Bayerische Forschungsallianz und griechisches „Centre for Research and Technology-Hellas“ bekräftigen Zusammenarbeit im Bereich des grünen Wasserstoffs

09.10.2026
Bayerische Forschungsallianz und griechisches „Centre for Research and Technology-Hellas“ bekräftigen Zusammenarbeit im Bereich des grünen Wasserstoffs

Am 8. Oktober 2026 haben die Bayerische Forschungsallianz (BayFOR) und das „Centre for Research and Technology-Hellas“ (CERTH) eine gemeinsame Absichtserklärung („Memorandum of Understanding“) unterschrieben mit dem Ziel, ihre langfristige Zusammenarbeit in den Bereichen Forschung, Innovation und Technologietransfer auf dem Gebiet des grünen Wasserstoffs zu stärken. Die Unterzeichnung fand im Rahmen des Festaktes der Griechisch-Orthodoxen Metropolie anlässlich der Verleihung des Goldenen Kreuzes Erster Klasse an den bayerischen Ministerpräsident Dr. Markus Söder statt, an der auch der stellvertretende griechische Ministerpräsident Kostis Hatzidakis teilnahm.

Im Rahmen der Würdigung des Ministerpräsidenten für seine Verdienste um die Verständigung zwischen den Völkern und Konfessionen sowie um das freundschaftliche Miteinander von Kirche, Staat und Gesellschaft, wurden zwei gemeinsame Absichtserklärungen unterzeichnet: Eine zwischen der Ludwig-Maximilians-Universität München und der Nationalen und Kapodistrias-Universität Athen zum gemeinsamen Studienprogramm Chemie, und eine zwischen BayFOR und CERTH. 

Mit der gemeinsamen Absichtserklärung wollen BayFOR und CERTH ihre langjährige Zusammenarbeit vertiefen und durch gemeinsame Forschungs-, Innovations- und Technologietransferaktivitäten die dauerhafte Entwicklung des Wasserstoffsektors in Bayern und Griechenland vorantreiben und einen nachhaltigen wissenschaftlichen, technologischen und wirtschaftlichen Mehrwert für beide Regionen schaffen. Bayern und Griechenland bringen dabei komplementäre Stärken in die Zusammenarbeit ein: Bayern verfügt über eine starke Forschungs- und Industrielandschaft und umfassende Kompetenzen bei Wasserstofftechnologien. Griechenland bringt ebenfalls wissenschaftliche und technologische Expertise mit und bietet zugleich sehr gute Voraussetzungen für die Erzeugung erneuerbarer Energien.

„Bayern und Griechenland verbindet eine gewachsene Partnerschaft, die wir im Bereich grüner Wasserstoff gezielt weiterentwickeln wollen. Wir wollen die Stärken beider Seiten gezielt zusammenführen, den gemeinsamen Wissens- und Technologietransfer intensivieren und so neue europäische Forschungsprojekte und gemeinsame Innovationsvorhaben auf den Weg bringen“, so Martin Reichel, Geschäftsführer der BayFOR.

Gemeinsame Aktivitäten zur Stärkung der Zusammenarbeit

Um diese Ziele zu erreichen, beabsichtigen CERTH und BayFOR, unter anderem in folgenden Bereichen zusammenzuarbeiten: 

  • Forschung zu grünem Wasserstoff: Austausch über Forschungsprioritäten, Fördermöglichkeiten und strategische Entwicklungen
  • Gemeinsame Projekte und Förderanträge: Entwicklung und gemeinsame Einreichung von Forschungs- und Innovationsprojekten, insbesondere im Rahmen von EU-Programmen wie Horizon Europe oder ERASMUS+
  • Wissens- und Technologietransfer: Austausch von Expertise, Forschenden und Best Practices zwischen Wissenschaft, Industrie und öffentlichen Stellen
  • Gemeinsame Veranstaltungen: Organisation von Workshops, Konferenzen, Schulungen und Networking-Veranstaltungen
  • Langfristige strategische Zusammenarbeit: Identifizierung weiterer Kooperationsmöglichkeiten zwischen Bayern und Griechenland, um die langfristige Partnerschaft im Bereich grüner Wasserstoff zu stärken.

Mit der gemeinsamen Absichtserklärung bekräftigen beide Seiten ihre weitere Zusammenarbeit im Wasserstoffbereich. Perspektivisch streben sie an, die Partnerschaft auf weitere Forschungs- und Innovationsthemen auszuweiten.

Langjährige erfolgreiche bayerisch-griechische Zusammenarbeit im Wasserstoffsektor

Die Unterzeichnung des „Memorandum of Understanding“ ist eine Weiterentwicklung aus einer bereits länger aufgebauten bayerisch-griechischen Zusammenarbeit im Wasserstoffbereich zwischen BayFOR und CERTH. Eine der bedeutendsten Kooperationen, die daraus hervorgegangen ist, ist das deutsch-griechische Projekt H2G2 („Hydrogen Support Hub for Technology Transfer in German-Greek Collaborations“), dessen Ziel es ist, den Wissens- und Technologietransfer im Bereich grüner Wasserstoff zwischen Deutschland und Griechenland zu stärken und Forschungsergebnisse schneller in die industrielle Anwendung zu bringen. Dabei entwickelt H2G2 keine neue Wasserstofftechnologie, sondern unterstützt und vernetzt deutsch-griechische Wasserstoffprojekte miteinander und mit der Industrie, um Forschungsergebnisse in Anwendungen, Kooperationen und weitere europäische Projekte zu überführen.

H2G2 ist das wissenschaftliche Begleitprojekt des 3. deutsch-griechischen Forschungs- und Innovationsprogramms „Intensivierung der Zusammenarbeit mit Griechenland im Bereich Grüner Wasserstoff“. Das Programm wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gemeinsam mit dem griechischen General Secretariat for Research and Innovation (GSRI) gefördert. Das Projekt läuft von Mai 2026 bis April 2029. 

Aus der Vernetzung zwischen BayFOR und CERTH sind noch weitere europäische Forschungs- und Innovationsprojekte entstanden, darunter MOFTHy, das neue Materialien und Fertigungsverfahren für Hochdruck-Wasserstoffspeicher entwickelt, und pHyBios, das neue Verfahren zur Wasserstofferzeugung aus Biogas erforscht.

Neben der bereits bestehenden bayerisch-griechischen Zusammenarbeit im Wasserstoffbereich und den daraus hervorgegangenen Projekten H2G2, MoFTHy und pHyBios fügt sich nun auch das „Memorandum of Understanding“ in die Bestrebungen Bayerns ein, die Beziehungen zu Griechenland in Wissenschaft, Energie und Wasserstoff weiter auszubauen. Gemeinsame Anstrengungen sollen unternommen werden, um die Infrastruktur entlang der gesamten Wasserstoff-Wertschöpfungskette weiterzuentwickeln und zu optimieren. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf dem „H2 Hub“, der größten griechischen Forschungsinfrastruktur in diesem Forschungsbereich.

Die Bedeutung der bayerisch-griechischen Zusammenarbeit in diesen Themenfeldern wurde zuletzt auch bei der Südosteuropa-Reise von Ministerpräsident Dr. Markus Söder im Juli 2026 deutlich, bei der er die Stärkung von Universitätskooperationen mit Griechenland insbesondere in den Bereichen Energie und Wasserstoff hervorhob.

Kontakt in der BayFOR

Martin Reichel
Geschäftsführer / CEO
Tel: +49 89 9901888-0
E-Mail: reichel@no-spam-pleasebayfor.org

Dr. Panteleïmon Panagiotou
Fachbereichsleiter 
IKT | Natur- & Ingenieurwissenschaften
E-Mail: panagiotou@no-spam-pleasebayfor.org

Kontakt bei CERTH 

Dr. Evangelos Bekiaris
Vorsitzender des Verwaltungsrats und Generaldirektor
Tel: +30 2310 498261
E-Mail: abek@no-spam-pleasecerth.gr

Dr. Panagiotis Grammelis
Forschungsdirektor
Tel: +30 2111069504
E-Mail : grammelis@no-spam-pleasecerth.gr

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