Erasmus+: EU-Förderprogramm für Bildung, Mobilität und Zusammenarbeit

Aktualisiert am 27. Juli 2026

Erasmus+ ist das Förderprogramm der Europäischen Union für Bildung, Ausbildung, Jugend und Sport. Im Förderzeitraum 2021–2027 unterstützt das Programm die internationale Mobilität von Lernenden und Fachkräften, den Aufbau europäischer Partnerschaften sowie die Entwicklung innovativer Bildungs- und Qualifizierungsprojekte.

Erasmus+ zählt zu den bekanntesten EU-Förderprogrammen und stärkt den europäischen Bildungsraum durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit, den Austausch von Wissen und Kompetenzen sowie die Förderung von Innovationen in Bildung und Ausbildung. Hochschulen, Schulen, Berufsbildungseinrichtungen, Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und weitere Organisationen profitieren von vielfältigen Fördermöglichkeiten für internationale Kooperationen.

Programm auf einen Blick

Programm: Erasmus+
Förderzeitraum: 2021–2027
Fördergeber: Europäische Union / Europäische Kommission
Zielgruppen: Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Schulen, Berufsbildungs- und Weiterbildungseinrichtungen, Jugendorganisationen, Unternehmen, öffentliche Einrichtungen, Verbände und weitere Organisationen
Förderschwerpunkte: Internationale Mobilität, europäische Kooperationen, Bildungs- und Qualifizierungsprojekte, institutioneller Kapazitätsaufbau, Jugend und Sport
Antragstellung: Je nach Fördermaßnahme über die zuständigen Erasmus+-Nationalagenturen oder das EU Funding & Tenders Portal

Was ist Erasmus+?

Erasmus+ unterstützt die europäische Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Ausbildung, Jugend und Sport. Ziel des Programms ist es, die Qualität europäischer Bildungssysteme zu verbessern, internationale Zusammenarbeit auszubauen und Menschen dabei zu unterstützen, fachliche, sprachliche und interkulturelle Kompetenzen zu erwerben.

Das Programm trägt dazu bei,

  • die internationale Mobilität in Europa zu fördern,
  • Innovationen im Bildungsbereich zu entwickeln,
  • den europäischen Wissens- und Technologietransfer zu stärken,
  • Fachkräfte auf den digitalen und ökologischen Wandel vorzubereiten,
  • sowie die Wettbewerbsfähigkeit Europas langfristig zu sichern. 

Insbesondere Hochschulen und Forschungseinrichtungen profitieren von Erasmus+ durch internationale Kooperationen, gemeinsame Studienprogramme, Personalmobilität sowie den Aufbau langfristiger europäischer Netzwerke.

Was fördert Erasmus+?

Erasmus+ unterstützt zahlreiche Maßnahmen entlang der gesamten Bildungs- und Qualifizierungskette. Dazu gehören unter anderem:

  • Mobilität von Studierenden, Auszubildenden, Schülerinnen und Schülern, Lehrkräften, Forschenden sowie Fach- und Verwaltungspersonal
  • Kooperationen zwischen Hochschulen, Bildungseinrichtungen, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentlichen Organisationen
  • Europäische Partnerschaften zur Entwicklung innovativer Lehr- und Lernformate
  • Digitale Bildung, Blended Learning und neue Qualifizierungsangebote
  • Kapazitätsaufbau und institutionelle Weiterentwicklung
  • Europäische Hochschulallianzen
  • Jean-Monnet-Aktionen zur Förderung europäischer Studien
  • Erasmus-Mundus-Masterstudiengänge  
  • Projekte in den Bereichen Jugend und Sport 

Die drei Key Actions von Erasmus+

Das Programm ist in drei zentrale Förderbereiche (Key Actions) gegliedert.

Key Action 1 (KA1): Lernmobilität

KA1 unterstützt die Mobilität von Einzelpersonen. Gefördert werden unter anderem Auslandsaufenthalte von Studierenden, Auszubildenden, Lehrkräften sowie Fach- und Verwaltungspersonal.

Key Action 2 (KA2): Kooperationen und Partnerschaften

KA2 fördert die Zusammenarbeit zwischen Organisationen aus verschiedenen europäischen Ländern. Ziel ist die Entwicklung innovativer Bildungsangebote, gemeinsamer Projekte sowie nachhaltiger europäischer Netzwerke.

Key Action 3 (KA3): Unterstützung der Politikentwicklung

KA3 unterstützt Maßnahmen zur Weiterentwicklung der europäischen Bildungs-, Jugend- und Sportpolitik und fördert den Austausch zwischen politischen Entscheidungsträgern und relevanten Akteuren.

Die vier Prioritäten von Erasmus+

Alle Erasmus+-Projekte orientieren sich an vier übergeordneten Prioritäten der Europäischen Kommission:

  • Inklusion und Vielfalt – Chancengleichheit und gleichberechtigter Zugang zu Bildung für alle.
  • Digitaler Wandel – Ausbau digitaler Kompetenzen und Entwicklung innovativer digitaler Lernformate.
  • Umwelt und Klimaschutz – Förderung nachhaltiger Mobilität und Unterstützung des europäischen Grünen Deals.
  • Demokratische Teilhabe – Stärkung gemeinsamer europäischer Werte, aktiver Bürgerschaft und gesellschaftlicher Teilhabe. 

Wer kann Erasmus+ beantragen?

Je nach Fördermaßnahme richtet sich Erasmus+ an:

  • Hochschulen und Universitäten
  • Forschungseinrichtungen  
  • Schulen  
  • Berufsbildungs- und Weiterbildungseinrichtungen
  • Jugendorganisationen  
  • Unternehmen und KMU
  • Öffentliche Einrichtungen und Kommunen
  • Verbände, Stiftungen und Nichtregierungsorganisationen
  • Europäische Netzwerke und Konsortien 

Einzelpersonen bewerben sich in der Regel über ihre jeweilige Einrichtung oder Organisation.

Antragstellung

Die konkreten Förderbedingungen, Teilnahmevoraussetzungen und Einreichungsfristen sind im Erasmus+ Programme Guide der Europäischen Kommission festgelegt.

Die Antragstellung erfolgt – abhängig von der jeweiligen Fördermaßnahme – entweder über die zuständigen nationalen Erasmus+-Agenturen oder zentral über das EU Funding & Tenders Portal.

Aktuelle Ausschreibungen finden Sie außerdem auf der Ausschreibungsseite der BayFOR sowie im EU Funding & Tenders Portal.

Kurzinfo

Erasmus+ gehört zu den wichtigsten EU-Förderprogrammen für Bildung, Ausbildung, Jugend und Sport. Das Programm unterstützt internationale Mobilität, europäische Kooperationen und innovative Bildungsprojekte und stärkt damit den europäischen Bildungsraum sowie die internationale Zusammenarbeit. Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen und weitere Organisationen erhalten vielfältige Möglichkeiten, internationale Partnerschaften aufzubauen und gemeinsame Projekte erfolgreich umzusetzen.

Wie unterstützt Sie die BayFOR?

Die Bayerische Forschungsallianz (BayFOR) berät bayerische Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Unternehmen sowie weitere Akteure zu europäischen Förderprogrammen für Forschung und Innovation.

Im Zusammenhang mit Erasmus+ unterstützt die BayFOR insbesondere Vorhaben mit Forschungs- und Innovationsbezug, beispielsweise bei der Einordnung geeigneter Fördermöglichkeiten, der Entwicklung internationaler Kooperationen sowie der Identifizierung von Synergien mit anderen EU-Programmen – insbesondere Horizon Europe.

Bitte beachten Sie: Die BayFOR ist keine allgemeine Beratungsstelle für Erasmus+. Für Fragen zu den einzelnen Erasmus+-Förderlinien, den Förderbedingungen, der Antragstellung sowie den aktuellen Ausschreibungen sind die zuständigen Erasmus+-Nationalagenturen die richtigen Ansprechpartner.

Kontakt in der BayFOR:

Kompetenzzentrum für Forschungs- und Innovationsförderung in Bayern, Europa und der Welt

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