Erasmus+ 2027: EU und Vereinigtes Königreich erreichen nächsten Meilenstein auf dem Weg zur Assoziierung
Neue Perspektiven für Austausch und Zusammenarbeit in Europa
Mit der angestrebten Assoziierung werden Teilnehmende aus dem Vereinigten Königreich künftig den Akteuren aus den EU-Mitgliedstaaten sowie weiteren assoziierten Ländern gleichgestellt. Dies stärkt den internationalen Austausch im Rahmen von Erasmus+ und schafft neue Möglichkeiten für Studium, Lehre und berufliche Bildung über Ländergrenzen hinweg.
Die Grundlage für diesen Fortschritt bildet eine Anpassung des Protokolls I des Handels- und Kooperationsabkommens zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich. Damit setzen beide Seiten eine zentrale Zusage um, die beim ersten EU-UK-Gipfel im Mai 2025 vereinbart wurde.
Stärkung von Kompetenzen und Fachkräften in Europa
Die geplante Teilnahme des Vereinigten Königreichs an Erasmus+ eröffnet Tausenden von Lernenden und Fachkräften neue Chancen. Im Fokus stehen insbesondere:
- der Erwerb zukunftsrelevanter Kompetenzen
- die Förderung internationaler Berufserfahrung
- bessere Beschäftigungsperspektiven auf dem europäischen Arbeitsmarkt
Zugleich wird der Zugang zu Auslandsaufenthalten für Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen erweitert – ein zentrales Ziel der europäischen Bildungspolitik.
Impulse für Hochschulen und Innovation
Auch für Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Organisationen ergeben sich neue Kooperationsmöglichkeiten. Die vertiefte Zusammenarbeit zwischen Einrichtungen in der EU und im Vereinigten Königreich soll:
- innovative Lehr- und Lernmethoden fördern
- den Einsatz neuer Technologien im Bildungsbereich vorantreiben
- den Austausch bewährter Verfahren stärken
- gemeinsame Projekte und Programme erleichtern
Damit trägt Erasmus+ weiterhin zur Positionierung Europas als global führender Bildungsstandort bei.
Start der Teilnahme ab 2027 geplant
Die Europäische Kommission wird gemeinsam mit den britischen Partnern die nächsten Schritte zur Umsetzung vorbereiten. Das Vereinigte Königreich wird hierfür eine nationale Agentur benennen, die die Teilnahme am Programm koordiniert.
Neben den 27 EU-Mitgliedstaaten nehmen bereits mehrere assoziierte Länder an Erasmus+ teil, darunter Norwegen, Serbien und die Türkei. Ab dem 1. Januar 2027 sollen sowohl das Vereinigte Königreich als auch die Schweiz Teil des Programms sein.
Relevanz für Bayern und Deutschland
Für Akteure in Bayern und ganz Deutschland – von Hochschulen über Forschungseinrichtungen bis hin zu Unternehmen und Bildungsträgern – eröffnet diese Entwicklung neue Chancen für Kooperationen mit Partnern im Vereinigten Königreich. Die erneute Einbindung stärkt bestehende Netzwerke und erleichtert den Zugang zu internationalen Bildungs- und Austauschformaten.
Interessierte Einrichtungen und Organisationen aus Bayern, die Kooperationen im Rahmen von Erasmus+ planen oder ausbauen möchten, können sich an uns wenden, um Beratung und Unterstützung bei der Antragstellung und Partnersuche zu erhalten.
Dr. Alexander Widmann
Teamkoordinator und Wissenschaftlicher Referent Sozial- und Geisteswissenschaften | Sicherheits- und Verteidigungsforschung
Telefon: +49 89 9901888-162
E-Mail: widmann@no-spam-pleasebayfor.org

