EU-Kommission startet Europäische Partnerschaft für Virtuelle Welten

09.01.2026
EU-Kommission startet Europäische Partnerschaft für Virtuelle Welten

Die Europäische Kommission hat am 10. Dezember die Europäische Partnerschaft für Virtuelle Welten (European Partnership for Virtual Worlds) offiziell gestartet. Ziel der neuen Partnerschaft ist es, Industrie, Wissenschaft, Forschungseinrichtungen und Anwender zusammenzubringen, um Forschung und Innovation im Bereich virtueller Welten gezielt voranzutreiben und Europas technologische Souveränität zu stärken.

Virtuelle Welten als Schlüsseltechnologie für Europas Zukunft

Virtuelle Welten sind persistente, immersive digitale Umgebungen, die auf 3D-, Extended-Reality- (XR) und fortgeschrittenen Simulationstechnologien basieren. Sie ermöglichen neue Formen der Zusammenarbeit, des Lernens und der Innovation und haben das Potenzial, zahlreiche Wirtschafts- und Gesellschaftsbereiche grundlegend zu transformieren – von Industrie und Gesundheitswesen über Bildung bis hin zu Kultur und Kreativwirtschaft.

Marktanalysen prognostizieren ein starkes Wachstum: Der globale Markt für virtuelle Welten soll von rund 27 Mrd. Euro (2022) auf über 800 Mrd. Euro bis 2030 anwachsen. Mit der neuen Partnerschaft will die EU sicherstellen, dass Europa bei dieser technologischen Entwicklung eine führende Rolle einnimmt.

400 Mio. Euro für Forschung, Innovation und Umsetzung

Im Rahmen der Partnerschaft plant die Europäische Kommission, bis zu 200 Mio. Euro aus dem laufenden Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) für Forschungs- und Innovationsaktivitäten bereitzustellen. Die Mitglieder der Virtual Worlds Association ergänzen dies mit mindestens weiteren 200 Mio. Euro in den Jahren 2025 bis 2030. Damit entsteht eine starke Public-Private-Partnership zur Skalierung virtueller Welten in Europa.

Starke europäische Akteurslandschaft

Die Virtual Worlds Association wird von Siemens geführt und vereint 18 Gründungsmitglieder aus Industrie und Forschung, darunter SAP, Fraunhofer-Gesellschaft, DFKI, imec, CNRS sowie zahlreiche Universitäten und Forschungszentren aus ganz Europa.
Diese breite Aufstellung spiegelt die Stärke und Vielfalt des europäischen Innovationsökosystems wider.

Konkrete Mehrwerte für Wirtschaft und Gesellschaft

Die Partnerschaft adressiert zentrale Anwendungsfelder mit direktem Nutzen für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen:

  • Industrie & Nachhaltigkeit: Digitale Zwillinge und virtuelle Prototypen zur Kosten- und Ressourceneinsparung in Produktion und Engineering
  • Gesundheit & Wohlbefinden: VR-Simulationen für medizinische Ausbildung, OP-Planung und Rehabilitation
  • Bildung & Kompetenzen: Interoperable 3D-Lernumgebungen für Schulen und Hochschulen
  • Kultur & Kreativwirtschaft: Immersive Museumsbesuche, Theater- und Kulturerlebnisse sowie digitale Bewahrung des kulturellen Erbes

Begleitet werden diese Aktivitäten durch Arbeiten zu Standardisierung, Qualifizierung, ethischen, rechtlichen und gesellschaftlichen Fragestellungen, Nachhaltigkeit sowie zur Governance von Web 4.0.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Jetzt einbringen und europäische Innovation mitgestalten

Die Europäische Partnerschaft für Virtuelle Welten eröffnet bayerischen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen konkrete Chancen zur aktiven Mitgestaltung zukünftiger Schlüsseltechnologien – von XR und 3D-Simulationen über Digitale Zwillinge bis hin zu Web 4.0-Anwendungen.

Nutzen Sie die neuen europäischen Förder- und Kooperationsmöglichkeiten im Rahmen von Horizon Europe und der Public-Private-Partnership für Virtuelle Welten.
Bringen Sie Ihre Projektideen, Technologien und Anwendungsfälle ein und vernetzen Sie sich frühzeitig mit starken europäischen Partnern aus Industrie und Forschung.
Positionieren Sie Ihre Organisation strategisch in einem dynamisch wachsenden Markt mit hoher industrie- und gesellschaftspolitischer Relevanz.

Die BayFOR unterstützt Sie dabei als One-Stop-Shop für EU-Forschungs- und Innovationsförderung – von der strategischen Einordnung über die Partnersuche bis zur Antragstellung.
Kontaktieren Sie uns, wenn Sie Interesse an einer Beteiligung haben oder mehr über passende Ausschreibungen und Beteiligungsformate erfahren möchten.

Kontakt in der BayFOR

Dr. Panteleimon Panagiotou

Dr. Panteleimon Panagiotou
Fachbereichsleiter Informations-/Kommunikationstechnologien |
Natur- & Ingenieurwissenschaften
Telefon: +49 89 9901888-130
E-Mail: harwin@bayfor.org

 

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