Förderprogramm „Digitales Europa (DIGITAL)"

Das Förderprogramm „Digitales Europa (DIGITAL)“ verbessert die europäische Wettbewerbsfähigkeit in der digitalen Wirtschaft und fördert die technologische Eigenständigkeit durch Investitionen und Innovationen. Im Rahmen von „Digitales Europa“ werden Kapazitäten für neue Technologien ausgebaut und damit die digitale Transformation beschleunigt. Der digitale Fortschritt der EU soll zudem dabei unterstützen, weitere Herausforderungen wie die Klimakrise zu bewältigen.

Budget

Das Budget für das Förderprogramm „Digitales Europa (DIGITAL)“ beträgt bis 2027 7,5 Mrd. Euro.

Schwerpunkte

Folgende Bereiche werden im Rahmen des Programms „Digitales Europa (DIGITAL)“ gefördert: 

  • Supercomputer (2,2 Mrd. Euro)
    • Kauf bester Supercomputer bis 2022/2023
    • Ausbaus der Nutzung von Supercomputern in den Bereichen Gesundheit, Umwelt, Sicherheit und Industrie (KMU)
  • Künstliche Intelligenz (KI) (2,1 Mrd. Euro)
    • Stärkere Nutzung von KI in Unternehmen und in der öffentlicher Verwaltung
    • Einrichten eines Europäischen Datenraums
    • Förderung der Entwicklung von KI-Anwendungen in den Bereichen Gesundheit und Mobilität
  • Cybersicherheit (1,7 Mrd. Euro)
    • Koordination zwischen EU-Mitgliedsstaaten
    • Förderung und Training digitaler Fähigkeiten in allen Mitgliedsstaaten
    • Förderung von Infrastruktur für Quanten-Kommunikation
    • Stärkung der Kapazitäten für europäische Cybersicherheit
  • Fortgeschrittene digitale Fähigkeiten (580 Mio. Euro)
    • Neue Programme und Trainings zur Förderung zukünftiger Expert*innen in KI, Cybersicherheit, Quantentechnologien und Hochleistungsrechnern (high-performance computing – HPC)
    • Kurztrainings zur Förderung von Arbeitskräften
  • Umfassende Nutzung digitaler Technologien in Wirtschaft und Gesellschaft (1,1 Mrd. Euro) 
    • Fokus der Anwendungen auf Gebieten wie Gesundheit, Klima und Kultur
    • Digital Innovation Hubs 
    • Stärkere Nutzung digitaler Technologien wie Blockchain in KMU und öffentlicher Verwaltung
       

Vorteile des Programms „Digitales Europa (DIGITAL)“ für KMU

Ziel des Förderprogramms „Digitales Europa (DIGITAL)“ ist die Ausweitung des Zugangs und der Nutzung von Supercomputern und anderen fortschrittlichen Technologien für KMU. Auch von neuen, EU-weiten Datenbanken, z. B. mit Daten aus der Wirtschaft, können KMU profitieren. Durch die Förderung des European Digital Innovation Hub können insbesondere KMU Zugang zu Dienstleistungen erhalten, die sie bei ihrer Digitalisierung unterstützen, beispielsweise Beratungen zu Finanzierung oder Cybersicherheit oder auch Technologieerprobungen. 

Aktueller Stand

Für das neue Förderprogramm "Digitales Europa (DIGITAL)" hat die EU-Kommission am 10.11.2021 die ersten drei Arbeitsprogramme angenommen.

Das Hauptarbeitsprogramm konzentriert sich mit einem Budget von 1,38 Milliarden Euro bis Ende 2022 auf die Bereiche:

  • künstliche Intelligenz (KI)
  • Cloud und Datenräume
  • Quantenkommunikationsinfrastruktur
  • fortgeschrittene digitale Kompetenzen
  • die breite Nutzung digitaler Technologien in Wirtschaft und Gesellschaft.

Das erste spezifische Arbeitsprogramm konzentriert sich mit einem Budget von 269 Mio. EUR bis Ende 2022 auf den Bereich der Cybersicherheit. Das Arbeitsprogramm zur Cybersicherheit umfasst Investitionen in den Aufbau fortgeschrittener Ausrüstungen, Werkzeuge und Dateninfrastrukturen im Bereich der Cybersicherheit. Es wird die Entwicklung und optimale Nutzung der Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich der Cybersicherheit finanzieren, den Austausch bewährter Verfahren fördern und die breite Einführung modernster Cybersicherheitslösungen in der gesamten europäischen Wirtschaft ermöglichen.

Das zweite spezifische Arbeitsprogramm konzentriert sich mit einem Budget von 329 Mio. EUR bis Ende 2023 auf die Einrichtung und den Betrieb des Netzes europäischer Zentren für digitale Innovation (European Digital Innovation Hubs = EDIHs). Dieses Netz europäischer Zentren für digitale Innovation soll privaten und öffentlichen Einrichtungen in ganz Europa – darunter auch nationalen, regionalen bzw. lokalen Behörden und KMU – das Erproben neuer Technik ermöglichen und Unterstützung beim digitalen Wandel leisten. Weitere Informationen zu den EDIHs finden Sie hier.

Der erste Call für das Programm "Digitales Europa (DIGITAL)" wird am 17. November 2021 zu den EDIHs erwartet.

Weitere Ausschreibungen werden im Jahr 2022 folgen. Wichtige aktuelle Ausschreibungen finden Sie hier auf unserer Webseite.

Das vierte Arbeitsprogramm zum Thema „High Performance Computing" soll in Kürze folgen.  

Das Programm "Digitales Europa (DIGITAL)" wird diese Herausforderungen nicht isoliert angehen, sondern vielmehr die Mittel ergänzen, die über andere EU-Programme zur Verfügung stehen, wie z. B. das Programm "Horizon Europe" für Forschung und Innovation, die Fazilität "Connecting Europe" für digitale Infrastrukturen, die Fazilität für Konjunkturbelebung und Widerstandsfähigkeit und die Strukturfonds (u. a. EFRE und ESF), um nur einige zu nennen. Er ist Teil des langfristigen EU-Haushalts, des mehrjährigen Finanzrahmens 2021-2027.
 

Weitere Informationen zu Digital Europe finden Sie hier und hier.

Sie haben eine Idee für einen Förderantrag im Programm „Digitales Europa (DIGITAL)“ und benötigen Unterstützung? Kontaktieren Sie den Fachbereich Informations-/Kommunikationstechnologien | Natur- & Ingenieurwissenschaften der Bayerischen Forschungsallianz, wir helfen Ihnen gerne:

Kontakt:

Dr. Panteleimon Panagiotou

Dr. Panteleimon Panagiotou
Fachbereichsleiter Informations-/Kommunikationstechnologien |
Natur- & Ingenieurwissenschaften
Tel.: +49 (0)89 9901888-130
E-Mail: panagiotou@no-spam-pleasebayfor.org

Dipl.-Ing. Dan Gutu

Dipl.-Wirt.-Ing. Dan Gutu
Wissenschaftlicher Referent Informations-/Kommunikationstechnologien |
Natur- & Ingenieurwissenschaften
Tel.: +49 (0)89 9901888-136
E-Mail: gutu@no-spam-pleasebayfor.org

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