmenprogramm.de/menschen.htm

CORDIS:
http://cordis.europa.eu/fp7/people/home_en.html

KoWi - Koordinierungsstelle EG der Wissenschaftsorganisationen:
http://www.kowi.de

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