WE-EEN

Logo EU-Projekt WE-EEN

Gemeinsam für ein grünes Europa

Das Projekt WE-EEN ist eine Aktivität im Rahmen des Enterprise Europe Network. Ziel ist es, das Umweltbewusstsein in KMU aus der Abfallwirtschaft durch Beratungen, Schulungen und internationale Veranstaltungen zu erhöhen.

Rund 2,6 Milliarden Tonnen Müll fielen in Europa im Jahr 2008 insgesamt an, davon gingen über 90 Prozent auf Industrieabfälle zurück (Quelle: Eurostat, aktuellste Daten). In Deutschland ist das Umweltbewusstsein hoch, die nationalen Vorgaben zum Schutz der Umwelt in der industriellen Fertigung sind strikt. Dennoch wissen viele Unternehmen nicht, welche Richtlinien zu beachten sind und wie sie korrekt umgesetzt werden.

Das von der Europäischen Kommission geförderte Projekt WE-EEN, das sich aus elf Partnerinstitutionen im Enterprise Europe Network (EEN) zusammensetzt, soll Abhilfe schaffen. Zum einen wollen die Projektpartner die Verantwortlichen in allen beteiligten Ländern für das Thema sensibilisieren und die Umsetzung der europäischen Direktiven zum Umweltschutz in der Industrie vorantreiben. Zum anderen soll WE-EEN in Südosteuropa den Grundstein für einen eigenständigen Umweltdienstleistungssektor legen.

Darüber hinaus ist die Stärkung der KMU in allen beteiligten Regionen ein großes Anliegen der EU. Im Rahmen von WE-EEN profitieren bayerische Experten von einem bislang weitgehend unerschlossenen Markt in Südosteuropa, können Kontakte zu lokalen KMU knüpfen und gleichzeitig ihre europäische Vernetzung intensivieren. Durch den Technologietransfer legen sie darüber hinaus den Grundstein für einen eigenständigen Umweltsektor in dieser Region und fördern damit die lokale Wirtschaft, insbesondere kleine Unternehmen. Die lokale Industrie wiederum erhält eine fundierte Beratung und Kontakte zu entsprechenden Dienstleistern im In- und Ausland.

Steckbrief

Projektziele und Arbeitsfelder

Mithilfe von Wissenstransfer-Initiativen will WE-EEN zunächst die EEN-Mitarbeiter und dann Unternehmen schulen und sie durch den Dschungel aus regionalen, nationalen und EU-Vorschriften lotsen.

1. Phase (2012)

  • Sondierung: Ermittlung des Status quo in den am Projekt beteiligten Staaten/Regionen, Analyse der Rahmenbedingungen, Bedarfsermittlung in kleinen und mittleren Unternehmen
  • Identifizierung von Experten (Behörden sowie Privatunternehmer), die bereit sind, ihr Know-how in Wissenstransfer-Initiativen weiterzugeben
  • Schulung von EEN-Mitarbeitern, so dass sie KMU noch kompetenter beraten können

2. Phase (2013)

  • Bewerben der Initiative bei KMU in den beteiligten Staaten/Regionen
  • konkrete Beratung der Unternehmen

Zielgruppe

WE-EEN richtet sich zunächst einmal an EEN-Mitarbeiter, dann aber vor allem an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie an Umweltdienstleister in den beteiligten Ländern.

In einem ersten Schritt will WE-EEN mithilfe von Experten den eigenen Mitarbeitern Basiskenntnisse zum Thema Umweltschutz in der Industrie vermitteln, so dass sie hilfesuchende KMU adäquat beraten können.

In der Abfallwirtschaft tätige KMU sollen fit gemacht werden zum Thema Umweltschutz in der Industrie. In vielen Unternehmen herrscht noch weitgehend Unwissenheit, wie ein effektiver Umweltschutz im eigenen Betrieb umgesetzt werden kann. Umweltfreundlichere Verfahren bedeuten vor allem einen langfristigen Wettbewerbsvorteil und nicht nur, wie oft angenommen wird, eine finanzielle Bürde. So lassen sich beispielsweise die Produktionskosten durch verbesserte Ressourceneffizienz erheblich senken. WE-EEN will dieses Informationsdefizit bei kleinen und mittleren Unternehmen beheben. Für KMU planen die WE-EEN-Partner insbesondere spezifische Workshops, die auf die jeweilige Situation, die Probleme und Bedürfnisse vor Ort zugeschnitten sind. Damit ist das Projekt für die Unternehmen auch Kontaktvermittler zu Experten im In- und Ausland.

Umweltdienstleister wiederum erhalten Zugang zum bislang noch weitgehend unerschlossenen Markt Südosteuropa, können Kontakte zur lokalen Industrie knüpfen und sich durch die Schulungen als kompetenter Dienstleister empfehlen.

BayFOR als Partner

Die BayFOR ist der einzige deutsche Partner im WE-EEN-Konsortium. Sie ist dafür verantwortlich, bayerische Experten der Abfallwirtschaft zu identifizieren, die bereit sind, den Wissenstransfer durch Schulungs- und Beratungsangebote in den beteiligten Ländern zu unterstützen und zu etablieren.

Wie die anderen Beteiligten analysiert sie zunächst die Situation vor Ort und sucht nach Partnern, die ihr Know-how zur Verfügung stellen. Bestehende Kontakte zu lokalen Akteuren sollen aktiviert und intensiviert, Experten für den Wissenstransfer gefunden werden. In der nächsten Phase organisieren die WE-EEN-Partner und damit auch die BayFOR Trainings vor Ort, die auf die lokale Situation und aktuelle Probleme eingehen und über EU-Richtlinien informieren.

Für Ende 2012 plant die BayFOR zudem eine internationale Veranstaltung. Darüber hinaus ist sie für die Verbreitung der Ergebnisse in Deutschland zuständig. Ab 2013 wird die BayFOR im Rahmen von Phase 2 auch kostenlose Umwelt-Beratungen für KMU anbieten.

Laufzeit und Förderung

Förderung: CIP (Competitiveness and Innovation Framework Programme) – EU-Kommission

Projektlaufzeit: 01.01.2012-31.12.2013

Projektbudget: Das Fördervolumen beträgt rund 870.000 Euro.

Konsortium

Das WE-EEN-Konsortium setzt sich aus elf Institutionen zusammen, die Partner im Enterprise Europe Network (EEN) sind. Am Konsortium sind hauptsächlich Industrie- und Handelskammern beteiligt, die nicht nur die wirtschaftliche Situation vor Ort genau kennen, sondern auch über die erforderlichen Kontakte zur Industrie und den lokalen Behörden verfügen.

Die beteiligten Partnerinstitutionen sind:

Koordinator des Projektes:
Unioncamere del Veneto (Italien)

Partner:
Arad Chamber of Commerce, Industry and Agriculture (Rumänien)
Technical Institute of Heraklion Chamber (Griechenland)
Bulgarian Chamber of Commerce and Industry (Bulgarien)
Chamber of commerce and Industry of Slovenia (Slowenien)
Plovdiv Chamber of Commerce and Industry (Bulgarien)
Chamber of Economy of Montenegro (Montenegro)
TERA Tehnopolis Ltd. (Kroatien)
Foundation for Management and Industrial Research (Mazedonien)
Institute Mihajlo Pupin (Serbien)
Bayerische Forschungsallianz GmbH (Deutschland)

Weitere Informationen

Pressemitteilung zum Projektstart

Programm für Wettbewerbsfähigkeit und Innovation (CIP): ec.europa.eu/cip

BayFOR als Partner im Enterprise Europe Network: www.bayfor.org/een

Kontakt in der BayFOR

Dipl.-Jur. Natalia García Mozo

Natalia García Mozo
Bereichsleiterin KMU-Beratung
Telefon: +49 (0)89 9901888-171
E-Mail: mozo@no-spam-pleasebayfor.org

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