Europäische Kommission startet „BE READY“-Partnerschaft zur Stärkung der Pandemie-Vorsorgeforschung
Forschung zu neuen und wiederkehrenden Erregern im Fokus
Die Partnerschaft „BE READY“ konzentriert sich auf die Erforschung von neu auftretenden und wiederkehrenden Pathogenen sowie auf die beschleunigte Entwicklung von:
- Diagnostika
- Therapeutika
- Impfstoffen
Durch eine bessere Koordinierung der europäischen Forschungslandschaft soll die Innovationskraft Europas gestärkt und die gesundheitliche Resilienz der Mitgliedstaaten nachhaltig erhöht werden.
Zentrale Säulen der BE READY-Partnerschaft
Die Arbeit der Partnerschaft basiert auf drei Kernbereichen:
1. Strategische Abstimmung der Forschungsprioritäten
Die teilnehmenden Länder harmonisieren ihre nationalen Forschungsstrategien im Bereich Pandemievorsorge. Grundlage bildet eine gemeinsame strategische Forschungs- und Innovationsagenda.
2. Transnationale Förderaufrufe
Über gemeinsame internationale Ausschreibungen werden Forschungsprojekte zu emerging & re-emerging pathogens gefördert. Nationale und europäische Fördermittel werden dabei gezielt gebündelt, um Innovationen in Diagnostik, Therapie und Impfstoffentwicklung schneller voranzubringen.
3. Integration des gesamten Forschungsökosystems
Alle relevanten Akteure – von Grundlagenforschung über klinische Entwicklung bis hin zu regulatorischen Schnittstellen – werden systematisch eingebunden. Ziel ist es, sowohl in Interpandemie-Phasen als auch im Krisenfall operativ handlungsfähig zu bleiben.
Hintergrund: Europäische Investitionen in die Pandemie-Vorsorge
Die Partnerschaft wird von der französischen Forschungsagentur ANRS-MIE (France) koordiniert und vereint 81 Organisationen aus 27 Ländern.
Zwischen 2022 und 2025 wurde „BE READY“ über zwei vorbereitende Coordination and Support Actions (CSA) mit einem Budget von insgesamt 3 Millionen Euro entwickelt.
Seit 2020 hat die Europäische Union über 1,8 Milliarden Euro in die Pandemievorsorgeforschung im Rahmen von Horizon Europe und dem europäischen Forschungsrahmenprogramm investiert.
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Bedeutung für Bayern und deutsche Forschungseinrichtungen
Für bayerische Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, Kliniken und innovative KMU eröffnet die neue Partnerschaft attraktive Beteiligungsmöglichkeiten an transnationalen Förderaufrufen im Gesundheitsbereich.
Dr. Mikhail Antonkin
Wissenschaftlicher Referent Gesundheitsforschung & Biotechnologie
Telefon: +49 911 50715-950
E-Mail: antonkin@no-spam-pleasebayfor.org

