TreatRec

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Interdisciplinary concepts for municipal wastewater treatment and resource recovery

Um die öffentliche Gesundheit zu schützen, Wasserreserven und Umwelt zu erhalten sowie in wasserarmen Gegenden die Trinkwasserversorgung zu gewährleisten, ist ein auf Nachhaltigkeit ausgerichteter Umgang mit Abwasser eine wesentliche Voraussetzung. Dementsprechend birgt auch der Markt für das Management und die Aufbereitung von Abwasser großes Wachstumspotenzial. Dabei sind ein interdisziplinäres Herangehen sowie die Zusammenarbeit zwischen Industrie und Bildungssektor gerade in solch einem Schlüsselbereich unabdingbar.

Das Projekt TreatRec (Interdisciplinary concepts for municipal wastewater treatment and resource recovery. Tackling future challenges) hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, zur Ausbildung einer Generation zukünftiger Experten im Bereich Abwasser-Management und -Aufbereitung beizutragen. Unter Beteiligung zweier akademischer Partner aus Spanien (Catalan Institute for Water Research ICRA und University of Girona), der beiden Unternehmen ATKINS (Großbritannien) und AQUAFIN (Belgien) sowie mehrerer assoziierter Partner bereitet TreatRec internationale junge Wissenschaftler nicht nur auf anspruchsvolle spätere Forschungstätigkeiten vor, sondern auch darauf, Direktiven im Bereich Abwasser effektiv in die Praxis umzusetzen sowie Anforderungen der Industrie und der Gesellschaft gerecht zu werden.

Das Arbeitsumfeld der fünf im Rahmen des Projekts angestellten jungen Forscher verbindet industrielles Anwenderwissen in Sachen Entwicklung, Design, Konstruktion und Management von Abwasseraufbereitungssystemen mit akademischer Exzellenz. Diese kommt zum einen in der Grundlagenforschung zum Tragen, die sich mit der Verbesserung des Stands der Technik und mit einer Wissensvertiefung hinsichtlich des Umgangs mit Mikrokontaminanten wie beispielsweise Medizinrückstände beschäftigt. Zum anderen wird auch exzellente angewandte Forschung betrieben mit dem Ziel, Entscheidungsfindungssysteme zu entwickeln, die es erlauben, bereits bestehendes Wissen in künftige Entscheidungsprozesse einzubinden. Am 1. Januar 2015 ist das Projekt gestartet.

Steckbrief

Projektziele und Arbeitsfelder

Ziel der TreatRec-Projektpartner ist es, eine Reihe von Empfehlungen auszuarbeiten, auf die Entscheidungsträger beim Aufrüsten von Abwasseraufbereitungsanlagen zurückgreifen können, wobei die geförderten jungen Wissenschaftler insbesondere Probleme wie das Herausfiltern von Mikrokontaminanten und die Wiederverwertung von Nährstoffen angehen.

Konkret erfahren die beteiligten Doktoranden zunächst eine breitgefächerte Grundausbildung (Tutorials, Doktorandenprogramm in Hydrologie und Wassertechnik an der Universität Girona). Danach können sie im Expertentraining im Rahmen individueller Forschungsprojekte ihr Können vertiefen und schließlich findet eine Weiterbildung durch Spezialisierungskurse und Workshops statt.

In den drei Jahren ihrer Ausbildung arbeiten die jungen Wissenschaftler zudem an individuellen Promotionsprojekten, in denen sie fünf Forschungsthemen adressieren:

  • Umgang mit chemischen Verbindungen, die in Abwasseraufbereitungsanlagen entstehen
  • Umwandlung von Mikrokontaminanten in der Abwasseraufbereitung in biologisch abbaubare Stoffe
  • Optimale Gestaltung von Maßnahmen zur Wiedergewinnung von Stickstoff und Phosphor in Abwasseraufbereitungsanlagen
  • Adaption von Abwasseraufbereitungssystemen an Herausforderungen wie Städtewachstum oder Hochwasser
  • Beurteilung ökologischer und sozioökonomischer Auswirkungen bei der Aufrüstung städtischer Abwassersysteme

Zielgruppen

Von den Projektergebnissen von TreatRec profitieren nicht nur die jungen Forscher persönlich, sondern auch die:

  • Industrie – durch Praxis- und Marktorientierung der Forschungsansätze
  • Bürger als tägliche Konsumenten von Wasser, denen Abwasseraufbereitungssysteme auf neuestem technischen Niveau zugutekommen

BayFOR als Partner

Als assoziierter Partner beteiligt sich die BayFOR am Ausbildungsprogramm der Doktoranden mit Kursen zum Thema Internationales Projektmanagement sowie zu relevanten EU-Förderprogrammen und zum Schreiben von Anträgen. Durch ihre Erfahrung im Umgang mit europäischen Forschungsförderprogrammen kann die BayFOR den jungen Wissenschaftlern wichtige Kenntnisse für die Antragsstellung im Rahmen von Calls for Proposals an die Hand geben. Daneben vertieft die BayFOR im Zuge des Projekts ihre Kontakte zu den Projektpartnern und betreibt Networking.

Förderung

Von Januar 2015 bis Dezember 2018 werden insgesamt 1,3 Millionen Euro an europäischen Fördergeldern in das Projekt fließen.

Konsortium

Im Rahmen von TreatRec arbeiten universitäre und industrielle Partner aus Belgien, Deutschland, den Niederlanden, Spanien und dem Vereinigten Königreich zusammen. Durch ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen Institutionen aus dem akademischen und aus dem industriellen Bereich kann der interdisziplinäre Ansatz von TreatRec verwirklicht werden. Koordiniert wird das Projekt vom Catalan Institute for Water Research ICRA.

Zu den Partnerinstitutionen gehören:
Aquafin N.V., Belgien
ATKINS Limited, Vereinigtes Königreich
ICRA – Catalan Institute for Water Research, Spanien
UdG – University of Girona, Spanien

Assoziierte Partner sind:
BayFOR – Bayerische Forschungsallianz GmbH, Deutschland
STW - Severn Trent Water Ltd., Vereinigtes Königreich
UoB - University of Bath, Vereinigtes Königreich
WDD - Waterschap De Dommel, Niederlande

Weitere Informationen

Weiterführende Informationen finden Sie unter: www.treatrec.eu

Kontakt

Dr. Mira Petrovic

Dr. Mira Petrovic
ICREA Research professor, Water Quality Area
Catalan Institute for Water Research, ICRA
Koordination TreatRec
Tel.: +34 (0)972 183380
E-Mail: mpetrovic@no-spam-pleaseicra.cat

Kontakt in der BayFOR

Dipl.-Geogr. Andreas Blume

Dipl.-Geogr. Andreas Blume
Wissenschaftlicher Referent Umwelt, Energie & Bioökonomie
Tel.: +49 (0)89 9901888-122
E-Mail: blume@no-spam-pleasebayfor.org

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