SMARTER TOGETHER

Logo EU-Projekt SMARTER TOGETHER

Innovation für München

Die nachhaltige Entwicklung von Städten hat für die Europäische Union einen hohen Stellenwert. Es gilt, für die Herausforderungen der Zukunft gewappnet zu sein. Im Angesicht von Klimawandel und demographischem Wandel sowie sich ändernden Bevölkerungsstrukturen müssen rechtzeitig die Weichen gestellt werden, um den Bürgern auch in Zukunft ein lebenswertes Umfeld bieten zu können. Smarte und integrative Lösungen sollen die Lebensqualität in den Städten erhöhen.

Dementsprechend ist auch für die Landeshauptstadt München „Smart City“ ein großes Thema. Eine „Smart City“ beinhaltet vielfältige Komponenten – sie verbindet Stadtplanung mit Technologie, Forschung, Sozialem und Wirtschaft. In München ist derzeit eine thematische Leitlinie „Digitale Transformation und Smart City“ als Teil des Stadtentwicklungskonzeptes in Arbeit. Das EU-Projekt SMARTER TOGETHER (Smart and Inclusive Solutions for a Better Life in Urban Districts) ist für die Landeshauptstadt der erste große Baustein im Rahmen dieses Konzepts. Das Projekt wird im Referat für Arbeit und Wirtschaft gesteuert. Über 40 Städtekonsortien hatten sich bei der Europäischen Kommission um eine Horizon-2020-Förderung beworben – das SMARTER-TOGETHER-Konsortium landete am Ende auf Platz zwei und erhielt als eines von vier Projekten insgesamt den Zuschlag. Die EU-Kommission lobte bei dem gemeinsamen Vorhaben der Städte München, Lyon (Frankreich) und Wien (Österreich) die richtige Balance zwischen innovativen Technologien und der gesellschaftlichen Dimension.

Die „Leuchtturm-Städte“ Lyon, Wien und München übernehmen in SMARTER TOGETHER eine Vorreiterrolle. Allen dreien ist gemeinsam, dass sie schnell wachsen und beim Thema erneuerbare Energien gute Voraussetzungen mitbringen. Das sanierungsbedürftige Viertel Neuaubing-Westkreuz und das benachbarte Neubaugebiet Freiham sind die Modellstadtteile in München. Neuaubing-Westkreuz ist 350 Hektar groß. 30.000 Menschen mit unterschiedlichem sozioökonomischem Hintergrund leben dort, es gibt viele Bestandsgebäude aus den 1960er, 1970er und 1980er Jahren. In Freiham entsteht auf 350 Hektar ein neuer Stadtteil, in dem bis zu 20.000 Menschen leben und 7.500 arbeiten werden. SMARTER TOGETHER plant mithilfe innovativer Geschäftsmodelle den Stadtteil der Zukunft mit Bürgerinnen und Bürgern, um höchste Energieeffizienz und vernetzte Mobilität zu erreichen.
Zum 1. Februar 2016 ist das Projekt gestartet.

Steckbrief

Projektziele und Arbeitsfelder

Die Maßnahmen, die sich das internationale Konsortium für die kommenden fünf Jahre auf die Agenda gesetzt hat, basieren auf einer Ökonomie des Teilens („Sharing Economy“), der gemeinschaftlichen Nutzung von Diensten und Gütern, der Wiederverwertung von Ressourcen, innovativen Geschäftsmodellen, der Anwenderfreundlichkeit von Dienstleistungen und dem zielgerichteten, gesellschaftsverträglichen Einsatz moderner Technik. Zentrales Element ist zudem die aktive Beteiligung der Bürger.

Konkret lassen sich die geplanten Maßnahmen in fünf Kategorien einteilen:

  • Das Stadtteil-Labor für die Beteiligung von Bürgern und Nutzergruppen. Das Konzept geht weit über die bisherigen Formen von Bürgerbeteiligung hinaus; Nutzer sollen Lösungen für städtische Mobilität und Energieeinsparung gemeinsam mit Unternehmen und örtlichen Umsetzern entwickeln.
  • Aufbau von Niedrigenergiequartieren auf Basis erneuerbarer Fernwärme (Geothermie und Niedrigtemperatur-Fernwärme) sowie erneuerbarer Energieversorgung
  • Ganzheitliche Sanierung von Wohnungsbestand (energetische Sanierung von 42.000 Quadratmetern Wohnfläche mit hohen Standards, Vor-Ort-Beratung) und Absicherung bestehender Mietniveaus
  • Ausbau integrierter Infrastrukturen in Form von Smart-Data-Management-Plattformen und Smart-Service-Angeboten (z. B. intelligente Lichtmasten, Verteilerstationen für Güter, Dienstleistungen und quartiersbezogene Sharing-Economy-Ansätze, Apps, ...)
  • Lösungen für nachhaltige Mobilität im Viertel, etwa Carsharing-Systeme, Elektrofahrräder und Lastenfahrräder für Zustelldienste, Mobilitätsstationen mit Infosäulen usw.

Zielgruppen

Von den Projektergebnissen von SMARTER TOGETHER profitieren

  • Bürger – durch eine Verbesserung ihrer Lebensqualität und die Möglichkeit der aktiven Mitgestaltung
  • Kommunen, die von den Projekten der Leuchtturmstädte profitieren und Ansätze für die eigenen Bürger übernehmen können
  • Unternehmen und Start-ups mit innovativen Geschäftsmodellen, denen sich die Möglichkeit bietet, neue Märkte zu erschließen

BayFOR als Partner

Die BayFOR hat SMARTER TOGETHER durch die gesamte Antrags- und Vertragsvorbereitungsphase begleitet. Von der Landeshauptstadt München wurde sie im laufenden Projekt mit Beratungs- und Unterstützungsleistungen zu Fragen der Projektdurchführung beauftragt. Insbesondere ist sie Ansprechpartnerin für das administrative Management der Stadt München (Projektbüro München).

Förderung

Von Februar 2016 bis Januar 2021 werden insgesamt 24,7 Millionen Euro an europäischen Fördergeldern an das gesamte Konsortium fließen. München erhält davon knapp 6,9 Millionen Euro. Hinzu kommen Eigenmittel und Gelder aus Wirtschaft und Forschung.

Konsortium

Für ihr Projekt konnten die drei Städte München, Lyon und Wien führende europäische Industrie- und Forschungspartner sowie hochspezialisierte kleine und mittlere Unternehmen aus mehreren europäischen Ländern gewinnen. Koordiniert wird das Projekt von Lyon Confluence (Frankreich).

Die teilnehmenden Partner sind:
AIT Austrian Institute of Technology GmbH
Algoé
bettervest GmbH
BWS Gemeinnützige allgemeine Bau-, Wohn- und Siedlungsgenossenschaft, registrierte Genossenschaft mit beschränkter Haftung
Communauté urbaine de Lyon
Comune di Venezia
Concello de Santiago de Compostela
SPL Lyon Confluence
DIN  Deutsches Institut für Normung e.V.
ERDF – Électricité Réseau Distribution France S.A.
Energy Cities, the European association of local authorities in energy transition
Enertech
Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung e.V.
G5-Partners Wolfram Scholl
GOPA Com. S.A.
HESPUL Association
KELAG Wärme GmbH
Landeshauptstadt München
Magistrat der Stadt Wien
Municipality of Sophia
Österreichische Post AG
Securitas Alert Services GmbH
Siemens AG
Siemens Aktiengesellschaft Österreich
Spectrum Mobil GmbH
SYCUBE Informationstechnologie GmbH
Technische Universität München
Toshiba Systèmes France S.A.
Universität St.Gallen
Wiener Stadtwerke Holding AG

Weitere Informationen

Offizielle Website von SMARTER TOGETHER: www.smarter-together.eu

Informationen zu SMARTER TOGETHER auf der Website der Stadt München: www.muenchen.de/rathaus/Stadtverwaltung/Referat-fuer-Arbeit-und-Wirtschaft/Europa/Smart-Cities.html

Videos über SMARTER TOGETHER

Sehen Sie hier zwei Videos über SMARTER TOGETHER:

SMARTER TOGETHER - Startschuss

Intelligenter Lichtmasten für Neuaubing-Westkreuz

Kontakt

Bernhard Klassen

Bernhard Klassen
Landeshauptstadt München
Referat für Arbeit und Wirtschaft
Projektpartner SMARTER TOGETHER
Tel.: +49 (0)89 23330196
E-Mail: smarter-together@no-spam-pleasemuenchen.de

Kontakt in der BayFOR

M.A. Verena Bürger

M.A. Verena Bürger
Projektmanagerin (zurzeit in Elternzeit)
Telefon: +49 (0)89 9901888-124
E-Mail: smarter-together@no-spam-pleasebayfor.org

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