Steckbrief

  • Programm: ERASMUS+
  • Fördersumme: 425.000 Euro, davon rund 142.000 Euro für Bayern
  • Laufzeit: 09/2020–08/2023
  • Koordinatorin: Prof. Dr. Christiane Lütge, Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Internet: www.dicelang.anglistik.uni-muenchen.de


Digitale Bildung und Fremdsprachenlernen für Europas junge Bürger

Das EU-Projekt DiCE.Lang ist eine Bildungsinitiative, die junge Bürger in Europa im Kontext des Fremdsprachenerwerbs befähigen möchte, aktiv und verantwortungsbewusst an einer digitalen Gesellschaft teilzunehmen und digitale Technologien effektiv und kritisch zu nutzen.

DCE-Prinzipien und -Ziele von essentieller Bedeutung

Die Ausbildung von Schülern in Europa zu verantwortlichen Bürgern der digitalen Welt („Digital Citizenship Education“ – DCE) soll durch fachspezifische Anpassungen von Lehrplänen und Unterrichtsmaterialien erleichtert werden und diese bisher fehlenden Aspekte ausgleichen. DCE-Prinzipien und -Ziele müssten auch in der fremdsprachlichen Bildung berücksichtigt werden – einem Bereich, der für die Bildung in Europa von essentieller Bedeutung ist, da die Förderung von Fremdsprachenkompetenzen eine Voraussetzung für interkulturelle Kommunikation, gegenseitigen Austausch und bürgerliches Engagement ist.

Kultureller Austausch und Identitätsbildung in der digitalen Welt

Im Detail heißt das, den Fremdsprachenunterricht so zu modifizieren, dass er sowohl die notwendige fremdsprachliche, kritisch-reflexive als auch die interkulturelle Komponente beinhaltet, um einen kulturellen Austausch und Identitätsbildung in der digitalen Welt zu ermöglichen. Darüber hinaus soll der Unterricht zum einen den Lernenden den sicheren und selbstbestimmten Umgang mit digitalen Medien vermitteln, zum anderen aktuelle Themen wie Migration oder Nachhaltigkeit mit digitalen Transformationen inhaltlich in Verbindung bringen. Ziel ist es, kritisches Denken anzuregen, damit Europas junge Bürger den digitalen Wandel in der Gesellschaft reflektieren und mitgestalten können.

DiCE.Lang adressiert relevante Akteure auf europäischer und nationaler Ebene, wie z. B. Fremdsprachenlehrer an Schulen und Lehrer in der Vorbereitungsphase an Universitäten, um auf die Aktualisierung von Bildungspolitiken und auf die Unterrichtspraxis einzuwirken. Lehrerausbilder werden zudem als Multiplikatoren involviert. Von diesen Maßnahmen sollen schließlich Lernende in ganz Europa profitieren und somit im Fremdsprachenunterricht auf eine verstärkt digitale und interkulturelle Zukunft vorbereitet werden. Das Projekt, an dem sich fünf akademische Partner aus fünf EU-Ländern beteiligen, wird von der Ludwig-Maximilians-Universität München koordiniert.

Kontakt

„Was die Spezifika von Erasmus+ angeht, konnte die Bayerische Forschungsallianz unser bestehendes Wissen sinnvoll ergänzen und die Argumentation von Aspekten, die eine hervorgehobene Rolle im Genehmigungsprozess einnehmen, in ihrer Stringenz schärfen. Unsere Rolle als Hauptkoordinator und unsere Verantwortung gegenüber den Partnern konnten wir auf diese Weise ebenso überzeugend ausweisen wie die Nachhaltigkeit der Zielsetzung des Projektes als Ganzes. Insbesondere die Unterstützung bei der Akzentuierung von Elementen, die der Politik der ‚European Education Area‘ dezidiert am Herzen liegen, war sehr hilfreich.“

Prof. Dr. Christiane Lütge
Ludwig-Maximilians-Universität München
Tel.: +49 (0)89 2180-3111
E-Mail: luetge@no-spam-pleaseanglistik.uni-muenchen.de

 

Kontakt in der BayFOR

Dr. Philip Pfaller

Dr. Philip Pfaller
Wissenschaftlicher Referent Sozial-, Wirtschafts- & Geisteswissenschaften | Sicherheitsforschung
Tel.: +49 (0)89 9901888-164
E-Mail: pfaller@no-spam-pleasebayfor.org

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