CC-Driver

Steckbrief

  • Programm: Horizon 2020, Societal Challenge 7 (Secure Societies)
  • Fördersumme: ca. 5 Mio. Euro, davon 433.500 Euro für Bayern
  • Laufzeit: 05/2020–04/2023
  • Koordinator: David Wright,Trilateral Research, Vereinigtes Königreich
  • Internet: www.ccdriver-h2020.com

Cyberkriminalität und ihre Anziehungskraft für Jugendliche in Europa besser verstehen

Kriminalität im Internet verändert sich und nimmt stets neue Formen an. Eine sorgfältig ausgeklügelte Attacke, um in IT-Systeme einzubrechen, ist oftmals gar nicht nötig. Darüber hinaus vergrößert das Aufkommen des Internets der Dinge (IoT) die Angriffsfläche digitaler Infrastrukturen enorm. Internet-Kriminelle nutzen diese technischen Veränderungen aus, darunter auch Jugendliche. Gerade für jüngere Erwachsene und Jugendliche mit IT-Kenntnissen gibt es immer mehr Anreize, ihre digitalen Fertigkeiten für kriminelle Handlungen zur Verfügung zu stellen.

Hacking-Tools und Malware sind im Darknet frei verfügbar. Dadurch können auch immer mehr jüngere Amateur-Hacker großen Schaden anrichten. Hier kommt das EU-Projekt CC-Driver ins Spiel: Für die Bekämpfung von Cyberkriminalität versucht es herauszufinden, welche menschlichen und technischen Einflussfaktoren dabei vor allem unter Jugendlichen eine Rolle spielen.

Multidisziplinärer Ansatz aus den Bereichen der Psychologie, Kriminologie, Anthropologie, Neurobiologie und Cyberpsychologie

Das Projektkonsortium, bestehend aus 13 europäischen Partnern, erforscht zunächst die Auslöser für neue Formen von Cyberkriminalität. Einzeltäter, organisierte Gruppen oder auch Jugendliche, die sich der Konsequenzen ihrer Handlungen oftmals gar nicht bewusst sind, werden von den verschiedensten Motiven angetrieben. Dazu zählen Profitgier, Idealismus, Neugierde, Suche nach Nervenkitzel oder der Wunsch, anderen Schaden zuzufügen. CC-DRIVER verfolgt einen multidisziplinären Ansatz aus den Bereichen der Psychologie, Kriminologie, Anthropologie, Neurobiologie und Cyberpsychologie, um die Motivationen neuer Formen der Kriminalität zu identifizieren und zu erklären. Näher untersucht werden im Projekt auch „Cybercrime-as-a-Service“-Angebote, mit denen Kriminelle ohne IT-Fähigkeiten im Web geeignete Technologien einkaufen können.

Konkrete Maßnahmen im Kampf gegen Cyberkriminalität

Die Projektpartner wollen ihre Studienergebnisse dann in konkrete Maßnahmen übertragen, die politische Entscheidungsträger, Unternehmen, Eltern und andere Stakeholder als Instrumente verwenden können, um effektiver gegen Cyberkriminalität vorzugehen. Mit Hilfe von z. B. Online-Fragebögen, Checklisten oder Toolkits sollen europaweit gezielte Präventionskampagnen durchgeführt werden. Diese Maßnahmen sollen helfen, Kriminalität im Web einzudämmen, Jugendliche für das Thema zu sensibilisieren und von einer kriminellen Laufbahn abzuhalten.

Kontakt

„Zusammen mit der BayFOR begutachteten wir gemeinsam zunächst die uns übermittelte Projektskizze hinsichtlich Qualität und Zielrichtung des Antrags sowie die Auswahl der für die Umsetzung der Projektidee notwendigen Konsortialpartner. Die BayFOR begleitete uns anschließend bei der Finalisierung des Antrags und unterstützte uns in der Endphase ad hoc bei technischen Fragen zu Budget und Einreichung.“

Dr. Holger Nitsch
Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern, München
Projektpartner PROPHETS
Tel.: +49 (0)8141 408-208
E-Mail: holger.nitsch@no-spam-pleasepol.hfoed.bayern.de

 

Kontakt in der BayFOR

Dr. Alexander Widmann

Dr. Alexander Widmann
Wissenschaftlicher Referent Sozial-, Wirtschafts- & Geisteswissenschaften | Sicherheitsforschung
Tel.: +49 89 9901888-162
E-Mail: widmann@no-spam-pleasebayfor.org

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