Teilnahme an Horizon Europe

Wer kann teilnehmen?

Rechtspersonen aus einem EU-Mitgliedstaat, einem assoziierten Staat oder einem Drittland (Staaten, die weder Mitglied noch Vertragspartner der EU sind). In Verbundforschungsprojekten beträgt die Größe eines Konsortiums mindestens drei voneinander unabhängige Institutionen aus drei unterschiedlichen EU-Mitglied- oder assoziierten Staaten. Neu in Horizon Europe ist, dass mindestens ein Mitglied aus einem EU-Mitgliedsstaat stammen muss.

Liste aller assoziierte Staaten (Stand Juni 2021)

  • Albanien
  • Armenien
  • Bosnien und Herzegowina
  • Färöer Inseln
  • Georgien
  • Island
  • Israel
  • Kosovo
  • Moldawien
  • Montenegro
  • Marokko
  • Nordmazedonien
  • Norwegen
  • Serbien
  • Tunesien
  • Türkei
  • Ukraine
  • Vereinigtes Königreich

Das Vereinigte Königreich gilt trotz Brexit als assoziierter Staat und kann an Horizon Europe teilnehmen (nicht aber an ERASMUS). Die einzige Ausnahme besteht für das Beteiligungskapital beim EIC Accelerator – hier ist keine Teilnahme möglich.

Gibt es Besonderheiten bei der Teilnahme von Drittstaaten?

Partner aus Drittstaaten können zusammen mit Institutionen aus EU-Mitgliedstaaten und assoziierten Staaten an einem Horizon-Europe-Projekt teilnehmen. Teilweise sehen die Ausschreibungen die Einbindung nicht-europäischer Partner sogar ausdrücklich vor. Das Rahmenprogramm ist damit offen für Wissenschaftler*innen und Innovator*innen weltweit.

Horizon Europe unterscheidet dabei zwischen Ländern mit niedrigem bis mittlerem Einkommen und anderen Ländern. Teilnehmer*innen aus den folgenden Ländern mit niedrigem bis mittlerem Einkommen sind automatisch förderfähig (Stand Juni 2021):

  • Ägypten (Arabische Republik), Äquatorialguinea, Äthiopien, Afghanistan, Algerien, Angola, Arabische Republik Syrien, Argentinien, Aserbaidschan
  • Bangladesch, Belarus, Belize, Benin, Bhutan, Bolivien, Botswana, Burkina Faso, Burundi
  • Cabo Verde, Costa Rica, Côte d'Ivoire
  • Dominica, Dominikanische Republik, Dschibuti
  • Ecuador, El Salvador, Eritrea, Eswatini
  • Fidschi
  • Gabun, Gambia, Ghana, Grenada, Guatemala, Guinea, Guinea-Bissau, Guyana
  • Haiti, Honduras
  • Indonesien, Iran (Islamische Republik), Irak
  • Jamaika, Jordanien
  • Kambodscha, Kamerun, Kasachstan, Kenia, Kirgisische Republik, Kiribati, Korea (Demokratische Volksrepublik), Kolumbien, Komoren, Kongo (Demokratische Republik), Kongo (Republik), Kuba
  • Laos (Demokratische Volksrepublik), Lesotho, Libanon, Liberia, Libyen
  • Madagaskar, Malawi, Malaysia, Malediven, Mali, Marshallinseln, Mauretanien, Mikronesien (Föderierte Staaten), Mongolei, Mosambik, Myanmar
  • Namibia, Nepal, Nicaragua, Niger, Nigeria
  • Pakistan, Palästina, Papua-Neuguinea, Paraguay, Peru, Philippinen
  • Republik Jemen, Ruanda
  • Salomonen, Sambia, Samoa, São Tomé und Principe, Senegal, Sierra Leone, Simbabwe, Somalia, Sri Lanka, St. Lucia, St. Vincent und die Grenadinen, Sudan, Südafrika, Südsudan, Surinam
  • Tadschikistan, Tansania, Thailand, Timor-Leste, Togo, Tonga, Tschad, Turkmenistan, Tuvalu
  • Uganda, Usbekistan
  • Vanuatu, Venezuela (Bolivarische Republik), Vietnam
  • Zentralafrikanische Republik

Alle anderen Drittstaaten sind in der Regel nicht förderfähig, außer es ist im Arbeitsprogramm explizit erwähnt oder die Bewilligungsbehörde ist der Ansicht, dass die Teilnahme als Begünstigte für die Durchführung des Projekts von wesentlicher Bedeutung ist, z. B. im Hinblick auf herausragende Kompetenz/Expertise, Zugang zu besonderen Forschungsinfrastrukturen, Zugang zu einem besonderen geografischen Umfeld oder Zugang zu besonderen Daten.

Kann man auch als Einzelantragsteller*in eine Förderung erhalten?

Bei folgenden Maßnahmen bzw. Programmen können Einzelantragsteller*innen gefördert werden:

Kontakt in der BayFOR

Sie sind an einer Teilnahme an Horizon Europe interessiert und brauchen Unterstützung? Kontaktieren Sie unsere wissenschaftlichen Referent*innen für spezifische Informationen zu einzelnen Fachrichtungen:

Gesundheitsforschung & Biotechnologie
Informations-/ Kommunikationstechnologien | Natur- & Ingenieurwissenschaften
Sozial-, Wirtschafts- & Geisteswissenschaften | Sicherheitsforschung
Umwelt, Energie & Bioökonomie
KMU-Beratung

Ist mindestens ein Partner im Konsortium aus Bayern, ist die Hilfe der BayFOR kostenfrei!

 

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