Interreg

Die Europäische Union fördert die Zusammenarbeit zwischen Regionen und Ländern, um deren wirtschaftliche und soziale Entwicklung zu unterstützen und die Hürden, die durch Grenzen entstehen, zu überwinden.

Diese Europäische Territoriale Zusammenarbeit (Interreg) ist in vier Bereiche gegliedert:

Finanziert wird Interreg aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE). Das Gesamtbudget von Interreg beträgt in der Förderperiode von 2021 – 2027 fast 10 Milliarden Euro. In dieser Förderperiode verfolgt Interreg sieben politische Ziele zur Umsetzung der EU-Prioritäten über die Grenzen hinweg:

  • Ein wettbewerbsfähigeres und intelligenteres Europa;
  • Ein grüneres, kohlenstoffarmes, auf eine kohlenstofffreie Wirtschaft ausgerichtetes und widerstandsfähiges Europa;
  • Ein besser vernetztes Europa;
  • Ein sozialeres und integrativeres Europa;
  • Ein bürgernäheres Europa
  • Eine bessere Governance der Zusammenarbeit;
  • Ein sichereres und geschütztes Europa

Interreg A (Grenzübergreifende Zusammenarbeit)

Interreg A unterstützt die Zusammenarbeit zwischen NUTS-III-Regionen (also Regionen mit einer Bevölkerungszahl zwischen 150 000 und 800 000 Einwohnern) aus mindestens zwei unterschiedlichen Mitgliedstaaten, die direkt an den Grenzen liegen oder an diese angrenzen. Es zielt darauf ab, gemeinsame Herausforderungen, die in den Grenzregionen identifiziert wurden, zu bewältigen und das ungenutzte Wachstumspotenzial in den Grenzregionen zu nutzen und gleichzeitig den Kooperationsprozess im Sinne einer harmonischen Gesamtentwicklung der Union zu verstärken. Das Budget von Interreg A in der Förderperiode von 2021 – 2027 umfasst 6,7 Milliarden Euro und 49 Programme.

Bayern beteiligt sich an folgenden drei Interreg-A-Programmen:

  • Bayern-Tschechien
  • Bayern-Österreich
  • Alpenrhein-Bodensee-Hochrhein

Interreg B (Transnationale Zusammenarbeit)

Interreg B, bekannt als die transnationale Zusammenarbeit, ermöglicht die Zusammenarbeit in größeren transnationalen Gebieten oder in Meeresgebieten. Ein Projekt umfasst nationale, regionale und lokale Programmpartner aus mindestens drei unterschiedlichen Staaten, zwei davon aus EU-Mitgliedstaaten, aber auch in einigen Programmen Nicht-EU-Länder beispielsweise Drittländer wie Island oder Liechtenstein, Partnerländer der Erweiterung und der Nachbarschaft sowie überseeische Länder und Gebiete, um einen höheren Grad an territorialer Integration zu erreichen. Wie alle Interreg-Programme zielt sie auf die Förderung einer besseren länderübergreifenden Zusammenarbeit innerhalb der benannten Regionen ab, um effiziente Lösungen für gemeinsame territoriale, wirtschaftliche und soziale Herausforderungen zu finden, die zu umfangreich sind, um sie auf nationaler Ebene effizient zu bewältigen. Die Projektinvestitionen von Interreg B tragen insbesondere zu folgenden Zielen bei:

  • Innovation, insbesondere Netzwerke von Hochschulen, Forschungseinrichtungen und KMU;
  • Umwelt und Klimawandel, insbesondere nachhaltige grüne und blaue Wirtschaft, Wasserressourcen und Hochwassermanagement;
  • Digitale Konnektivität und nachhaltiger Verkehr;
  • Nachhaltige regionale Entwicklung, insbesondere in Bezug auf Bildung, Arbeitsmärkte und Zusammenarbeit;
  • Kulturelles Erbe und nachhaltige Tourismusentwicklung;
  • Kapazitätsaufbau und Governance;
  • Maßnahmen und Engagement für die Menschen.

In der Förderperiode von 2021 – 2027 beträgt das Budget von Interreg B nahezu 1,5 Milliarden Euro, siehe https://ec.europa.eu/regional_policy/en/policy/cooperation/european-territorial/trans-national.

Bayern beteiligt sich an folgenden Interreg-B-Programmen:

  • Alpenraum;
  • Donau;
  • Mitteleuropa;
  • Nordwesteuropa.

Interreg C (Interregionale Zusammenarbeit)

Interreg C, die interregionale Zusammenarbeit, arbeitet auf paneuropäischer Ebene und umfasst alle 27 EU-Mitgliedstaaten. Es zielt auf eine bessere regionale Governance durch den Aufbau von Kapazitäten ab. Ein Projekt besteht aus Programmpartnern aus mindestens drei unterschiedlichen Staaten, wobei zwei davon EU-Mitgliedstaaten sein müssen. Norwegen und die Schweiz beteiligen sich mit eigenen Mitteln an den Programmen. Interreg C baut Netzwerke auf, um bewährte Verfahren zu entwickeln und den Austausch und Transfer von Erfahrungen erfolgreicher Regionen zu erleichtern. Sie zeigen, was Regionen gut machen, zum Nutzen derjenigen, die noch investieren.

Für den Zeitraum 2021 – 2027 werden vier Programme unter Interreg C fortgeführt:

  • Interreg Europe
  • Interact
  • URBACT
  • ESPON

Bayern beteiligt sich an allen vier Programmen von Interreg C. An Interreg Europe, Interact und URBACT nehmen neben den 27 EU-Mitgliedstaaten auch Norwegen und die Schweiz teil. ESPON bezieht neben Norwegen und der Schweiz auch Lichtenstein und Island mit ein.

Das Budget von Interreg C beläuft sich auf mehr als 550 Millionen Euro.

Interreg D (Programm für die Regionen in äußerster Randlage)

Mit der Förderperiode 2021 – 2027 werden die Besonderheiten der Regionen in äußerster Randlage durch einen speziellen Bereich (Interreg D) anerkannt. Dieser hilft diesen Regionen, mit ihren Nachbarländern und -gebieten auf möglichst effiziente und einfache Weise zusammenzuarbeiten. Es können Aufforderungen zur Einreichung von Vorschlägen für eine kombinierte Finanzierung im Rahmen des EFRE und des durch eine Verordnung des Europäischen Parlaments und des Rates geschaffenen Instruments für Nachbarschaftspolitik, Entwicklung und internationale Zusammenarbeit (NDICI) veröffentlicht werden.

Interreg D schließt 4 geografische Gebiete ein:

  • Amazonien, Karibik;
  • Mittelatlantik/Golf von Guinea (MAC);
  • Indischer Ozean;
  • Mosambik-Kanal.

Das Budget von Interreg D beträgt über 280 Millionen Euro. Bayern beteiligt sich allerdings nicht an Interreg D.

Kontakt in der BayFOR:

M.A. Marcus Kratschke

M. A. Marcus Kratschke
Projektmanager und Wissenschaftlicher Referent Umwelt, Energie & Bioökonomie
Tel.: +49 911 50715-940
E-Mail: kratschke@no-spam-pleasebayfor.org

Dr. Philip Pfaller

Dr. Philip Pfaller
Wissenschaftlicher Referent Sozial-, Wirtschafts- & Geisteswissenschaften | Sicherheitsforschung
Telefon: +49 89 9901888-164
E-Mail: pfaller@no-spam-pleasebayfor.org

Kompetente Unterstützung für exzellente Forschung in Bayern, Europa und der Welt

Schnell zum Ziel

Kompetente Unterstützung für exzellente Forschung in Bayern, Europa und der Welt

Logo der Bayerischen Forschungs- und Innovationsagentur