1. Gesundheit

  1. Einleitung
  2. Was wird gefördert?
  3. Wer wird gefördert?
  4. Wie wird gefördert?
  5. Wo werde ich beraten?
  6. Wo finde ich bayerische Ansprechpartner?
  7. Wo bekomme ich weitere Informationen?

1. Einleitung

Ziel des Themas 1 „Gesundheit“ ist die Verbesserung der Gesundheit der europäischen Bürger sowie die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Erhöhung der innovativen Kapazitäten der im Gesundheitssektor tätigen europäischen Unternehmen.

Schwerpunkte bilden die translationale Forschung – die Übertragung der Ergebnisse der Grundlagenforschung in klinische Anwendungen einschließlich wissenschaftlicher Validierung der experimentellen Resultate.

Weiterhin bilden die Entwicklung und Validierung neuer Therapien sowie Verfahren für Gesundheitsförderung und Prävention wichtige Ziele. Gesundes Altern, neue Diagnoseinstrumente und innovative Medizintechnik sowie nachhaltige und wirksame Gesundheitssysteme stellen grundlegende Säulen des Themas 1 dar.

Den strategischen Fragen „Gesundheit von Kindern“ und „Gesundheit der alternden Bevölkerung“ wird themenübergreifend besonderes Augenmerk geschenkt.

top

2. Was wird gefördert?

Zusammenfassend deckt das Thema 1 „Gesundheit“ folgende Bereiche ab:

Biotechnologie, generische Instrumente und medizinische Technologien für die menschliche Gesundheit

In diesem Bereich sollen Instrumente und Technologien entwickelt und validiert werden, die für die Gewinnung neuer Erkenntnisse und deren Umsetzung in praktische Anwendungen in der Gesundheitsfürsorge und der Medizin benötigt werden.

  • Hochdurchsatzforschung: Entwicklung neuer Forschungsinstrumente für die moderne Biologie
  • Erkennung, Diagnose, Monitoring: Entwicklung von Instrumenten und Technologien
  • Innovative therapeutische Konzepte und Behandlungen: Untersuchung, Konsolidierung und Weiterentwicklung fortschrittlicher Therapien und Technologien
  • Prognose zur Eignung, Sicherheit und Wirksamkeit von Therapien: Entwicklung und Validierung von Parametern, Instrumenten, Verfahren und Normen zur Versorgung des Patienten mit sicheren und wirksamen neuen Arzneimitteln aus der Biomedizin.

Forschung zur Übertragung grundlegender Erkenntnisse im Dienst der menschlichen Gesundheit

Ziel ist es, mehr Erkenntnisse über die biologischen Prozesse und Mechanismen in Gesundheit und bestimmten Krankheiten zu gewinnen. Folglich soll dieses Wissen in klinische Anwendungen übertragen werden um sicherzustellen, dass die klinischen Daten für weitere Forschungsarbeiten genutzt werden.

  • Integration biologischer Daten und Prozesse: großmaßstäbliche Datenerhebung, Systembiologie (einschließlich Modellierung komplexer Systeme)
  • Erforschung des Gehirns und seiner Krankheiten, der Humanentwicklung und des Alterns
  • Forschung bei Infektionskrankheiten, z.B. Resistenzen gegen antimikrobielle Arzneimittel, HIV/AIDS, Malaria, Tuberkulose und mögliche neue Epidemien
  • Transnationale Forschung bei sonstigen schweren Krankheiten, z.B. Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Seltene Krankheiten

Optimierung der Gesundheitsfürsorge für die europäischen Bürger

Ziel ist es, die notwendigen Grundlagen bereitzustellen, auf die sich fundierte gesundheitspolitische Entscheidungen und wirksame Strategien zur Gesundheitsförderung, Krankheitsprävention, Diagnose und Therapie stützen können.

  • Bessere Gesundheitsförderung und Prävention
  • Übertragung klinischer Erkenntnisse in die klinische Praxis
  • Qualität, Solidarität und Nachhaltigkeit von Gesundheitssystemen

top

3. Wer wird gefördert? – Beteiligungsregeln

Teilnahmeberechtigte Rechtspersonen

  • Universitäten und Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW; ehemals „Fachhochschulen“)
  • Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen
  • Kleine und mittelständische Unternehmen (KMU)
  • Unternehmen mit Innovationsbestreben (aus Industrie, Gewerbe, etc.)
  • Öffentliche Einrichtungen wie Behörden
  • Beratungseinrichtungen etc.

Teilnahmeberechtigte Staaten

  • EU-27
  • Assoziierte Staaten (Island, Israel, Kroatien, Liechtenstein, Mazedonien, Norwegen, Schweiz, Türkei)
  • Partnerländer der Internationalen Zusammenarbeit (ICPC-Staaten)
  • Drittstaaten (USA, Kanada etc.) erhalten in der Regel keine Förderung!

Zusammensetzung des Konsortiums

  • Mind. drei unabhängige Rechtspersonen aus drei verschiedenen EU-Mitgliedstaaten (Drittstaaten zählen nicht als Mindestpartner)
  • Evtl. Ausnahmen und Besonderheiten sind in den jeweiligen Arbeitsprogrammen festgelegt

top

4. Wie wird gefördert? – Finanzierungsmodelle

Vom Gesamtvolumen des Programms „Zusammenarbeit“ (32,413 Mrd. €, Laufzeit 2007-2013) sind etwa 6,10 Mrd. € für das Thema 1 „Gesundheit“ budgetiert.
Die Förderquote beträgt bis zu 75%.

Je nach Projekttyp, Teilnehmer und Aktivität sind folgende Quoten zu unterscheiden (gilt nicht für KMU-spezifische Projekte!):

Forschung & Technologieentwicklung:
75% für Universitäten/ HAWs, Forschungseinrichtungen & KMU
50% für alle anderen Rechtspersonen

Demonstrationsaktivitäten:
50% für alle Rechtspersonen

Koordination, Auditkosten und sonstige Aktivitäten:
100% für alle Rechtspersonen

Coordination/ Support Actions:
100% für alle Rechtspersonen

Förderwürdige Kosten:
Personal, Reisen, Material, Infrastruktur, sonstige Kosten, externe Dienstleistungen, Gemeinkosten etc.

top

5. Wo werde ich beraten?

PTJ und PT-DLR im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt

Nationale Kontaktstelle Lebenswissenschaften
Heinrich-Konen-Straße 1
D-52327 Bonn

Dr. Wilfried Diekmann (Programmkoordination)
Telefon: +49 89 2283821-706
E-Mail:
Internet: http://www.nks-lebenswissenschaften.de/

top

6. Wo finde ich bayerische Ansprechpartner?

Bayerische Forschungsallianz GmbH
Prinzregentenstr. 52
D-80538 München

Dr. rer. nat. Iana Buch
Fachreferatsleiterin Bereich Gesundheitsforschung und Biotechnologie
Telefon: +49 89 9901888-150
Telefax: +49 89 9901888-29
E-Mail:
Internet: http://www.bayfor.org

top

7. Wo bekomme ich weitere Informationen?

Zurück zur Themenübersicht

Seite drucken top