DESCA 2.1 veröffentlicht: Aktualisierte Konsortialvereinbarung für Horizon Europe Projekte

23.03.2026
DESCA 2.1 veröffentlicht

Mit der neuen Version DESCA Horizon Europe 2.1 steht Projektkonsortien ein aktualisiertes Modell für Konsortialvereinbarungen im Rahmen von Horizon Europe zur Verfügung. Die überarbeitete Version berücksichtigt aktuelles Stakeholder-Feedback sowie rechtliche Anpassungen und erleichtert die Zusammenarbeit in europäischen Forschungs- und Innovationsprojekten. DESCA gilt seit Jahren als de-facto-Standard für Konsortialverträge in EU-geförderten Projekten und wird europaweit von Forschungseinrichtungen, Hochschulen und Unternehmen genutzt.

Was ist DESCA?

DESCA („Development of a Simplified Consortium Agreement“) ist ein standardisierter Mustervertrag für Konsortien in EU-Forschungsprojekten.
Für die meisten Projekte im Rahmen von Horizon Europe ist eine Konsortialvereinbarung zwischen den Projektpartnern verpflichtend. DESCA bietet hierfür eine praxiserprobte und breit akzeptierte Grundlage. Der Mustervertrag wurde ursprünglich für das 7. EU-Rahmenprogramm entwickelt und kontinuierlich für Horizon 2020 und Horizon Europe weiterentwickelt.

DESCA HE 2.1: Wichtige Neuerungen im Überblick

Die neue Version DESCA HE 2.1 bringt mehrere inhaltliche und rechtliche Anpassungen:

  • Anpassung an DESCA AP 2.0 (assoziierte Partner)
  • Neuer Unterabschnitt zu Ansprüchen gegen Hilfspersonen
  • Berücksichtigung aktueller Änderungen im belgischen Recht
  • Verbesserte Struktur und zusätzliche Erläuterungen für mehr Verständlichkeit 

Die Aktualisierung stärkt die Rechtssicherheit und unterstützt Konsortien bei der effizienten Umsetzung ihrer Projekte.

DESCA AP 2.0: Einbindung assoziierter Partner

Bereits im August 2025 wurde mit DESCA HE AP 2.0 eine ergänzende Version veröffentlicht, die speziell die Beteiligung sogenannter assoziierter Partner regelt.

Diese Partner:

  • unterzeichnen die EU-Finanzhilfevereinbarung nicht
  • erhalten keine direkten EU-Fördermittel
  • sind dennoch aktiv in die Projektarbeit eingebunden 

DESCA AP 2.0 enthält hierfür eigene Vertragsregelungen sowie differenzierte Bestimmungen für:

  • Projekte mit tatsächlichen Kosten (Actual Cost Grants)
  • Projekte mit Pauschalförderung (Lump Sum Grants) 

Bedeutung für Horizon Europe Projekte

Die Nutzung eines strukturierten Konsortialvertrags ist entscheidend für den Projekterfolg. DESCA unterstützt Konsortien insbesondere bei:

  • Regelung von Rechten und Pflichten der Partner
  • Umgang mit geistigem Eigentum (IPR)
  • Organisation von Projektmanagement und Governance
  • Klärung von Haftungs- und Finanzfragen 

Damit schafft DESCA eine verlässliche Grundlage für komplexe internationale Kooperationen im europäischen Forschungsraum.

Starke europäische Trägerschaft

Hinter DESCA steht ein breites europäisches Netzwerk führender Forschungs- und Innovationsorganisationen, darunter:

  • Fraunhofer-Gesellschaft  
  • Helmholtz-Gemeinschaft  
  • LERU (League of European Research Universities)
  • EARTO (European Association of Research and Technology Organisations)
  • KoWi (Kooperationsstelle EU der Wissenschaftsorganisationen) 

Unterstützt wird DESCA von einer Beratungsgruppe mit rund 100 Expertinnen und Experten aus ganz Europa.

Relevanz für Deutschland und Bayern

Für Akteure in Deutschland und insbesondere in Bayern – darunter Hochschulen, Forschungseinrichtungen und innovative Unternehmen – ist DESCA ein zentrales Instrument für die erfolgreiche Beteiligung an Horizon Europe Projekten.

Eine fundierte Konsortialvereinbarung ist häufig entscheidend für:

  • erfolgreiche Antragstellung
  • reibungslose Projektumsetzung
  • rechtssichere internationale Zusammenarbeit 

Erfolgreich in Horizon Europe starten – mit der richtigen Konsortialstrategie

Eine solide Konsortialvereinbarung ist ein entscheidender Erfolgsfaktor für EU-Forschungsprojekte. Mit DESCA steht Ihnen ein bewährter Rahmen zur Verfügung – doch die optimale Ausgestaltung erfordert Erfahrung und strategisches Vorgehen.

Sie planen eine Beteiligung an Horizon Europe oder sind bereits Teil eines Konsortiums?

Nutzen Sie die Unterstützung von BayFOR: Erfahren Sie mehr über die und sichern Sie sich professionelle Begleitung bei Antragstellung, Konsortialaufbau und Projektumsetzung.

M.A. Verena Bürger

M. A. Verena Bürger-Michalek
Bereichsleiterin Projektmanagement

Telefon: +49 89 9901888-174
E-Mail: buerger@no-spam-pleasebayfor.org

 

 

Kompetenzzentrum für Forschungs- und Innovationsförderung in Bayern, Europa und der Welt

Schnell zum Ziel

Kompetenzzentrum für Forschungs- und Innovationsförderung in Bayern, Europa und der Welt