4. Nanowissenschaften, Nanotechnologie, Werkstoffe und neue Produktionstechnologien (NMP)

  1. Einleitung
  2. Was wird gefördert?
  3. Wer wird gefördert?
  4. Wie wird gefördert?
  5. Wo werde ich beraten?
  6. Wo finde ich bayerische Ansprechpartner?
  7. Wo bekomme ich weitere Informationen?

1. Einleitung

Das Förderprogramm „Nanowissenschaften, Nanotechnologie, neue Werkstoffe und Produktion“ (NMP) ist ein fachspezifischer Teilbereich im Rahmen des spezifischen Programms „Kooperation“ des 7. FRP.

Der Wandel von einer rohstoffintensiven zu einer vermehrt wissensbasierten Produktion, soll zu einer Erhöhung der internationalen Wettbewerbsfähigkeit der EU-Industrie führen. Weiterhin wird die Entwicklung neuartiger Materialien bzw. Werkstoffe und Produktionstechniken gefördert, die in vielen Branchen zum Einsatz kommen können:

  • Automobilindustrie (z.B. für die Karosserie, Motormaterial und Lackierung)
  • Bauindustrie (z.B. Dämm- und Baustoff)
  • Textilindustrie (z.B. Stofffunktionalität)
  • (Nano-)Biotechnologie (z.B. Sensoren, bioaktives/ mimetisches Material)
  • Informationstechnik (z.B. Nanoelektronik)
  • Optik (z.B. Oberflächenhärtung)
  • Energie (z.B. Entwicklung von Speichermedien und Energiegewinnung)
  • Medizin (Entwicklung von Diagnose- und Therapie-Methoden)
  • Gesundheit, Sicherheit und Umwelt (z.B. Risikoabschätzung und -minimierung) usw.

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2. Was wird gefördert?

  • Nanowissenschaften & -technologien: Erforschung von Phänomenen, zur Beeinflussung der Materie auf der Nanometerskala sowie zur Entwicklung von Technologien
  • Neue Werkstoffe: Herstellung neuer Werkstoffe mit neuartigen bzw. maßgeschneiderten Funktionalitäten, umfangreicheren physikalischen und chemischen Eigenschaften, insbesondere im Bereich der Grenzflächen
  • Produktion: Entwicklung von Strategien und Konzepten für die nachhaltige Produktion und zur Transformation wissensbasierter, ökologisch-ökonomischer industrieller Umgebungen
  • Rohstoffe: Entwicklung der Strategie für Abbau und Verarbeitung von Rohmaterialien, Abfallreduktion, Recycling zur Ressorceneffizienz und –versorgungssicherheit
  • Integration: Konvergenz der drei oben erwähnten Wissensbereiche für die industrielle Anwendung

Spezifische Charakteristika des Themenbereichs:

  • Interdisziplinäre Forschung von Wissenschaftlern aus der Mathematik, der Physik, Chemie, den Material- und Ingenieurwissenschaften sowie aus der Medizin ist explizit erwünscht
  • Als Querschnittstechnologien sollen die Ergebnisse in verschiedenen Branchen eingesetzt werden können (siehe Einleitung)
  • Die Entwicklung neuer Werkstoffe und Produktionsmethoden soll Nachhaltigkeit gewährleisten
  • Große Beachtung erfährt die Einschätzung, Einhaltung bzw. Minimierung umwelt-, sicherheits- und gesundheitsgefährdender Aspekte
  • Analyse ethischer, sozialer und ökonomischer Aspekte beim Einsatz der Nanowissenschaften, -technologien, insbesondere in der Nanomedizin wird für notwendig erachtet

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3. Wer wird gefördert? - Beteiligungsregeln

Teilnahmeberechtigte Rechtspersonen

  • Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW; ehemals „Fachhochschulen“)
  • Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen
  • Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU)
  • Unternehmen mit Innovationsbestreben (aus Industrie, Gewerbe, etc.)
  • Öffentliche Einrichtungen wie Behörden
  • Beratungseinrichtungen etc.

Teilnahmeberechtigte Staaten

  • EU-27
  • Assoziierte Staaten (Island, Israel, Kroatien, Liechtenstein, Mazedonien, Norwegen, Schweiz, Türkei)
  • Partnerländer der Internationalen Zusammenarbeit (ICPC-Staaten)
  • Drittstaaten (USA, Kanada etc.) erhalten in der Regel keine Förderung!

Zusammensetzung des Konsortiums

  • Mind. drei unabhängige Rechtspersonen aus drei verschiedenen EU-Mitgliedstaaten (Drittstaaten zählen nicht als Mindestpartner)
  • Evtl. Ausnahmen und Besonderheiten sind in den jeweiligen Arbeitsprogrammen festgelegt

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4. Wie wird gefördert? - Finanzierungsmodelle

Für die Gesamtlaufzeit des 7. FRP werden für diesen Themenbereich insgesamt etwa 3,5 Mrd. Euro zur Verfügung gestellt. Je nach Förderform und Projektgröße liegt eine mögliche Förderung zwischen ca. 1–10 Mio. Euro. Die Laufzeit eines Projekts liegt zwischen einem und fünf Jahren.

Je nach Projekttyp, Teilnehmer und Aktivität sind folgende Quoten zu unterscheiden (gilt nicht für KMU-spezifische Projekte!):

Forschung & Technologieentwicklung:
75% für Universitäten/ HAWs, Forschungseinrichtungen & KMU
50% für alle anderen Rechtspersonen

Demonstrationsaktivitäten:
50% für alle Rechtspersonen

Koordination, Auditkosten und sonstige Aktivitäten:
100% für alle Rechtspersonen

Coordination/ Support Actions:
100% für alle Rechtspersonen

Förderwürdige Kosten:
Personal, Reisen, Material, Infrastruktur, sonstige Kosten, externe Dienstleistungen, Gemeinkosten etc.

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5. Wo werde ich beraten?

FZ- Jülich PtJ - Neue Materialien und Chemie (NMT)
Nationale Kontaktstelle
52425 Jülich

Dr. Gerd Schumacher (Programmkoordination NMP)
Tel: +49 2461 61-3545
Fax: +49 2461 61-2398
E-Mail: ;

Karlsruher Institut für Technologie
Projektträger Karlsruhe
Nationale Kontaktstelle Produktion
Postfach 3640
76021 Karlsruhe

Dipl.-Ing., Dipl.-Wi.-Ing. (FH) Peter Schneider
Tel.: +49 (0)721 608-29070
E-Mail:

Internet:
http://www.nks-nano.de/;
http://www.nks-werkstoffe.de
http://www.produktionsforschung.de/international/NationaleKontaktstelle

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6. Wo finde ich bayerische Ansprechpartner?

Bayerische Forschungsallianz GmbH
Prinzregentenstraße 52
D-80538 München

Dr. rer. nat. Panteleïmon Panagiotou
Fachreferatsleiter Bereich Naturwissenschaften, IKT und Luftfahrt

Telefon: +49 89 9901888-130
Telefax: +49 89 9901888-29
E-Mail:
Internet: http://www.bayfor.org

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7. Wo bekomme ich weitere Informationen?

Deutsches Portal zum Thema NMP:
http://www.forschungsrahmenprogramm.de/nano.htm

CORDIS:
http://cordis.europa.eu/fp7/dc/index.cfm?fuseaction=UserSite.
CooperationCallsPage&id_activity=4

KoWi - Koordinierungsstelle EG der Wissenschaftsorganisationen:
http://www.kowi.de

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